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Dienstag, 27. Oktober 2009

Verbale Vermittler


Mir ist einmal mehr aufgefallen, wie verwandt mein Studienbereich mit dem Schreiben an sich ist. Ich schöpfe von Sitzung zu Sitzung neue Erkenntnisse und Perspektiven auf das Schreiben, ohne dass das Schreiben Thema ist. Fakt ist, dass das Übersetzen von Texten kein Kinderspiel ist und insbesondere im literarischen Bereich sehr viel Fingerfertigkeit abverlangt wird. Es gilt nicht nur, den Inhalt des entsprechenden Buches zu vermitteln oder stupide Zeile für Zeile in eine andere Sprache zu übertragen. Stil, Ausdruck, Metaphern, Charakterisierungen, kulturelle Implikationen...all das spielt mit ein. Und, nicht zu vergessen: Der Übersetzer kopiert nicht einfach den Stil des Autors. Absolute Loyalität zum Quelltext ist ein Ammenmärchen; als Übersetzer muss man allem voran improvisieren und kreative Lösungen finden können, wenn man textualen Schwierigkeiten begegnet. So z.B. Wortspiele oder Redewendungen, zu denen es kein Äquivalent in der Zielsprache gibt; kulturelle Andeutungen oder Fremdwörter, die der Leser nicht nachvollziehen kann.

Der Übersetzer ist in diesem Sinne nicht bloß ein Vermittler von Texten, denn das kann die berühmte Google-Maschine auch zu mehr oder eher weniger befriedigendem Ausmaß; nein, er ist in gewisser Weise selbst Autor, der seiner Arbeit einen eigenen Stil aufdrückt. Es ist leicht, sich über deutsche Übersetzungen englischer Texte zu beschweren, vieles geht zwangsläufig im Prozess der Übertragung verloren. Aber es ist in meinen Augen schlichtweg vermessen, Kritik zu üben, wenn man keinerlei Einblick in die Materie hat. Ich muss gestehen, ich bevorzuge Texte auch in ihrem Original, aber das bedeutet deswegen nicht, dass die Übersetzung dem nicht ebenbürtig ist. In manchen Fällen ist die Übersetzung sogar stellenweise besser gelöst als das Original.

In anderen Sprachen zu schreiben ist reizvoll und ich habe mich auch oft darin versucht (die meisten Sachen schmoren auf meiner Festplatte), aber richtig sattelfest und zu Hause ist man glaub ich nur in seiner Muttersprache. Daher muss ich immer ein bisschen schmunzeln, wenn in Archiven Übersetzungsbörsen aufgemacht werden und jeder behauptet, dieser Arbeit fähig zu sein. Sprachkenntnisse zu haben bedeutet nicht, dass man ein guter Übersetzer ist und mir blutet ein wenig das Herz, wenn ich sehe, mit was für einer Arroganz streckenweise mit dem Thema umgegangen wird. Mit Kritik sind manche erstaunlich schnell bei der Sache. Ist auch bequemer, als einen Blick hinter die Fassade zu werfen und sich zu fragen, warum eine Übersetzung so ist, wie sie ist.

Ich bin neulich von einer amerikanischen Leserin angeschrieben worden, die über nur geringe Deutschkenntnisse verfügt und daher Google-Übersetzer zur Hilfe genommen hat, um im Blutigen Handwerk zu lesen. Sie fragte mich, ob ich, wenn ich denn fähig dazu sei, meine eigene Geschichte übersetzen könnte, damit sie diese auch mal lesen kann. So reizvoll das auch klingt, aber mir fehlt leider die Zeit und mit Sicherheit auch die Erfahrung. Allerdings würde ich wohl eine eigene Übersetzung einer Fremdübersetzung vorziehen. Ich weiß, was ich mir bei gewissen Szenen gedacht habe und warum ich dieses oder jenes genau so formuliert habe. Und ich würde nicht wollen, dass diese Andeutungen verloren gehen. Überhaupt ist es ein schönes Gefühl, wenn man auch ein potentielles Publikum und Interessenten außerhalb deutscher Gestade hat, ohne dass man mehr machen musste als zu schreiben. Bin nicht mit dem Klingelbeutel von Haus zu Haus gezogen. Schön, dass es noch Leute gibt, die um des Lesens willen lesen, die sich so für eine Geschichte begeistern können, selbst wenn sie sie nicht hundertprozentig verstehen. Das Internet hat viele Türen aufgemacht und obwohl wir nicht immer die gleiche Sprache sprechen, ist es gut zu wissen, dass es Mittel und Wege der Kommunikation gibt. Schließlich zeigt uns der Alltag immer öfter, dass wir keine Fremdsprache sprechen müssen, um uns nicht verstehen zu können. In dem Falle hilft dann leider auch kein Übersetzer.

Meine Geschichten übersetzen...so spannend das auch klingt, aber das ist etwas, das ich momentan nicht ins Auge fassen würde. Der Arbeitsaufwand ist immens und meine Zeit ist rar, sodass ich sie doch lieber fürs Schreiben selbst investiere. Dass es umgekehrt durchaus eine erfolgreiche Praxis sein kann, aus dem Englischen (oder anderen Sprachen) zu übersetzen, hat uns wohl die Übersetzung von Lady Rheenas HdR-Fanfictions gezeigt. Ich wage keinen Trend in dieser Hinsicht vorauszusagen, aber es ist mit Sicherheit auch für einen FF-Autor toll, im Ausland gelesen zu werden. Ich bin mir jedenfalls sicher, dass sich Lady Rheena damals nicht über ihre zahlreichen Reviews beschwert hat, die meines Wissens nach für sie übersetzt wurden. Man muss Fanfiction nicht in sprachlich eingeschränkten Feldern betrachten; es ist wie das Internet selbst allmählich eine Kommunikationsform geworden, die Grenzen überschreiten kann. Und das kann nur im Sinne des Erfinders sein.

Soviel von mir.

Stoffi

Samstag, 24. Oktober 2009

Erklärungsnot


Beim Schreiben kommt es ja doch mal häufiger vor, dass man sich in spezielle Gefilde begibt, die entweder Fachwissen oder Verständnis für entsprechende Abläufe/Mechanismen bedürfen, um eine glaubwürdige Darstellung im fiktiven Kontext zu garantieren. Der Autor hat dafür bekanntermaßen Recherche zu betreiben oder aber ist glücklich genug, entsprechendes Wissen aus eigener Lebenserfahrung angesammelt zu haben. Den Punkt Recherche habe ich hier schon mal zerpflückt, aber nicht vom Standpunkt des Lesers aus.

Neulich stolperte ich über einen Fachtext für Übersetzungsstrategien und sah, dass sich der Übersetzer, um in der Zielsprache nicht existente Fachtermini zu erklären oder aber auf kulturspezifische Andeutungen im Quelltext hinzuweisen, der berühmt-berüchtigten Benutzung von Fußnoten bedient hat. Das hat er dann aber derart inflationär betrieben, dass die Fußnoten teilweise 50% der Seite eingenommen haben. Ich will aber, wenn ich einen Roman oder eine Fanfiction lese, die Geschichte lesen, nicht ergänzende informative Anmerkungen. In einem Roman stolpert man über so etwas sicherlich äußerst selten, und wenn, dann häufiger in Übersetzungen, die den Spagat meistern müssen, wenn etwas in der Quellsprache vorhanden ist, das die Zielsprache nicht hergibt (nehmen wir zum Beispiel die höfliche Anrede im Deutschen, die es im Englischen pronominal nicht gibt - man kennt ja das verkorkste Beispiel "you can say 'you' to me"), ich glaube, in "Fräulein Smillas Gespür für Schnee" findet man die Anmerkung im englischen Text.

In Fanfictions ist das Ganze noch problematischer, da man nicht seitenweise veröffentlicht und demnach keine Fußnoten im wörtlichen Sinne einfügen kann. Und welcher Leser mag es schon, wenn Sternchen andeuten, dass es noch eine Erklärung zum Inhalt oder gewählten Ausdruck gibt, diese dann am Ende des Kapitels stehen und man gezwungenermaßen zum Hin- und Herspringen im Text genötigt wird? Ich streue ergänzende Informationen äußerst selten ein; nötig war es hier und da in meinen HdR-Schmonzetten, da ich mich des Sindarins bedient hatte und dementsprechende Übersetzungen nötig waren, um Verständnis zu ermöglichen.

Aber wie sieht das generell aus? Wie viel Wissen darf man als Autor beim Leser voraussetzen? Gerade in der Belletristik geht es darum, zu unterhalten, nicht primär zu belehren und den Leser auf die Schulbank zu zwingen. Erklärungen kann man natürlich geschickt in den Fließtext einstreuen, durch Beschreibungen diverse Praktiken illustrieren und Wissen vermitteln. Aber gerade in sehr politischen oder juristisch angehauchten Texten Marke Grisham oder Clancy mag es schwierig erscheinen, den Leser nicht zu sehr zu belehren oder aber mit Fachwissen zu überschwemmen. Hier könnte man natürlich argumentieren, dass entsprechende Genres eben ein entsprechendes Publikum haben, das mit dem Vokabular oder den geschilderten Umständen vertraut ist. Aber der Büchermarkt und die dort repräsentierten Genres existieren nicht getrennt voneinander; einen Grisham haben sicherlich hunderte oder tausende von Lesern verschlungen, die keinerlei Ahnung vom Rechtswesen (in den USA) haben. Man kann also nicht einfach eine Käseglocke über den Text stülpen und meinen, er würde ohnehin nur von denen gelesen werden, die ihn sicher irgendwie verstehen.

Ich erinnere mich, vor Jahren ein Robin Cook Buch gelesen zu haben und mich irgendwann überfordert von den medizinischen Termini gefühlt zu haben. Zu fachspezifisch, fast schon zu unnahbar für den Leser. Der Belletristikautor schreibt keine Fachbücher, sondern sinngemäß "schöngeistige Literatur". Ich glaube, es fällt Autoren, deren Tätigkeitsbereich vor dem Beginn der Autorenkarriere andernorts angesiedelt war, schwer, dieses Wissen als nicht selbstverständlich anzusehen. Natürlich sind übermäßig lange Erklärungen ermüdend und bremsen den Fluss einer Story aus, aber den Leser kann man andererseits auch nicht völlig im Dunkeln stehen lassen.

Wieder einmal bietet sich die goldene Mitte an. Aber wie sieht sie aus? Und merkt man als Autor selbst, dass man über die Stränge schlägt? Gut, dass professionelle Autoren immer noch die lieben Korrektoren und Lektoren haben, die sich ihrer annehmen. Im Fanfictionbereich sieht das schon mal anders aus, da nicht jeder einen Beta hat, der zudem noch ein Auge für solche Angelegenheiten hat. Balance ist wie so oft das Ideal, aber jeder, der schon mal auf einer schmalen Brüstung entlang gelaufen ist, weiß, dass es manchmal schwierig sein kann, das Gleichgewicht zu halten.

In diesem Sinne, macht euch einen schönen Abend und vergesst nicht, morgen früh an der Uhr zu drehen!

Stoffi

Dienstag, 20. Oktober 2009

QUALität


Vielleicht kommt es nur mir so vor, aber ich hab das Gefühl, dass jetzt, so gut ein Jahr nach dem absoluten Dark Knight Hype gerade wieder eine "Der Joker ist sooo süüüß" und "eigentlich ist er ja gar nicht so schlimm, er hat auch eine weiche Seite" aus dem Ei gepellt wird und von diversen Neuzugängen im Fandom verkörpert wird. Ich beschwere mich nicht, es ist immer schön, wenn ein Fandom nach anfänglichem Einstauben doch wieder ins Leben zurückgerufen wird, aber die Art und Weise WIE das geschieht, gefällt mir gar nicht. The Dark Knight hatte ein FSK 16 und irgendwie wünscht' ich mir, dass einige Zuschauer des Films diese Altersbegrenzung berücksichtigt hätten. Noch besser wär's allerdings, wenn es ein FSK fürs geistige Alter gäbe, denn es ist denke ich unfair, alle jungen Autoren/Leser über einen Kamm zu scheren und ob ihrer Begeisterung für diverse Fandoms zu belächeln. Aber es gibt halt leider einen Grund, warum Alter in Sachen Fanfiction Schreiben und Lesen stereotypisiert wird. Alles hat irgendwo seinen wahren Grund. Ich kritisiere keine Texte öffentlich und zeige nicht mit dem Finger auf diverse Ergüsse, die meine Fußnägel in die Vertikale zwingen, aber ich finds doch n bissl erschreckend, dass es gerade die OOC und Lovestories mit dem Joker sind, die (für TDK Verhältnisse) viele Reviews bekommen. Ehrlich gesagt hält sich da meine Begeisterung, mit einem Update aufzuwarten, in Grenzen. Ich hab TDK nie als Teenie-Format angesehen, den Joker nicht als Sexsymbol, den man ansabbert und um den man wilde erotische Fantasien spinnt. Aber irgendwie werd ich das Gefühl nicht los, dass genau das allmählich Einzug hält und nein, es gefällt mir nicht. Ist persönlicher Geschmack, ich drehe keinem einen Strick, wenn er gern derartige Formate inhaliert, aber ich finds nun mal nicht besonders...nun ja...fair dem Original gegenüber.

Ganz zu schweigen davon, dass es mir auf den Keks geht, wenn ich jetzt schon e-Mails mit dem Hinweis bekomme, dass jemand, der mir einst Zwei-Zeilen Reviews schrieb, eine Geschichte online hat und ich die doch gefälligst lesen und kommentieren soll. Sorry, aber das ist nicht nur unhöflich, das ist auch verdammt arm. Erinnert mich an das Bild vom bettelnden Autor, der mit Stock und Hut von Mann zu Mann geht, um um Reviews zu bitten. Ehrlich Leute...könnt ihr darauf stolz sein? Wenn ihr wisst, dass ihr Feedback nur dem Umstand zu verdanken habt, dass ihr andere Leute penetrant mit der Nase auf eure Geschichten stoßt? Ich kann mich über so ein Feedback nicht freuen und daher praktizier ich sowas auch nicht. Und ehrlich gesagt stoßen mich derartige "Einladungen" eher ab, als dass sie mein Interesse wecken.

Ich bin müde...und ich bin es leid, in so einem Kreis zu veröffentlichen. Zeitlich siehts für ein Handwerk-Kapitel diese Woche schlecht aus, aber ich denke, ich bekomme Scar Tissue mal wieder hin. Zumals da keine Reviews zum Beantworten gibt ;)

Das wars auch schon von meiner Seite aus. Macht euch nen schönen Abend!

Stoffi

Montag, 12. Oktober 2009

Ausgelutscht


Es bricht diese herrlich atmosphärische Zeit zum Schreiben an, im Herzen des Herbstes, und ich bleibe nicht ganz davon verschont. Bester Ausdruck hierfür ist wohl mein neues Layout, in stimmungsvollem Orange gehalten für das kommende Halloween-Fest. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber in dieser Zeit des Jahres juckt es mir immer besonders in den Fingern. Hunderte Ideen strömen auf mich ein, von denen ich mindestens 4/5 schon im selben Moment wieder verwerfe, aber kaum eine unter ihnen ist wirklich originell.

Eine Gruselgeschichte zu schreiben, weil Halloween naht, eine Weihnachtsgeschichte für den Dezember im Sinn haben...das ist glaub ich schon eine so abgegriffene Routine, dass Ergebnisse aus solchen Gedankenspielen selten innovativ genug sind, um im Gedächtnis des Lesers kleben zu bleiben. Oder? In Sachen Film geht es mir immer so, dass ich besonders in Herbstzeiten, wenn's draußen ungemütlich und stürmisch wird, Lust hab, einen atmosphärischen oder gruseligen Film zu schauen. Neulich war Sleepy Hollow dran, The Nightmare Before Christmas liebäugelt jetzt schon mit mir. Nennt es visuelle Stimulation, aber es fördert meine eigenen mehr oder weniger kreativen Gedanken, ist irgendwie Schlüsselreiz, etwas Unheimliches zu schreiben. Letztes Jahr war das mehr als passend. Im Oktober saß ich noch fleißig an den ersten Kapiteln von Scar Tissue und das ein oder andere Element, wie z.B. die Halloweenparty hatte ich schlichtweg meiner Herbst-Laune zu verdanken.

Aber...besteht denn noch "Bedarf" für solche Geschichten? Ich meine jetzt nicht Dark Knight, sondern generell das Genre. Oder ist es schon ausgelutscht, wie im Moment so schön auf FF@OBL in Sachen Contest-Thema diskutiert wird? Schwer zu sagen. Nicht jeder Markt ist berechenbar, und die Fanfiction-Ecke erachte ich in gewisser Hinsicht als solchen; als Umschlagplatz für Fiktion. Welche Themen sind in dieser Saison in? Steht man immer noch auf Traditionelles? Ich glaube, so viele Macken die Leserwelt auch hat, aber gewisse Trends sterben allmählich aus. Die Mary-Sue ist längst nicht mehr so populär in der FF-Welt wie noch zu ihrer Sternstunde vor einigen Jahren. Natürlich ist das auch abhängig von der Zielgruppe und deren Alter und Interesse an diversen Fandoms. War gestern noch Legolas Objekt der wildesten Sue-Fantasien, ist es nun ein glitzernder Vegetariervampir.

Vielleicht ändern sich auch gar nicht die Bedürfnisse des Lesers, vielleicht verschieben sie sich auch nur. Möglicherweise ist eine Halloweengeschichte gar nicht so abwegig, man muss sie nur ins dicht gefüllte Vampirgenre schmuggeln. Oder eine herzerweichende Weihnachtsgeschichte rund um ein neues Sabberobjekt stricken. Oder aber man verzichtet ganz auf Fanfiktion und versucht sich an den Originalen. Allerdings weiß ich nicht, wie abgetragen Standardthemen wie diese dort sind. Wäre mal ein Querlesen wert, sozusagen im Sinne der Marktforschung. Bevor Fragen aufkommen - nein, ich schreibe gerade keine Halloweenstory und auch keinen Weihnachtskitsch, aber muss gestehen, dass meine Muse sich gerad von Impressionen mästen lässt. Nun ja, solange es ihr wohl bekommt, lass ich sie machen.

Viel Spaß euch, was auch immer ihr gerade schreibt :)

Stoffi

Sonntag, 11. Oktober 2009

Abgeblogt


Asche auf mein Haupt, ich vernachlässige mein kleines Plaudereckchen wirklich drastisch in letzter Zeit. Das liegt nicht daran, dass mir die Themen ausgehen oder ich nichts von der Schreibfront zu berichten hab, ich hab lediglich viel zu tun und ehrlich gesagt dieses Blögchen fast schon vergessen. Aber nein, soweit kommt's nicht; ich pflege das Dingelchen schon seit knapp einem Jahr (zumindest an diesem Ort) und bin froh, dass es wächst und gedeiht, auch wenn Leser wie auch Interessen kommen und gehen...das ist glaub ich der Lauf der Dinge; nichts bleibt auf ewig in Stein gemeißelt. Ich ertappe mich in letzter Zeit dabei, meine Updates ein bisschen schleifen zu lassen und das tut mir sehr leid. Bevor jetzt einer spekuliert und meint, das läge an der Abstinenz der Leserschaft, der irrt sich. Mir fehlt im Moment die Zeit, mich mit Updates und Veröffentlichen zu beschäftigen, weil's ja doch nicht in fünf Minuten getan ist. Alles formatieren, Reviews beantworten (haha, als ob mich das noch überfordern könnt :P) und den Zeitplan im Auge behalten. Ich muss sagen, ich habs letzten Donnerstag zwar ohnehin nicht vorgehabt, ein Kapitel zu posten (zumal ich Stormy immer noch zwei Antworten schuldig bin), aber ich hätte es wohl bei allem Herumgewusel ohnehin vergessen.

Schreibtechnisch bin ich dennoch nicht untätig. Natürlich kann ich nicht mehr so viel Zeit und Energie investieren wie noch vor ein paar Wochen, aber es ist ein entspannender und notwendiger Ausgleich für mich, den ich sehr genieße. Auf Wordcounts geb ich nichts, muss ich sagen. Ich steh nicht drauf, mich unter Druck zu setzen, wenn schon 90% meines restlichen Tages genau daraus bestehen. Robyn und Finn kommen sich allmählich näher und es ist irgendwie stimmungssteigernd, wenn sich das Wetter draußen allmählich dem im Text angleicht. Im Moment muss ich mir sogar auf die Finger klopfen, keinen Weihnachtstext zu schreiben. Schlimm ist das, es sind noch 2 1/2 Monate hin, aber der Weihnachtsflair liegt (nicht zuletzt Dank des Massenkonsums) schon in der Luft. Mich verzaubert diese Zeit immer wieder aufs Neue, weil sie schöne Assoziationen weckt. Allerdings sind Weihnachtsgeschichten genauso abgedroschen wie Schnulzen. Hilfe, ich fürchte, ich entwickle mich doch zu einem Arzt-Roman-Pseudo-Autor *hust* na ja, was solls. Wenn ich mich schon den ganzen Tag mit intellektuellem Quark herumschlage, möchte ich wenigstens in meiner Freizeit n bisschen Weichspüler haben. Was hoffentlich nicht heißt, dass es qualitativ unter aller Sau sein und vor Klischees nur so strotzen wird. Ich hab nach wie vor noch Würde in mir *lach*

Wundert euch bitte einfach nicht, wenn ich nicht mehr den strengen Rhythmus bei den Updates einhalte. Das ist nicht Absicht, sondern vielmehr Verpeiltheit meinerseits. Und ich denke, so wirklich tragisch vermissen wird mich eh keiner auf der FF-Spielwiese. Da ist ja schon seit Monaten die Luft raus. Zumindest für mich. Entweder mach ich was falsch, wenn ich seh, WAS reviewt wird und was nicht; wahrscheinlich muss ich mich da wohl angleichen...oder aber ich bin andererseits nicht gut genug und muss härter an mir feilen. Für meine Dark Knight Babies fehlt mir dafür im Moment ehrlich gesagt die Kraft. Ich investiere meine Energie nach wie vor lieber in aktuelle Projekte und ich muss sagen...auch wenn weder Scar Tissue noch das Handwerk perfekt sind, sinds doch zwei der besten Geschichten, die ich je fabriziert hab (was nicht gerade für meine noch älteren Kamellen spricht *prust*). Dass diese Ansicht ein Publikum nicht teilt, das immer noch mein Erstlingswerk für supertoll hält, ist etwas, womit ich leben muss. Wichtiger sind für mich die Maßstäbe, die ich mir selbst setze, und ich ruh mich nun mal nicht gern auf Asbach Uralt aus, sondern versuch mich zu steigern. Eine neue Geschichte ist nicht automatisch Garant dafür, aber es ist ein Anfang. Und solange man immer noch schreibt, ganz gleich, wie laut oder stark das Echo ist, hat man das eigentliche Ansinnen dieses Hobbys nicht aus den Augen verloren.

Hach ja, ein bisschen was von allem heute...aber ich wollt nur sagen, dass es mich noch gibt!
Macht euch einen schönen Sonntag!

Stoffi

Sonntag, 4. Oktober 2009

Mythos Lesertreue


Ich finde es von Zeit zu Zeit faszinierend, in Reviews anderer Werke hineinzuschnuppern und einen Querschnitt in Sachen Leserschaft zu beobachten. Mancherorts liefern viele gleiche Gesichter ihren Beitrag in der Reviewsektion, oft auch storyübergreifend. Ist das Lesertreue, wie man sie von den "richtigen" Autoren und deren Fans kennt? Leser, die jeder Neuerscheinung entgegen fiebern und diese kaufen, selbst wenn sie Gefahr laufen, mit der Thematik nicht viel anfangen zu können oder enttäuscht zu werden? Und, was noch viel entscheidender ist - darf man als Autor so vermessen sein und diese Leser als Selbstverständlichkeit ansehen, kaum dass man sie erfolgreich "geködert" hat? Und kann man sich auf das kritische Auge jener etwas blind folgenden Leserschaft verlassen und davon ausgehen, dass Feedback nicht nur Schönfärberei ist?

Ich hab einige Genresprünge hinter mir. Manche Leser sind mir gefolgt, andere abgesprungen, wieder andere haben sich gelegentlich blicken lassen, oder auch neue Weggefährten haben sich einigen Geschichten angeschlossen. Aber kann man sich verlassen, dass das auch so bleibt? Ich wage mal ein ganz klares und vielleicht auch niederschmetterndes Nein in den Raum zu werfen. Es spielen einfach zu viele Faktoren in den Leseprozess mit ein. Man kann noch so begeistert vom Stil eines Autors sein, wenn die Thematik nicht meins ist, verliere ich irgendwann die Lust, weiterzulesen. Stil allein hält mich nicht bei der Stange, gleiches gilt für Handlung. Beides muss irgendwo stimmen, und es ist glaub ich nichts Neues, dass es unmöglich ist, den Geschmack aller Leser zu treffen. Interessen des Lesers spielen genauso mit hinein wie die des Autors; die wenigsten bleiben in einem Genre/Fandom hängen und gehen stattdessen das Risiko ein, damit Anhänger zu verlieren (bzw. dadurch vielleicht auch neue zu gewinnen). Der Leser ist keine Maschine, sondern hat ein Leben, hat Interessen, hat Pflichten.

So geht's mir momentan. So gern ich mal wieder gepflegte Fiktion lesen würd (sei's Romane oder Fanfictions), ich finde im Moment absolut keinen Draht dazu (was an den Unmengen von Forschungsliteratur liegen mag, die ich mir gegenwärtig einverleibe) und bin im Gegensatz froh, wenn ich in den Momenten, in denen ich Zeit habe, selbst schreiben kann. Trotz all dieser Argumente mag ich das Phänomen des "treuen (aber dennoch kritischen) Lesers" nicht zerreden. Es gibt sie und eigentlich könnte man sich eine Scheibe von ihnen abschneiden, denn sie haben auch keine 48h-Tage, sondern quetschen das Lesen oft noch in jede verfügbare Nische. Ich kann sowas nicht, so leid es mir tut. Das ist keine Frage der Einstellung, sondern der Beschaffenheit. Wenn mein Kopf zugepackt ist, fällt es mir schwer, das Lesen zu genießen, bzw. dann auch noch eine verwertbare Kritik dazu zu schreiben.

Was treue Leser angeht; sprich, solche, die mir über längere Zeit gefolgt sind, habe ich nicht viele vorzuweisen. Jaja, zeigt mir nen Vogel und deutet auf meine Reviewzahlen, aber das hat nichts damit zu tun. Genreübergreifend verglichen sind's die wenigsten, die wirklich viel mitgemacht haben *lach* Aber das ist nichts, worüber ich traurig sein müsste. Eher im Gegenteil. Ich freue mich, dass es sie noch gibt und bin dankbar, denn ich weiß, dass ich schon mal ne ziemliche fiktionale Achterbahn hinlege, der nicht jeder folgen kann oder folgen mag.

Was ich sagen will, ist...liebe Autoren...seht eure Leser nicht als selbstverständlich an oder geht gleich auf die Barrikaden, wenn sie zwei, drei Kapitel hinterher hinken. Freut euch darüber, dass sie manchmal die Zeit finden, sich mit euren Arbeiten zu beschäftigen und diese dann auch entsprechend entlohnen. Man freut sich vielmehr über Reviews, die man nicht voraussetzt; ganz gleich ob von bekannten oder unbekannten Gesichtern.

In diesem Sinne, macht euch nen schönen Sonntag!

Stoffi

Dienstag, 29. September 2009

Geheimniskrämerei


Ich frag mich ja immer, was manche Leute auf ihren Favoritenlisten stehen haben, wenn sie sie bei ff.de "nicht öffentlich" einstellen. Mir erschließt sich auf den ersten Blick nicht wirklich der Sinn, weshalb man so etwas machen sollte. Klar kann ich da nur von mir ausgehen und sagen, dass ich meine Favoriten nicht verstecken muss, denn sie sind sehr sorgfältig ausgeguckt und nicht nur temporäre Lieblinge. Warum also die Favoriteneinträge verstecken?

Was ich ganz oft lese, ist die Argumentation, dass viele Geschichten in ihren Listen stehen haben, die sie noch gar nicht gelesen haben, aber für interessant befanden. Um sie also später lesen zu können, wurden sie auf die Liste gesetzt. Um nicht des Schwarzlesens bezichtigt zu werden (etwas, von dem sich niemand freisprechen kann), wurden Listen danach auf privat gesetzt. Da wäre es doch fast wünschenswert, wenn es doch noch eine "Will ich noch lesen" Liste gäbe, auf der diese unentschlossenen Geister ihren potentiellen Lesestoff packen könnten.

Zweiter...nun...ich nenne es einfach mal "Vorwand": Leute wurden von auf Listen vermerkten Autoren angeschrieben, doch gefälligst Feedback dazulassen. Etwas, das man geschickt umgeht, wenn man auf keiner Statistikliste auftaucht. Aber andererseits sag ich mir: ist doch nicht mein Problem, wenn der Autor mit dem Hut durch die Reihen geht und Reviewspenden erbittet. Man kann mir zehnmal derartige Mails schicken, deswegen muss man sich doch nicht zum Reviewen genötigt fühlen. Ignorieren tut's auch, deswegen muss ich meine Lesevorlieben nicht verstecken.

Dritte Theorie: die auf der Liste vermerkten Geschichten sind dem Nutzer selbst peinlich, wahrscheinlich voller Sues, PWP und was weiß ich nicht mehr, sodass er sie nicht der Öffentlichkeit preisgeben will und lieber unter Verschluss hält. Ganz á la "Nee, sowas les ich doch nicht".

Dann gibt's noch die bekannte These, dass Autoren jammern, wenn sie von Listen gekickt werden. Wahrscheinlich vermeidet man mit nicht öffentlich zugänglichen Listen, dass man anderen auf den offensichtlich zu langen Schlips tritt, will nicht unhöflich erscheinen, den Autor nicht beleidigen oder kränken oder aber nur sicher vor seiner erschütternden Rache sein.

Sicherlich gibt es noch andere Gründe, aus den favorisierten Geschichten ein Geheimnis zu machen, ich mache es auch keinem zum Vorwurf, dies unter Verschluss zu halten. Ich finds nur rein anteilsmäßig interessant, wie häufig von dieser Option Gebrauch gemacht wird. Für mich würde sich sowas allein deshalb schon nicht lohnen, weil ich viel zu selten zum FF-Lesen komme und daher ohnehin länger suchen muss, bis ich was Patentes finde, das ich dann auch noch auf die Listen setze. Aber ich sags mal so - wenn ich was auf die Liste setz, dann nicht aus nem Impuls oder momentanen Begeisterung raus. Ein Text muss mehr als nur gut lesbar und unterhaltsam sein, wenn er auf meine Liste will, mich bei der Stange halten, auch wenn ich ein recht liederlicher Leser bin (*entschuldigend zu Stormy schiel*). Wenn ich etwas interessant finde, aber noch sehen will, ob es wirklich empfehlenswert ist, gibts die schönen RSS-Feeds, bzw. Lesezeichen in meinem Browser, kein Grund also, Bäumchen-Wechsle-Dich mit meinen Favoritenlisten zu spielen. Aber gut, ich bin nur Gelegenheitsleser, jemand, der täglich ein Dutzend Geschichten liest oder sucht, wird das bestimmt anders sehen. Jedem, wie ihm beliebt.

Ich gönne mir den Rest des Abends mit Finn und Robyn auf dem Balkon. Ich zumindest werde meinen Spaß haben und dabei lecker Gemüse-Lasagne verdrücken. Lasst den Dienstag kreativ ausklingen!

Stoffi

Freitag, 18. September 2009

Schwere Geburt


Ja, so könnte man Kapitel 7 wirklich betiteln. Aber ich will mich nicht beschweren, es ist gestern fertig geworden und hat sogar einen richtig schönen Schlusssatz bekommen. Dennoch ist es ein...na ja...nicht unwichtiges, aber relativ ereignisloses Kapitel. Viel Einblick in Robyns Gefühlschaos und ja, ich hab sie ein bisschen jammern lassen. Ist ja auch nur menschlich. Trotzdem hat das Kapitel seine Längen und ich finde irgendwie keinen Weg, da was rauszukürzen. Leser, sofern ich denn welche haben werde, müssen also damit leben, dass sie von dem Kapitel eventuell genervt sein werden. Dafür verspricht Nummer 8 wesentlich spaßiger zu werden. Ich freue mich auf hitzige Wortgefechte und physische Schmerzen. Muha. Ich lerne Penny, Robyns gute Seele (und nicht selten ein böses Teufelchen, das auf ihrer Schulter platziert zu sein scheint) immer mehr lieben. Ich mag exzentrische Charaktere, und Penny bringt gleich einen ganzen Haufen Ticks mit, für die man sie gern verwünschen möchte. Ich wäre ja unglaublich gespannt, was andere zu meinem Finn sagen würden. Ich bin immer noch unentschlossen, ob ich ihn hassen oder lieben soll. Ach, und dabei sind wir noch lange nicht zum Kern dieses Charakters vorgedrungen.

Es liegt ne lange Strecke vor mir, fürchte ich. Aber ich will nichts zusammenkürzen und zusammenraufen. Klar, es machts letztlich lesefreundlicher und steigert die Dynamik, aber es nimmt gleichzeitig meinen Charakteren die Tiefe. Da lass ich nicht mit mir diskutieren. Zu richtiger Romantik sind wir immer noch nicht vorgedrungen. Meine beiden Schätzchen machen es sich aber auch nicht leicht. Missverständnisse hier, böse Ausrutscher da...ja, die stellen sich an wie ein Tausendfüßer beim Stepptanz - es ist ein permanentes Beinstellen und Hinfallen. Alles andere wäre aber auch irgendwie öde, oder?

Unerwartetes Feedback ist in den letzten Tagen bei mir eingetrudelt, das ich erst jetzt gelesen habe und worüber ich mich sehr freue. Gleichzeitig kam aber auch eine Mail, bei der ich ehrlich gesagt überlegt hab, ob ich überhaupt antworten soll. Wieder mal eine Anfrage á la "Reviewst du bei mir?" Ausgerechnet wieder jemand, der mir selbst schon mal Feedback geschrieben hat. Wie reagiert man darauf, ohne unhöflich zu erscheinen? Ich meins ja wirklich nicht böse, aber ich schreib keine Reviews, um welche im Gegensatz von der entsprechenden Person zu bekommen. Und noch weniger lass ich mir Lesestoff aufdiktieren. Es ist was anderes, wenn ich mal probelesen soll, aber ein Aufruf ganz nach dem Motto "Ich hab bei dir reviewt, jetzt bist du dran" find ich unpassend. Ich zwinge niemanden dazu, meine Geschichten zu lesen, geschweige denn zu reviewen. Ich freue mich, wenn beides getan wird, aber ich sehe mich nicht dazu verpflichtet, beim anderen reinzuschauen. Wenn ich es mache, dann, weil mich etwas auch anspricht. Find ich schade, dass sowas immer noch kursiert.

Wie dem auch sei, ich hab noch ein paar Stunden Zeit, die ich fürs Schreiben investiere. Macht euch einen schönen Abend und kommt gut ins Wochenende!

Stoffi

Samstag, 12. September 2009

Wunschkonzert


Hab neulich mal eine Abhandlung gelesen, in der es um die Interaktion zwischen Leser und FF-Autor ging und bin da an einem Argumentationspunkt hängen geblieben, der mich ein wenig hat grübeln lassen. Jener Punkt besagte in etwa, dass der Leser Wünsche äußern und der Autor darauf eingehen soll. Automatisch hab ich hinterfragt, ob ich das selbst so handhabe.

Vielleicht ist es auch nur eine unglückliche Formulierung gewesen, aber für mich besteht ein klarer Unterschied zwischen Anregungen und Wünschen. Anregungen haben für mich was mit konstruktiver Kritik zu tun. Natürlich entspringen die auch rein subjektiven Leseeindrücken, aber weisen auf Unklarheiten im Text oder Logikfehler, etc. hin. Auf Anregungen gehe ich ein, lasse sie mir durch den Kopf gehen und ziehe Änderungen in Betracht. Ich springe aber nicht sofort, wenn jenem dies und anderen jenes nicht gefällt. Für mich ist das deswegen keine Kritikunfähigkeit, solange ich mich mit dem Feedback auseinander setze. Kritische Anmerkungen haben ihre Berechtigung, aber nicht jede Anmerkung hat zwingend ihre Richtigkeit und entspringt, wie gesagt, reiner Subjektivität.

Meinen Lesern Wünsche zu erfüllen, ist aber etwas, das ich nicht als meine Verpflichtung als Hobbyautor ansehe. Ich bin nicht der Nikolaus und auch nicht der Osterhase und ich schreibe auch keine interaktiven Fanfictions oder Geschichten, in denen der Leser den Fortgang der Handlung herbeiwünscht oder selbst angibt. Bin doch keine Marionette. Anders ist das bei so genannten Wichtelgeschichten, wenn man sich gegenseitig mit einer kleinen Geschichte beschenkt, aber sowas hab ich noch nie geschrieben.

Noch kurioser finde ich diesen "Wunsch-Punkt" allerdings in Anbetracht einer fortgeschrittenen Geschichte. Wenn jetzt einer z.B. zu Scar Tissue ankommen würd und sagte: "Ich wünsche mir, dass dieser Drecksack von Talburne abnippelt", würd ich doch nicht nach Lesewunsch meinen kleinen Fiesling abschießen, wenn es so im Plot nicht vorgesehen war. Ich weiß nicht, ob nachvollziehbar ist, was ich meine, aber die Geschichten, die ich online stelle, sind oft so weit fortgeschritten, dass grundlegende inhaltliche Änderungen gar keinen Platz mehr finden oder unmöglich werden. Ich hab bisher 2 alternative Kapitel auf Anregung von Stormy geschrieben, aber online steht (zum Glück) keins von beiden, einfach, weil's reine Ausnahmen waren. Keine Ahnung, worin mein Widerstreben begründet liegt, es den Lesern dahingehend recht machen zu wollen. Ich hab schon trotz zahlreicher Bitten für einen dritten Teil nach "Sonne über Ithilien" das Fandom gewechselt (und ja, ihr dürft dankbar sein, dass ich euch von einem weiteren Kitschbrocken verschont hab).

Dahingehend bin ich glaub ich einfach zu sehr Egoist. Ich kann nicht schreiben, was andere von mir erwarten. Ich muss es schreiben wollen. Da kann mir jemand mit einer grenzgenialen Idee und zahlreichen Vorschlägen kommen, wenn sich der Schalter nicht umlegt, schreib ich keine müde Zeile. Vielleicht liegts auch daran, dass ich nicht gerne Ideen entlehne. Selbst wenn sie als Anregung oder Inspiration direkt an mich herangetragen werden. Wenns nicht mein eigener Einfall ist, fühlt es sich komisch an, etwas Längeres zu schreiben. Außerdem...weiß nicht...bin ich der Meinung, dass - wenn man denn schon Wünsche und Vorstellungen hat - diese auch getrost selbst aufschreiben kann. Wie heißt es so schön? Schreib die Geschichte, die du unbedingt lesen willst. Und nicht: Schreib die Geschichte, die dein Leser von dir erwartet.

Schreiben ist ein sehr egoistischer kreativer Prozess, in erster Linie ist es Arbeit, die ich für mich selbst leiste; sei es als Verarbeitung von Gedanken, Gefühlen oder Erlebnissen, oder aber, weil mich selbst eine Idee so dermaßen fesselt, dass ich sie niederschreiben muss. Im Prozess ist - zumindest bei mir - der Leser völlig ausgeklammert, so blöd das auch klingt. Da gehört die Geschichte nur mir, ich selbst erfreue mich daran, ärgere mich darüber oder verarbeite meine persönlichen Vorlieben und Wünsche. Wenn es dann irgendwann mit geneigten Lesern geteilt wird, ist es immer noch meins, und es bleibt auch meins, aber ich erhalte im Idealfall zusätzlich Meinungen, Kritiken und Gedanken von außerhalb, die ich mitnehmen und überdenken kann. Aber ich verbiege mich nicht, um es dem Leser genehm zu machen, das muss ich ganz ehrlich sagen. Ich bin kein Ghostwriter.

Es ist ne andere Sache bei Rechtschreibung, Grammatik, Formalem oder Logiksachen; da ist es mir selbst unangenehm, wenn wirklich blöde Fehler online stehen bleiben. Sofern ichs nicht vergesse, setze ich Anmerkungen auch um, aber ich lass mir wirklich ungern in den Inhalt reinreden. Ich schreibe keine perfekten Geschichten, nicht für jeden sind sie nachvollziehbar, bei weitem nicht jedem gefallen sie, mein Stil spricht nicht jeden an und meine eigens erschaffenen Charaktere regen auch niemanden dazu an, einen Fanclub zu entsprechenden Figuren zu gründen. Aber all das sind Teile meiner Geschichten und gleichzeitig Teile von mir. Einen Inhalt umzukrempeln, z.B. einen Charakter vor dem geplanten Ableben zu verschonen oder ein eigentlich trauriges Ende in ein Happy End umzupulen, ist für mich, wie dazu genötigt zu werden, sich einer Schönheitsoperation zu unterziehen. Klar, nachher finden einen alle anderen oft schöner und sind zufrieden, aber das bin dann nicht mehr ich. Ich bin nicht fehlerfrei, demnach sind es meine Geschichten ebenso wenig. Aber sie sind in ihrer Form aufrichtig und authentisch, geben in irgendeiner Form das wieder, was mich zurzeit des Entstehens beschäftigt oder bewegt hat.

Perfektionisten mögen mich nun faul schimpfen, aber ich sag damit nicht, dass ich rein gar nicht überarbeite. Nein, ich streich schon fleißig und gehe über diverse Absätze drüber, die mir zäh von der Hand gingen. Ich möchte nur ungern, dass meine Inhalte auf den Kopf gestellt werden - es sei denn, sie sind völlig abstrus und verdienen es, vernichtet zu werden. Keine Ahnung, wie man sowas wirklich als einen grundlegenden Punkt in der "Beziehung" Leser/Autor ansehen kann. Ich krieg schon zu spüren, dass ich nicht das schreibe, was jeder lesen will, aber ich fühle mich gut dabei, und das ist doch die Hauptsache. Ich lass mich nicht in meiner Kreativität beschneiden oder richte meinen Plot so aus, um möglichst viele Leser bei der Stange zu halten. Weniger ist in dem Sinne wirklich mehr. Nichts gegen Anmerkungen oder Wunschäußerung. Aber ich sehe mich nicht verpflichtet, Wichtel für den Leser zu spielen. Vor allen Dingen dann nicht für solche, die sich erst eine Geschichte wünschen, und von denen man dann nicht mal ein Sterbenswörtchen hört.

Als Beta hab ich auch öfters auf meiner Unterlippe rumgekaut, weil mir Plottwists nicht gefallen haben oder ich inhaltlich andere Vorstellungen gehabt hätte. Ich habe diese auch immer geäußert, aber nicht vorausgesetzt, dass der Autor diese auch unbedingt berücksichtigt. Bei aller Kritik sollte man dem Autor noch die Freiheit lassen, selbst entscheiden zu dürfen, was er/sie schreiben möchte oder nicht, und diese Entscheidung dann auch respektieren, ob man sie nun gutheißt oder nicht.

Soviel von mir. Ich hab endlich ein paar Minuten, um mir Robyn zur Brust zu nehmen. Die Frau jammert mir gerad ein bisschen zu viel, dem muss ich nun den Riegel vorschieben.

Ich wünsche einen schönen Samstagabend!

Stoffi

Sonntag, 6. September 2009

Große Erwartungen...


...traue ich mich gar nicht mehr zu hegen und ich glaube, das ist auch besser so. Wovon ich rede? Von Veröffentlichungen in neuen Fandoms/Genres. Ich glaube, man hegt immer automatisch eine gewisse Erwartungshaltung, wenn man sich traut, eine Geschichte auf die Öffentlichkeit loszulassen, was Feedback angeht. Zumindest erhofft man sich überhaupt irgendeine Resonanz, eine Reaktion, sei sie nun überwiegend kritisch oder lobend. Mir kann keiner erzählen, dass er's nur zur Belustigung der Leute online stellt. Ich teile mich doch mit, um ein Echo auf meine Texte zu bekommen, um in Erfahrung zu bringen, was ich besser machen und was vielleicht schon in Ordnung so ist.

Fanfiction ist nun mal ein sehr interaktives Medium, dessen Möglichkeiten man bestmöglich nutzen möchte. Aber kann man wirklich erwarten, dass man gelesen wird? Es vielleicht sogar voraussetzen? Ich muss sagen, ich bin da sehr vorsichtig geworden. Nur weil man in einem Fandom erfolgreich war, heißt das noch lange nicht, dass man überall die Offenbarung ist oder auf ähnliche Resonanz stößt.

In gewisser Weise fängt man bei Null an, sieht sich neuen "Kollegen" gegenüber, die vielleicht mit einer ganz anderen Qualität aufwarten können als die übrigen Mitstreiter in einem anderen Fandom. Die Lesergruppierungen und -interessen sind zumeist andere, das Genre an sich birgt neue Herausforderungen. Ich glaube, man KANN sich gar nicht auf alten vertrockneten Lorbeeren ausruhen und es als gesetzt ansehen, Feedback zu erhalten. Es ist ein bisschen wie ein Sprung ins kalte Wasser.

Warum ich drüber nachdenke? Hm, weil ich überlege, ob ich mein freies Werk irgendwann tatsächlich online stellen soll. Die Sparte "Liebesromanzen" ist auf ff.de wesentlich stärker frequentiert als das einstaubende Dark Knight Eckchen; will heißen, dass man schnell "durchgereicht" wird, was Veröffentlichungen angeht. Demnach verringert sich die Chance, wirklich bemerkt zu werden. Dann hab ich mal ein bisschen exemplarisch Beispielgeschichten herausgepickt und angelesen, um mir ein Bild vom dort gängigen Stil und Niveau zu machen, und ich muss sagen, dass da zahlreiche interessante Sachen darunter zu entdecken sind, bei denen man sich selbst wieder unglaublich klein und unfähig vorkommt. Nächste Sache: Slash. Ich bin kein Slash-Verfechter, hab aber auch nichts gegen solche Geschichten, solange sie gut geschrieben sind. Jedenfalls scheinen sie sich da ein wenig zu häufen. Die guten alten Het-Stories scheinen sich also auch geringerer Beliebtheit zu erfreuen als noch vor ein paar Jahren. Alles in allem fällt mein Resümee dahingehend aus, dass ich mir keine großen Hoffnungen mache, mit meinem kleinen Dingelchen in den freien Werken Fuß fassen zu können.

Macht aber nichts, denn die Schreiberfahrung ist die Arbeit auf jeden Fall wert und stellt mich vor neue Herausforderungen. Ich mag mir nicht wirklich Chancen ausrechnen, dass die Story wirklich gelesen wird. Lieber mit keiner oder geringer Erwartung rangehen, als dann bitter enttäuscht zu werden, weil man zu hoch hinaus wollte. Umso mehr freut man sich dann auch, wenn es doch jemanden gibt, der lesen mag.

Ich setze ebenso nicht voraus, dass mir Leser in alle Fandoms und Genres folgen, ich hab da glaub ich schon ein paar entgegensätzliche Haken geschlagen, genauso wenig geb ich was auf "Wah, ich will das dann unbedingt lesen, wenns online steht" oder bild mir was drauf ein. Nehmts mir nicht übel, Leute, aber ich hab das in 7 Jahren schon sehr oft gehört und nur ein schwindend geringer Anteil hat dem anfänglichen Begeisterungsgeplapper auch wirklich Taten folgen lassen. Irgendwann resigniert man einfach. Ist besser, als sich auf irgendwas zu verlassen und es als sichere Option stehen zu lassen. Ich sehe es ja selbst an mir, dass ich wankelmütig bin, was Lese- und Schreibstoff angeht. Daher mach ich es auch keinem zum Vorwurf, wenn sich Interessen verschieben oder man trotz Ankündigungen doch nichts von manchen Leuten hört. Ist halt so und ich renn da keinem hinterher und geh ihnen auf die Nerven.

Die Frage ist halt, ob es einem gelingt, neue Leser zu gewinnen, ob man in einem neuen Genre überzeugen kann oder nur vorgehalten bekommt, dass man in der Fanfiction-Sparte besser aufgehoben ist. Ich hege keine Ambitionen, mich bei den freien Werken einzunisten. Eigentlich ist mir das ehrlich gesagt eine Nummer zu groß und ich bin immer noch nicht sicher, wie gut ich es meistere. Aber es ist halt mal wieder ein Experiment, das nötig ist.

Ich glaub, keiner kann sich seines Feedbacks sicher sein; selbst die nicht, die den Dreh mit der Massentauglichkeit raus haben. Denn so wie der Autor eine Erwartungshaltung seinen Lesern gegenüber hat, hat auch der Leser eine gegenüber dem Autor. Er will unterhalten werden und nicht immer auf banalstem Niveau. Den Nerv des Lesers zu treffen, ohne ihn vorher richtig zu kennen, ist ein kleines Abenteuer. Letztlich kann man spekulieren, bis man wirr im Kopf wird - man wird nie erfahren, wie ein Text ankommt und ob er gelesen oder gar kommentiert wird, wenn man ihn auf der Festplatte versauern lässt. Daher auch auf die Gefahr hin, dass nichts als eine Nullrunde herausspringt, werde ich nach wie vor eine Veröffentlichung in Betracht ziehen, wenn sich die Geschichte weiter so entwickelt wie im Moment. Denn es läuft gut. Kapitel 5 ist bisher das längste und erwartungsgemäß gestern fertig geworden, Kapitel 6 verspricht spaßig zu werden und meine Charaktere haben die Zügel längst selbst in der Hand. Vielleicht kann ichs ja irgendwann auf sie schieben, wenn ich totalen Schrott fabriziere :P Jaja, um Ausreden nie verlegen, ich weiß.

So...und nachdem ich heut schon ordentlich geschwitzt hab, leg ich mal für ein halbes Stündchen die Füße hoch und gönne mir eine heiße Tasse Tee. Lasst die Woche gemütlich ausklingen!

Stoffi

Montag, 31. August 2009

Kitsch-o-rama


Kapitel 3 meines Schmonzettchens schreitet beschwingten Schrittes voran, eine Idee hat mich noch genötigt, den Zeitrahmen ein wenig nach vorn zu verschieben, aber das ist nicht weiter tragisch. Jaa, noch ist nicht viel in romantischer Richtung passiert. Ich mag's nicht, wenn alles holterdipolter geht, ich machs meinen Protagonisten gern mal schwerer. Aber trotzdem hab ich das Gefühl, das Kitschbarometer ganz schön ansteigen zu lassen. Ich weiß nicht so recht, worans liegt. Wenigstens malt Robyn noch keine rosa Herzchen an den Rand ihres Tagebuchs. Und dank Penny kommt denke ich ne ordentliche Prise Humor in die Geschichte. Wenn man so jemanden als beste Freundin hat, braucht man glaub ich keine Feinde mehr. Was wäre aber ein Setting wie New York ohne seine Exzentriker? Ich weiß noch nicht, wie viel ich in diesem Kapitel unterkriegen kann, aber wenn das in dem "Tempo" weitergeht, kann der erste Kuss noch ein Weilchen auf sich warten lassen.

Ich versuche so gut es geht die Klischeekiste zu umschiffen, aber es ist ein einziges Riff, ein schmaler Grat und ich bin nicht besonders gut darin, das Gleichgewicht zu halten. Gut, ich werde mir sicherlich verkneifen, meine beiden über irgendwelche "Klippen" springen oder die "höchsten Gipfel" erklimmen zu lassen, aber das Genre ist so dermaßen abgedroschen, dass meine Kitschsensoren regelmäßig ausschlagen.

Ich mag einfach nichts schreiben, hinter dem ich nicht hundertprozentig stehe. Wenn ich nicht mich selbst halbwegs überzeugen kann, wie soll das dann beim Leser funktionieren? Wenn ich beim Schreiben die Nase rümpfe, wird es auch der Leser später tun. Ich bin mir dessen bewusst, dass nicht jeder Leser eine Aversion romantischer Klischeeschmonzetten gegenüber hat, dass viele sogar darauf abfahren. Aber ich klammere beim Schreiben den Leser aus. Es heißt, ein Autor schreibt für seinen idealen Leser; sprich, er stellt sich seine Zielgruppe und deren Wahrnehmung des Textes vor. Und so bequem es vielleicht wäre, auf die Klischeeliebhaber abzuzielen, so weiß ich doch, dass ich mich dabei selbst betrügen würde. Schreib, was du selbst lesen würdest. Wenn aus meinem Schmonzettchen also ein Arztroman werden sollte, könnt ihr sicher sein, dass es das Licht der Öffentlichkeit nicht erblicken wird.

Noch bin ich nicht ins Schlingern geraten, das Schreiben geht nach wie vor lässig und gut von der Hand, aber nur weil etwas locker-fluffig ist, muss es nicht völlig abgedroschen sein. Einerseits hätt ich gern jemanden zum Gegenlesen, andererseits werkle ich gerade zu sehr dran rum, sodass Überarbeitungen noch nicht auszuschließen sind. Hm. Ich fang schon wieder an, unsicher zu werden. Nicht was den Plot und die Charaktere angeht, die sind ein eingespieltes Team; es ist nur meine alte (Ab)Scheu vor dem Genre. Ich weiß, selbst schuld, hätt ja nix anfangen müssen. Aber Ideen haben ihren eigenen Willen. Und es ist die Story, die gerade am fleißigsten von der Hand geht, die ersten 12,000 Wörter stehen bereits und es macht ja auch Spaß. Vielleicht sollte ich einfach mal die Zweifel Zweifel sein lassen und schauen, was so zu Papier kommt. Kitsch kann ich auch nachher noch eliminieren. Noch hab ich keinen tiefen Augenkontakt, kein Hauchen, kein Herzklopfen. Wäre auch ein bisschen früh dafür. Aber was Kitsch ist und was nicht, liegt wie so vieles im Auge des Betrachters, und auf diese Meinung muss ich vorerst einfach noch verzichten. Vielleicht nicht nur vorerst, sondern überhaupt. Aber solange mir beim Schreiben vor lauter visueller Karies keine Zähne ausfallen, sollte alles im grünen Bereich sein.


Ich widme mich Robyn, die gerade verzweifelt versucht, Penny von einer ziemlich fiesen Idee abzubringen. Mal sehen, ob sie erfolgreich ist. Die Chancen stehen eher schlecht ;)

Ich hoffe, ihr hattet einen guten Start in die Woche!


Stoffi

Dienstag, 28. Juli 2009

Alleinunterhalter

Ja, so fühl ich mich im Moment ein bisschen in der Sparte Dark Knight. Ich meine...klar, der Film ist nicht mehr der aktuellste und mittlerweile hat sich auch der Hype um Heath Ledgers tragisches Ableben gelegt...aber was ist mit denen, die seine Leistung als Joker als zeitlos bezeichnet haben? (no pun intended) Wo sind all die begeisterten Batmanfans hin? Seht euch das mal an, so sieht gerade die Updateleiste auf ff.de aus:
Klar, ich weiß, wir haben alle ein Leben da draußen, ich habs auch, aber es ist irgendwie traurig, dass im Moment im Fandom so ne tote Hose vorherrscht. Seht mal, ich hab das Handwerk letzten Donnerstag aktualisiert, seither gabs nur von meiner Warte aus Updates. Zu Schlagzeiten, als ich gerade angefangen hab, Scar Tissue online zu stellen, gab es täglich Updates von mindestens 2 bis hin zu 5, 6 Geschichten. Nicht übermäßig, aber doch eine ordentliche und lebendige Zahl. Dass sich Interessen verschieben ist völlig legitim, aber ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum wirklich weit fortgeschrittene Geschichten auf einmal stillstehen und das Interesse offensichtlich so derb nachgelassen hat.

Klar, ich schreib im Moment auch bei den X-Men, aber deswegen ist meine Begeisterung für den Film und den Joker nicht gesunken. Natürlich wirkt sich das nicht nur auf die Seite der Schreiberlinge aus, auch vonseiten der Leser kommt nur noch wenig. Damit meine ich nicht zwingend meine Feedbackausbeute allein (Danke an dieser Stelle an alle, die sich immer noch durch meinen Wörterdschungel kämpfen), generell fasst kaum noch einer was ab; auch ein Grund, warum der ein oder andere die Lust am Fandom verliert. Ich finds schade und verstehe an dieser Stelle wieder mal Leser nicht, die die Geschichten lesen und wohl auch mögen, aber nichts dalassen. Man sieht bei Dark Knight gerad recht deutlich, wie so ein Leseverhalten die Motivation anderer Autoren schmälert. Dass gelesen wird weiß ich zumindest dahingehend, dass die Klicks kein bisschen nachgelassen haben. Ich würds schade finden, wenn Dark Knight als Fandom irgendwann einstaubt. Ich bemüh mich jetzt schon, Spinnwebenbildung zu verhindern und hoff, dass ich nicht länger Alleinunterhalter bin. Wer weiß, worans liegt, die Entwicklung geht nur schon seit Monaten so und ich finds schade, weils der Film einfach nicht verdient hat.

Abwarten, irgendwann kommt die Begeisterung hoffentlich wieder zurück. Gestern ist noch Kapitel 3 fertig geworden, an die 4 setz ich mich nachher noch, aber erstmal...such ich mir was zu essen und freue mich über den endlich (und hoffentlich sicher) gebuchten Wohnheimsplatz. Engländer schreiben die niedlichsten E-Mails.

Nun denn, kommt gut durch den Tag!

Stoffi

Donnerstag, 16. Juli 2009

Zwischen Tür und Angel


Heut auch nur ein kurzer Post, bin gerad erst heim gekommen und müde und will mich eigentlich nur noch ins Schreibprogramm verkriechen, um alles in Worte zu packen, was mir heut durchs Köpfchen gegeistert ist. Trotzdem hab ich noch was zu sagen, sonst würd ich nicht bloggen. Zuerst: Entschuldigung an alle Reviewer vom Handwerk, ich habs nicht geschafft, bis heute alle Reviews zu beantworten. Das hole ich morgen nach, ihr müsst also nicht denken, dass ich nicht auf eure Gedanken eingehe, ich habs heut schlichtweg nicht in meinen Zeitplan bekommen und hab schon befürchtet, heut kein Update hinzubekommen. Aber wie gesagt, ihr bekommt eure Antworten. Bis dahin ein großes Dankeschön an Jathy, Stormy und Phoebs, ich weiß eure Mühe sehr zu schätzen, will euch aber gerecht werden und euch nicht mit nem schnöden "Danke" abspeisen. Das hat euer Feedback nicht verdient. Ich hoffe, ihr verzeiht mir die Verspätung.

Ansonsten hab ich noch ein kleines Video in petto, das gestern Abend noch fertig geworden ist. Reverie Hawk, einer meiner eigenen Charaktere in "ZeitLos" wird da etwas genauer vorgestellt. Ich wünsche viel Spaß.



Habt einen schönen Abend!

Stoffi

Montag, 29. Juni 2009

Die (Stoff-)Pferdeflüsterin

Feelings are intense
Words are trivial
Pleasures remain
So does the pain
Words are meaningless
And forgettable...

Ich lass mich eigentlich selten zu irgendwas bequatschen; erstrecht wenn es ums Schreiben von Geschichten geht. Das ist ne Sache, die von ganz allein kommen muss und bei der ich mir auch keine Pistole auf die Brust setzen lasse. Aber es gibt auch Situationen, in denen ich mit mir verhandeln lasse. Es ist kein Geheimnis, dass ich vor überaus romantischen Szenen oder Sex-Kapiteln zurückschrecke. Geschrieben hab ich die auch, aber es ist halt lange her, ich bin da recht eingerostet. Aber wenn es dann nicht nur eine von mir überaus geschätzte und bewunderte Autorin gibt, die sich nicht nur dazu herablässt, meinen Blödsinn zu lesen, sondern die sich auch noch mit mir austauscht, meinen Kram auch noch mit tiefsinnigen und bereichernden Kommentaren versieht, lass ich mich doch mal erweichen. Die Rede ist von Stormy, die angedeutet hat, sich doch ein paar Lichtpunkte in der allzu düsteren Welt von Gotham City zu wünschen.

Für alle noch verbliebenen Scar Tissue Leser, die Kapitel 15, bzw. 16 noch nicht gelesen haben sollten, erfolgt nun ein kleiner Spoiler, mit dem allerdings alle leben können...denke ich.

Es gibt diese Szene, in der Erin Scott mitten in der Nacht im Krankenhaus besucht, um Abschied von ihm zu nehmen, weil sie aus Gotham fliehen will. Auf seine Bitte hin bleibt sie bei ihm und verbringt die Nacht mit ihm. Das ist allerdings nur angedeutet; ich scheue mich nicht nur vor expliziten Sexkapiteln, ein solches Kapitel hätte den Plot ausgebremst und meines Erachtens der Story einen Stempel aufdrücken können, den ich vermeiden wollte. Scar Tissue hat das 18-er Rating nicht wegen sexuell expliziter Inhalte...

Lange Rede, kurzer Sinn, Stormy hat mir den Floh ins Ohr gesetzt, mich mal daran zu versuchen und Erin wenigstens ein bisschen Spaß in der Story zu lassen. In einer Nacht- und Nebelaktion und mit intensiver Beschallung von Depeche Modes "Enjoy the Silence" in Dauerschleife ist letztlich eine 14-seitige Schmonzette der Extraklasse herausgekommen *lach* und oh mein Gott, ja...ich hätte bei jedem dritten Satz in die Tischkante beißen können.

Ich habe kein Problem mit Sexkapiteln, sie sollten nur einen anderen Zweck erfüllen, als rattige Leser anzuziehen, die darauf erpicht sind, nen Softporno im Schriftformat zu lesen. Ich streue Sex nur dann explizit ein, wenn er handlungstragend oder bedeutend für die Entwicklung eines Charakters ist - zumindest ist das der Anspruch, den ich heute an mich stelle. Wenn ich Bumsgeschichten lesen möchte, kauf ich mir Arztromane am Bahnhof oder Bücher, auf denen sich eine halbnackte Schönheit an eine starke (natürlich ebenfalls nackte) Männerbrust lehnt, aber ich erwarte es nicht von einer Fanfiction, auch Fanfic(k)tion zu sein. Wie dem auch sei, jaa, ich hab mich bequatschen lassen und nun gibt es doch noch, nachdem Scar Tissue seit 2 1/2 Monaten auf meinem Rechner abgeschlossen ist, ein Zusatzkapitel 15.5. Es hat mich überrascht, wie schnell und problemlos ich wieder in Erins Welt eingetaucht bin. Ich habe nichts nachlesen müssen, war sofort wieder drin; vielleicht auch, weil noch nicht soo viel Zeit verstrichen ist (obwohl ich Kapitel 15/16 im November letzten Jahres geschrieben hab *grübel*), wer weiß.

Online wird dieses Kapitel allerdings (aus oben genannten Gründen) nicht kommen, auch wenn es zugegeben Spaß gemacht hat, es zu schreiben. War wieder ne kleine Herausforderung und ein Gerangel mit dem inneren Schweinehund, der sich bislang so vehement dagegen gesträubt hat, in die NC-17 Sparte zu rutschen.

Wer an diesem schlüpfrigen Lesestoff interessiert ist, kann mir ne Mail zukommen lassen: Stoffpferdchen@web.de
Da aber weder der Joker noch Bruce Wayne darin involviert sind, wird sich die Anfrage wohl in kleinem Rahmen bewegen *g*; die Option stelle ich dennoch.

Abschließend wollte ich noch mal hier einen Dank an (Stoff-)Pferdeflüsterin Stormy loswerden, die sich getrost was drauf einbilden kann, dass ich auf ihr Zureden hin geschrieben hab. Das gelingt nicht vielen :P Und danke für deine lieben Worte! Du bekommst heut noch ne Mail von mir :)

Startet gut in die Woche!

Stoffi


Donnerstag, 4. Juni 2009

Ein Dankeschön


Ich habe gestern und heute insgesamt sicher zwei Stunden (ok, mit Unterbrechungen) an Reviewantworten fürs Blutige Handwerk gesessen. Nicht, weil es jetzt eine bahnbrechende Anzahl war, sondern weil jeder einzelne Kommentar, den ich diesmal zu beantworten hatte, voller so vieler Gedanke war, dass es schon einer intensiveren Auseinandersetzung bedurft hat.

Zum ersten Mal hat mein ff.de Mail-Account angezeigt, dass die versandte Mail zu lang war *lach* Zweimal! Wahnsinn. Wenn so intensive Gedanken kommen und ich sehe, wie hier stellenweise zwischen den Zeilen gelesen wird, was in Details hineininterpretiert wird...es ist toll. Mehr kann und will ich mir nicht wünschen. Leser wie diese bringen mich immer wieder zum Strahlen, zum Grübeln, zum Diskutieren, zum Hinterfragen meiner eigenen Zeilen, sie sind meine größte Stütze, mein Wegweiser, Entwicklungshelfer sozusagen.

Ein schnödes Danke erscheint mir da irgendwie immer zu wenig, wenn ich diese beeindruckenden Reviews beantworte. Es steht in der FF-Welt nicht unbedingt an der Tagesordnung, dass Leser so viel Zeit und Mühe investieren. Ich erwarte von niemandem seitenlange Reviews, gehe nicht mit dem Maßband an den Scrollbalken, um abzuwägen, ob eine Mindestlänge eingehalten wurde...darum geht es bei Feedback nicht. Ich freue mich über ein Lebenszeichen, freue mich, wenn mal ab und an gesagt wird "hey, ich lese und es gefällt/gefällt nicht und warum", aber wenn ich sehe, was da manchmal für Gedanken zum Ausdruck kommen und wie sehr sich einige Leser mit einer FF beschäftigen - das ist dann immer wie die kandierte Kirsche auf dem Sahnehäubchen (nur leckerer *lach*).

Ich kann nicht viel mehr tun, als "danke" zu sagen und mich durch eure Worte ermutigt zu fühlen. Alles andere würde dann glaub ich als "Bestechung" durchgehen. Aber ich hoffe, einige von euch, die gemeint sind, lesen das hier. Ich weiß, ihr könnt euch von meinem Danke und meinem Lächeln, meinem Strahlen, meiner Freude an euren Worten nichts kaufen, aber ihr sollt zumindest wissen, dass mir jede Kritik, jedes Lob, jeder Gedanke unglaublichen Ansporn verleiht. Ich sag euch das immer wieder in meinen Reviewantworten und ich denke, ich langweile euch schon damit. Aber gerade heute will ich das nochmal loswerden, wenn ich sehe, dass ich 10 Seiten Rev-Antworten geschrieben hab...und eigentlich nur verwundert den Kopf schütteln kann. Also nochmal zum Mitschreiben und zum Stoffi-den-Hals-umdrehen-weils-nervt: DANKE!

An der Schreibfront geht so einiges...wenn Elena wie am Ende des 25ten Kapitels meint, das Gefühl zu haben, als lüftete sich der Vorhang zum letzten, alles entscheidenden Akt, hat sie damit gar nicht mal so Unrecht. Es warten noch ein fieser Meuchelmord, Batmanaction, einige Erkenntnisse und Überraschungen zum Finale hin darauf, geschrieben zu werden. Und dann? The End. Mal sehen, wie lang das noch wird.

Schreiben ist mal wieder im Moment das beste Ventil, um Ärgernisse und Enttäuschungen des Alltags rauszulassen, wenns schon auf anderen Wegen auf taube Ohren stößt.

Macht euch einen schönen Abend!

Stoffi

Dienstag, 21. April 2009

Lost along the way


Wow, was für eine Umfragebeteiligung. Hier lesen ja doch mehr Leute mit als ich dachte. Faszinierend, faszinierend.

Derzeit beobachte ich die Feedbackentwicklung zu Scar Tissue mit immer mehr Fragezeichen. So langsam kristallisiert sich ein harter Kern heraus. Dass es Leserverluste geben würde, war mir klar, aber ich finds schade, dass man einfach so nix mehr hört nicht mal n Warum...na ja, ich kanns nicht ändern, wer nicht will, der hat schon, zu "Nachholversprechen" sag ich gleich gar nichts mehr, die Chance, dass ich da wirklich noch mal jemanden wiedersehe, ist erfahrungsgemäß in etwa so groß, wie gegen den Wind zu pinkeln und dabei nicht vom eigenen Strahl getroffen zu werden. *g*
Dabei sehe ich, wie ab und an neue Leser jetzt noch dazustoßen. Das ist die andere Seite der Medaille und die freut mich sehr. Gibt einem nicht ganz so das Gefühl, totalen Scheiß zu fabrizieren.

Heute war wieder Büro-Dienstag, an dem ich mich mehrere Stunden in ein kleines Kabuff abschotten konnte, um zu schreiben - gänzlich ohne jedwede Ablenkung (so hat man ja das böse W-Lan um gaaaanz kurz nach Mails zu schauen...jaja). Die Hälfte vom neuen Kapitel ist fertig, ich setz mich gleich noch dran und gestalte die pikante Szene fertig, morgen hab ich dann wieder eine etwas ruhigere Szene vor mir. So wie's aussieht, wird es in der neuen Story auch n bissl mehr von Bruce Wayne geben. Zumindest ist er schon für zwei, drei sehr relevante Szenen im ersten Viertel der Geschichte eingeplant und ich freu mich sogar drauf. Ich hab mich ab der Hälfte von Scar Tissue so richtig warm geschossen, jetzt gehen alle Dark Knight Charas locker flockig von der Hand, ich muss eigentlich nicht mehr denken, meine Finger müssen nur ihren Dienst erledigen. Toll!

Wenn ich heut noch genug geschafft hab, setz ich mich an das nächste Weathered Kapitel, das die gute Stormy in ihrem sympathischen Perfektionismus doch noch mal überarbeitet hat *lach* Auch wenn mir jetzt die Vergleichswerte flöten gehen, bin ich schon gespannt, wie's weitergeht. Hab gestern erst den Trailer zu "Wolverine" gesehen...hmmmm...viel Hugh Jackman. Ich steh sonst nicht auf Muskelmasse, aber bei dem kann man sich sicher sein, dass prozentual genau so viel Hirn bei der Vergabe an ihn abgegeben wurde. Mal schauen, ob ich Zeit find, mal wieder das Kino zu invasieren. Traurigerweise hat mich seit Dark Knight nichts mehr so wirklich vom Hocker gehauen, und das ist schon ein ganzes Weilchen her. Na ja, bei dem schönen Wetter bietet sich's eh an, lieber mit dem Rad ne Runde zu drehen. Hier in meiner Umgebung haben wir ja z.T. wirklich grausame Berge, aber mit n bissl Training hängt man da bei der dritten Auffahrt auch nicht mehr wie ein Schluck Wasser in der Kurve.

So, genug gelabert, ich mach mich ans Tippen und gönn mir dann noch etwas mutantischen Lesegenuss.

Stoffi



Montag, 20. April 2009

Alpha, Beta, Gamma


Nach mehrstündigem Kampf gegen widerspenstige Rasenmäher und zähe Grasbüschel sitze ich hier und werde gerade von himmlischer Lustlosigkeit erfüllt. Ich bin müde, mir ist kalt, aber wenigstens mit dem Schreiben klappt's. Kapitel 2 ist fertig und die 3 hat auch schon 4 Seiten. Es macht Spaß, mal alles aus ner völlig neuen Perspektive zu schreiben, auch wenn ich dann leider auf den Joker POV verzichten muss. Aber ich glaub, es hat auch was Reizvolles, nicht zu wissen, was in seinen wirren Gedanken so los ist und deshalb kann man ihn trotzdem glaubhaft schildern, denke ich. Na, mal schauen. Irgendwie juckts mir ja schon in den Fingern, mit dem Gedanken zu spielen, es online zu stellen, aber da ist ein Vorsprung von 4 Teilen weggeschmolzen wie nichts. Ich fürchte, ich muss mich noch ein wenig gedulden. Bis dahin erfreue ich mich an dem Wahnsinnsfeedback, das mich bislang zum neunten Kapitel erreicht hat! Wow! Ich hab gestern und eben nicht schlecht gestaunt!! Wahnsinn, was sich manche Leser für eine Mühe geben. Um Himmels Willen, ich erwarte von keinem eine Kritik á la Reich-Ranicki, aber dass das Feedback, das ich bisher erhalten habe, fast ausschließlich über ein "Toll weiter" hinausgeht, finde ich erstaunlich und wirklich klasse. Damit hätte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet! Danke an dieser Stelle an Stormy, Midna, Suse und Lab, ihr bekommt alle noch eure wohl verdienten Antworten!

Was ich neulich andernorts verfolgt habe, war die Diskussion über Beta-Leser. Ist es ein Muss, einen zu haben? Werden viele den Anforderungen dieser Aufgabe überhaupt gerecht? Heißt einen Beta zu haben automatisch, dass der Text perfekt ist? Muss der Beta sich nur um Rechtschreibung/Grammatik oder auch um Logiksachen kümmern? All das waren so Fragen, die da aufgekommen sind und es ist erstaunlich, wie viele unterschiedliche Ansichten es zu diesem Thema gibt. Ich bin selbst Beta-Leser, bzw. versuche mich seit etwa einem halben Jahr daran und muss sagen, dass es eine interessante Aufgabe ist, einen Text zu korrigieren und gegebenenfalls zu verbessern. Aber natürlich muss das Miteinander stimmen. Wenn man einen Schützling hat, der sich rein gar nichts zu Herzen nimmt, fragt man sich, wozu man sich die Arbeit überhaupt macht, drauf hinzuweisen. Andererseits sollte ein Beta eine Geschichte nicht an sich reißen und nach eigenem Gutdünken verändern wollen. Beta zu sein, heißt Hilfestellungen zu geben, zu sehen, was der Autor beim Schreiben selbst übersehen hat. Was der Autor daraus macht, ist letztlich ihm/ihr überlassen, aber wenn man schon einen Beta sucht, sollte man ihm auch die Gelegenheit einräumen, Sachverhalte zu verändern. Ich hab dahingehend eigentlich nur positive Erfahrungen gesammelt, aber trotzdem werde ich wohl, wenn mein Schützling die Story beendet hat, das Betalesen bleiben lassen. Mir wird einfach die Zeit fehlen.

Durch das Betalesen lernt man aber selbst viel dazu und es ist schön zu sehen, wie man die Entwicklung eines Schreiberlings live mitverfolgen und unterstützen kann. Ich selbst habe keine(n) Beta, bitte höchstens ab und zu Vertraute, bestimmte Sachen gegenzulesen, wenn ich eine Zweitmeinung vor Veröffentlichung brauche, bzw. mir unsicher bin. Ist einfach eine Gewohnheit bei mir geworden, weiß auch nicht. Vielleicht gewöhn ichs mir ja andersrum noch an.

Was mich wiederum manchmal stutzen lässt, sind Geschichten, in denen sich offenkundig bei einem Beta-Leser bedankt wird, in deren Text es vor (teils wirklich primitiven) Fehlern nur so wimmelt. Anstatt zu korrigieren, dichten leider viele erst noch Fehler hinzu, scheint mir. Wie kann ich mich selbst aber als Beta anbieten, wenn ich nicht einmal firm in Sachen wie Rechtschreibung bin?? Sowas schreckt einen auf der Beta-Suche wirklich ab. Ich meine...man muss sich nur vorstellen, wie man einen Text korrekturgelesen zurückbekommt und erstmal selbst die dazu geschriebenen Fehler ausmerzen muss. Uff...nee, das würd mich ärgern.

Und weil mich das Thema gerade irgendwie interessiert, dachte ich mal, ich probiere die Umfragefunktion aus. Beteiligung ist natürlich erwünscht! :)

Ich widme mich nun dem netten Intermezzo zwischen dem Joker und Elena und wünsche euch einen guten Wochenstart!

Stoffi

Samstag, 18. April 2009

Es grünt so grün...


...wenn Spaniens Blüten blüh'n...nein, ich drifte nicht zu My Fair Lady ab, aber mir war nach ein bisschen mehr Farbe in meinem Blog. Das klassische Beige/Braun hat mir zwar sehr, sehr gut gefallen, aber es ist durchaus an der Zeit für ein bisschen was Neues. Außerdem war ein Frühjahrsputz in Sachen Blog mal wieder nötig; die Leseempfehlungen mussten dringend überarbeitet werden, sodass sie sich auf die Projekte beschränken, die ich derzeit aktiv verfolge, dann hab ich noch ein, zwei Gadgets hinzugefügt. Ich lese unglaublich gern in Blogs, daher gibts nen Blogroll und außerdem eine Daily Quote Funktion zum Thema Schreiben. Was will man mehr. Ich überleg noch, ob ich ne Umfragefunktion einbauen soll, aber erstens müssten mir dafür gescheite Fragen einfallen und zweitens weiß ich gar nicht, wie viele hier auf dem Blog herumstreuseln (von meinen lieben Blogverfolgern abgesehen) und ob es sich daher überhaupt lohnen würde, auf Meinungsfang zu gehen, auch wenn das nur bedeuten würde, dass man nur klicken und nix schreiben muss :D Na mal sehen, hinzufügen kann man ja später immer noch.

Ansonsten kann ich stolz verkünden, dass ich eine Zusammenfassung für "Blutiges Handwerk" fertig habe! Juhu! Jaja, zeigt mir ruhig nen Vogel, aber für mich ist es unglaublich schwierig, einen komplexen Plot in ein paar Worten zusammenzufassen. 68 Wörter ist die Zusammenfassung lang, 8 mehr als bei Scar Tissue, ich denke, das bewegt sich noch im passablen Rahmen. Geschrieben hab ich erst ne Seite, aber da ich jetzt erstmal für ein paar Stunden sturmfrei hab, werd ich mir ne Kanne Tee kochen, die Finger knacksen lassen und in die Tasten hauen.

Das Update für morgen hab ich vorbereitet, noch ein paar Extraabsätze eingebaut *zu Stormy schiel*, Reviewkommentare sind noch nicht ganz fertig, aber die kann ich zur Not auch morgen vollenden. Joah...und dann bin ich gespannt, wie so die Meinungen unter den Lesern sein werden. Anlauf ist genug geholt, jetzt kommt der Stein ins Rollen und bald werden sich die Ereignisse überschlagen. Ich weiß, ich kann die blöden Wortwitze heut nicht lassen. Auf jeden Fall freu ich mich schon auf Kapitel 10, das dann am 29. online gehen wird. Hach, das ist so eines der Kapitel, die ich sogar richtig gern mag. Aber ich will hier nicht rumspoilern oder zu viel versprechen, muss jeder für sich selbst wissen.

Küche ist fertig, alles ist sauber und man hat den Eindruck, wieder in einer WOHNung zu sein. Mitte August geh ich noch zum Peter Fox Konzert und 'Wire to Wire', meine inoffizielle persönliche Scar Tissue-Schreib-Hymne, läuft in Dauerschleife auf meinem Schleppi. Was will ich mehr an einem wolkenverhangenen Tag? Mir scheint es nicht so zu gehen wie Stormys Weathered - Charakter Flashwind, deren Emotionen das Wetter bestimmen. Schade eigentlich. Andererseits hätt ich dann jetzt nen Sonnenbrand. Hm. Ich laber schon wieder zu viel. Entschuldigt. Kommt gut durch den Samstag!

Stoffi