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Montag, 31. August 2009

Kitsch-o-rama


Kapitel 3 meines Schmonzettchens schreitet beschwingten Schrittes voran, eine Idee hat mich noch genötigt, den Zeitrahmen ein wenig nach vorn zu verschieben, aber das ist nicht weiter tragisch. Jaa, noch ist nicht viel in romantischer Richtung passiert. Ich mag's nicht, wenn alles holterdipolter geht, ich machs meinen Protagonisten gern mal schwerer. Aber trotzdem hab ich das Gefühl, das Kitschbarometer ganz schön ansteigen zu lassen. Ich weiß nicht so recht, worans liegt. Wenigstens malt Robyn noch keine rosa Herzchen an den Rand ihres Tagebuchs. Und dank Penny kommt denke ich ne ordentliche Prise Humor in die Geschichte. Wenn man so jemanden als beste Freundin hat, braucht man glaub ich keine Feinde mehr. Was wäre aber ein Setting wie New York ohne seine Exzentriker? Ich weiß noch nicht, wie viel ich in diesem Kapitel unterkriegen kann, aber wenn das in dem "Tempo" weitergeht, kann der erste Kuss noch ein Weilchen auf sich warten lassen.

Ich versuche so gut es geht die Klischeekiste zu umschiffen, aber es ist ein einziges Riff, ein schmaler Grat und ich bin nicht besonders gut darin, das Gleichgewicht zu halten. Gut, ich werde mir sicherlich verkneifen, meine beiden über irgendwelche "Klippen" springen oder die "höchsten Gipfel" erklimmen zu lassen, aber das Genre ist so dermaßen abgedroschen, dass meine Kitschsensoren regelmäßig ausschlagen.

Ich mag einfach nichts schreiben, hinter dem ich nicht hundertprozentig stehe. Wenn ich nicht mich selbst halbwegs überzeugen kann, wie soll das dann beim Leser funktionieren? Wenn ich beim Schreiben die Nase rümpfe, wird es auch der Leser später tun. Ich bin mir dessen bewusst, dass nicht jeder Leser eine Aversion romantischer Klischeeschmonzetten gegenüber hat, dass viele sogar darauf abfahren. Aber ich klammere beim Schreiben den Leser aus. Es heißt, ein Autor schreibt für seinen idealen Leser; sprich, er stellt sich seine Zielgruppe und deren Wahrnehmung des Textes vor. Und so bequem es vielleicht wäre, auf die Klischeeliebhaber abzuzielen, so weiß ich doch, dass ich mich dabei selbst betrügen würde. Schreib, was du selbst lesen würdest. Wenn aus meinem Schmonzettchen also ein Arztroman werden sollte, könnt ihr sicher sein, dass es das Licht der Öffentlichkeit nicht erblicken wird.

Noch bin ich nicht ins Schlingern geraten, das Schreiben geht nach wie vor lässig und gut von der Hand, aber nur weil etwas locker-fluffig ist, muss es nicht völlig abgedroschen sein. Einerseits hätt ich gern jemanden zum Gegenlesen, andererseits werkle ich gerade zu sehr dran rum, sodass Überarbeitungen noch nicht auszuschließen sind. Hm. Ich fang schon wieder an, unsicher zu werden. Nicht was den Plot und die Charaktere angeht, die sind ein eingespieltes Team; es ist nur meine alte (Ab)Scheu vor dem Genre. Ich weiß, selbst schuld, hätt ja nix anfangen müssen. Aber Ideen haben ihren eigenen Willen. Und es ist die Story, die gerade am fleißigsten von der Hand geht, die ersten 12,000 Wörter stehen bereits und es macht ja auch Spaß. Vielleicht sollte ich einfach mal die Zweifel Zweifel sein lassen und schauen, was so zu Papier kommt. Kitsch kann ich auch nachher noch eliminieren. Noch hab ich keinen tiefen Augenkontakt, kein Hauchen, kein Herzklopfen. Wäre auch ein bisschen früh dafür. Aber was Kitsch ist und was nicht, liegt wie so vieles im Auge des Betrachters, und auf diese Meinung muss ich vorerst einfach noch verzichten. Vielleicht nicht nur vorerst, sondern überhaupt. Aber solange mir beim Schreiben vor lauter visueller Karies keine Zähne ausfallen, sollte alles im grünen Bereich sein.


Ich widme mich Robyn, die gerade verzweifelt versucht, Penny von einer ziemlich fiesen Idee abzubringen. Mal sehen, ob sie erfolgreich ist. Die Chancen stehen eher schlecht ;)

Ich hoffe, ihr hattet einen guten Start in die Woche!


Stoffi

Sonntag, 30. August 2009

Mimikry


Ich hab mir kürzlich ein Buch zugelegt, das auch in meiner momentanen Leseliste steht, von dem ich aber wohl schnell wieder die Finger lassen werde, wenn in den nächsten 50 Seiten keine Besserung eintritt. Christopher Ransoms "Haus der vergessenen Kinder" klang vom Klappentext her furchtbar interessant, hab schon lang keine subtile Gruselgeschichte mehr gelesen und musste bei Inhaltsangabe an "The Orphanage" denken, einen Film, den ich wirklich gelungen fand. Tja...angefangen hab ich vor knapp einer Woche und ich bin jetzt noch nicht wirklich weit. Liegt einerseits ganz klar daran, dass ich wie eine Besessene geschrieben hab und demnach weniger Lust zum Lesen hatte, andererseits aber auch an einem delikaten Detail, das mir mit jeder weiteren Seite sauer aufstößt. Hier versucht jemand ganz angestrengt Stephen King zu kopieren und das auf nem Niveau, bei dem sich mir die Fußnägel hochrollen. Er klaut nicht wirklich, aber man merkt beim Lesen, dass er richtig darauf versteift ist, ähnliche Atmosphäre zu kreieren wie King. Mit dem Unterschied, dass es King kann und er nicht. Nicht nur das, er greift Elemente auf, die King für gewöhnlich clever mit tieferer Bedeutung versieht, nur dass sie in diesem Buch keinen Sinn ergeben. Alles wird zwangssexualisiert, der Protagonist denkt alle zwei Seiten über seinen Ständer nach und die Gruselmomente sind alles, nur nicht gruselig. Der Plot wird viel zu schnell aufgezogen, dass es einfach nur unglaubwürdig wirkt, sondern auch jegliche Spannung aus der Handlung nimmt. Ransom verpasst es, sich Zeit für Charakterisierung zu lassen; überhaupt mangelt es in seinem "Werk" an einem Personenensemble, das der Bezeichnung "Roman" würdig wäre. Als wäre das nicht schlimm genug, fasst er bei den Charakteren, die er drin hat, sämtliche Stereotypen ab.

Am witzigsten ist jedoch sein Nachwort zu seinem Buch, in dem er sich als großer King-Bewunderer bekennt. Äh...ja. Hätte man ja gaaar nicht gemerkt. Da stellt sich mir die Frage, wie viele solcher Mimikry-Werke den Büchermarkt überschwemmen? Besonders kategorisch dürfte das Prinzip der Nachahmung im Bereich der Vampirbücher funktionieren, die sich momentan absoluter Beliebtheit erfreuen. Aber anstatt damit an den Erfolg ihrer Vorbilder anzuknüpfen, geben sie nur wirklich lächerliche Kopien ab, die versagt haben, einen eigenständigen Stil zu entwickeln.

Klar, beim Lesen wird man zwangsläufig von anderen Autoren beeinflusst, das geht glaub ich gar nicht anders und ist auch wichtig für eine weitere Entwicklung, aber zwanghaft versuchen, andere Autoren zu imitieren, find ich irgendwie daneben. Wenn man eine Geschichte erzählen will, sollte man immer noch eigene Worte dafür finden und nicht ganze Schreibweisen oder Motive abkupfern und diese dann auch noch drittklassig verarbeiten. Wir alle haben unsere Vorbilder und lassen uns von ihnen inspirieren, aber bei allem äußeren Einfluss ist das Schreiben - meines Erachtens - ein so intimer Vorgang, in dem man die einmalige Gelegenheit hat, pur und unverfälscht man selbst zu sein, die eigenen Worte und den eigenen Weg zu finden, diese aufs Papier zu bringen. Warum also platt nachäffen? Mit Hommage hat das nicht viel zu tun - besonders nicht, wenn dann so ein Schrott wie im oben genannten Beispiel bei rauskommt.

Das hat mich wirklich ein wenig abgeschreckt. Man muss kein Stephen King sein, um qualitativen Horror zu schreiben; man muss sich nicht der gleichen Werkzeuge bedienen wie er, muss nicht krampfhaft seinem Stil nacheifern. Geht eh nicht. Nur King kann schreiben, wie ein King nun mal schreibt. Er hat seinen Trott, seinen Faden, seinen Zugang zur Welt der Fiktion gefunden. Das ist was, das jeder Autor selbst stemmen muss, und meiner Meinung nach der einzige Weg, sein Potential voll auszuschöpfen. Wie gesagt, ich geb dem Buch noch eine Gnadenfrist, aber wenn ich die nächste misslungene King-Referenz lesen muss, landets ganz hinten im Regal oder wird als Spende der lokalen Bibliothek überlassen.

Wenn man kopieren muss - sei es Gedankengut oder Stil - hat man in der Sparte Schreiben nichts verloren. Kreativität zeichnet sich durch geistige Eigenleistung aus, nicht durch die beste Nachahmung.

Schreibtechnisch geht es weiterhin mit großen Schritten voran. Ich glaube, es war eine gute Idee, dieses Schmonzettchen anzufangen, das sich doch wesentlich lockerer schreiben lässt als ein Ausflug in psychologische Abgründe. Das brauche ich gerade, um den Kopf ein wenig aufzulockern nach all dem Schwermut, den ich innerhalb des letzten Jahres fabriziert habe. Kapitel 2 will ich gleich noch fertig schreiben. Fakt ist, dass ich mich jetzt schon ein bisschen in drei meiner Charaktere verknallt hab. Rein platonisch gesehen natürlich. Ich hoffe nur, dass die nächtlichen Exzesse ein Ende finden. So langsam macht es mir ein bisschen Angst, dass ich die letzten Nächte kaum geschlafen habe, weil ich es einfach nicht konnte. Da musste erst geschrieben werden, damit das Kopfkino für ein paar Stunden die Klappe halten konnte. Na ja, man muss den Schwung bekanntlich nutzen. Ich lasse mich überraschen.

Habt einen geruhsamen Sonntag!

Stoffi

Samstag, 29. August 2009

Pläne und wie man sie durchkreuzt


Die zuckrige, visuelle Karies verursachende Stimmung hält an. Gestern habe ich noch das Video für meine hauseigene Schmonzette fertig gebastelt, auf den öffentlichen Channel pack ich es (noch) nicht, ich wollte mir erstmal zwei fachmännische Meinungen einholen, außerdem mag ich jetzt eigentlich noch nicht allzu viel von der Geschichte erzählen. Einerseits, weil ich nicht zu viel spoilern mag, andererseits, weil ich selbst erst einmal schauen möchte, wohin sich der Plot entwickelt.

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich brauche eine gewisse Planung oder zumindest eine Linie, anhand derer ich mich beim Schreiben orientieren kann. Einfach ins Blaue hineinzuschreiben funktioniert bei Experimenten oder kürzeren Geschichten, langfristig kopfloses Schreiben hingegen führt meiner Meinung nach zu schnell in Widersprüche, Sackgassen und unlogische, der Spontaneität verschuldete Plottwists. Mit Sicherheit kann man eine Geschichte nicht von A-Z durchplanen, dafür ist das Schreiben ein zu dynamischer Prozess. Jeder, der etwas längere Sachen geschrieben hat, weiß, dass Charaktere ein Eigenleben entwickeln und manchmal völlig andere Richtungen einschlagen als jene, die man für sie vorgesehen hat. Ideen sind nicht nur im Vorfeld einer Geschichte vorhanden, sondern streuen sich immer mal wieder im Schreibprozess selbst ein. Mir ist es schon oft passiert, dass ich ganze Kapitel umwälzen oder aber einzelne Handlungsstränge umsetzen musste, damit ich noch einzelne Einfälle unterbringen konnte.

Mag sein, dass eine absolute Vorabplanung funktioniert, aber ich lass mir gern noch Schlupflöcher dazwischen frei, um mich nicht zu fest an einen steifen Plot binden zu lassen. Ich brauche eine flexible Linie, die ich schon mal nach Belieben biegen und verdrehen kann. Recherchiere ich mich vorab z.B. um den Verstand, pack ich die Möglichkeiten eines Plots in Schubladen und versteife mich zu sehr auf eine Sache, lasse mir nicht den kreativen Freiraum, den ich brauche.

Das Erste, was mir bei einer neuen Geschichte im Kopf an Ideen festsetzt, ist zumeist der Anfang oder eine einführende Sequenz. Manchmal ist es sogar nur ein Bild, ein Ausschnitt aus einem großen Mosaik. So war auch eine bestimmte Szene Ausgangspunkt für das kleine romantische Intermezzo, das mir im Moment keine Ruhe lässt. Aber ich fange grundlegend nicht richtungslos zu schreiben an. Ich mache mir (manchmal nur gedankliche) Stichpunkte und erstelle mir daraus eine Plotlinie, in der ich alle Elemente unterbringe, die mir durch den Kopf gehen. Ich bin da gern mal vergesslich und bevor ich einen wirklich guten Einfall vermodern lasse, halte ich ihn lieber für den Moment fest. Verwerfen kann man später immer noch, am Anfang heißt es erstmal Sammeln und Hamstern, grob festhalten, um es zu gegebenem Zeitpunkt zu vertiefen und auszubauen.

Das hab ich eben auch für mein freies Werk getan. Ich gehe dabei gern tabellarisch vor. Links Zeitlinie, rechts Handlung. Dabei hab ich nicht nur festgestellt, dass es doch eine längere Angelegenheit werden könnte (ich steh nicht unbedingt auf "kam, sah, liebte" mit vorhersehbarem und vor Kitsch triefendem Allround-Happy-End, auch Romanzen brauchen Höhen und Tiefen, sonst könnte ich glaub ich auch die Drei-Seiten-Schmonzetten in den Zeitschriften meiner Oma konsultieren). Da kommen zwei unschönere Kernthematiken mit rein, die sich nicht mit 1, 2 Kapiteln abhaken lassen.

Für das meiner Meinung nach fiesere Thema hab ich schon recherchiert, das ist ein recht sensibler Punkt, mit dem ich mich einfach umfassender auseinander setzen muss, damit dieser Aspekt der Geschichte nicht nur wie Mittel zum Zweck wirkt, sondern ungeachtet der Protagonisten die Hauptaufmerksamkeit bekommen wird, wenn es soweit ist. Ich mag es nicht, wenn unbequeme Themen als Aufhänger für völlig einfallslose Zuckerwattenromantik hinzugezogen werden und dadurch abgemildert oder gar verharmlost werden. Paradebeispiele wären da z.B. Todesfälle, Vergewaltigungen, suizidale Tendenzen, Drogenmissbrauch oder psychische wie auch physische Misshandlung. Wenn man einen allgemeinen Querschnitt in Fanfictions und freien Werken macht, ist es nahezu die Regel, dass eines dieser Traumata verarbeitet wird. Ist ja auch völlig legitim, es ist auch nicht richtig, schwierige oder anrüchige Themen totzuschweigen, aber wenn man sich ihrer annimmt, gehört einfach Taktgefühl und Hintergrundwissen dazu. Anders gehts meiner Meinung nach nicht, da ist Fingerspitzengefühl unbedingt notwendig. Daher mag ichs nicht, wenn solche brenzligen Themen nur dazu "benutzt" werden, um einen Charakter interessanter zu gestalten oder eine bestimmte Plothandlung zu erzwingen. So ein Thema braucht Platz und kann nicht in zwei, drei Nebensätzen abgehandelt oder stereotypisiert werden.


Also muss schon mal Platz her. Demnach wird die Kapitelanzahl wahrscheinlich nicht auf 20 oder 30 beschränkt sein und der zeitliche Rahmen muss sich entsprechend dehnen lassen. Ich halte keine strenge Datumsvorgabe ein, orientiere mich mehr an groben Zeiträumen, aber es könnte schon etwas üppiger werden. Gerade wenns realistisch bleiben soll.

Um noch mal auf die spontanen Eingebungen zurückzukommen - so eine hatte ich heute und die wird das Ende noch einmal auf den Kopf stellen und für einen (für romantische Verhältnisse) dramatischeren Showdown sorgen. Also ohne Knall und Peng und Explosionen (auch wenn ich die sicher vermissen werd :P). Und Enden sind so ein Punkt, für den ich mir auch gern kreativen Raum lasse. Manchmal habe ich so viele alternative Enden im Kopf, dass es mir schwerfällt, mich für eine Variante zu entscheiden. Aber ich denke, die, die ich heute konstruiert und in mir in Ansätzen notiert hab, dürfte zum geplanten Charakter der Geschichte passen. Der wiederum ist doch ein bisschen heiterer. Nicht so beinahe parodistisch komisch wie Mad Season; ich denke, einfach reifer, mit ernsten, etwas melancholischen Zwischentönen, ohne dabei depressiv oder emo zu wirken. Hoffe ich :P.

Planung die Dritte: Kapitel. Wie gesagt, die Anzahl mag ich nicht prophezeien, das ist etwas, das ohnehin nur beim Schreiben funktioniert, wenn man weit genug in der Handlung drin ist, um erste Schätzungen zu äußern. Ich lasse mich ungern vorher in fixe Rahmen und Formen pressen, setze mir da einfach keine Limits. Auch wenn Leser vielleicht kürzere Geschichten um die 15-25 Kapitel bevorzugen mögen, mag ich meine Plots nicht beschneiden, nur um sie angenehmer für den Massenkonsumenten zu gestalten. Es muss stimmig sein, das ist alles.

Was Kapitellängen angeht, bin ich etwas bedachter darauf, einen Rahmen einzuhalten. Vorab lege ich mir keine Messlatte. Ich muss anfangen und schauen, wie viel in einem Kapitel herauskommt. Und daran orientiere ich für gewöhnlich die Längen für weitere Kapitel. Extreme Schwankungen über 2000 Wörter Unterschied zwischen einzelnen Kapiteln möchte ich eher vermeiden, dann verschiebe ich doch eher Inhalte oder setze zur Not nen Cut. Wenigstens da sollte eine gewisse Gleichmäßigkeit vorherrschen. Mein Schmonzettchen beläuft sich momentan auf etwa 5500-6000 Wörter lange Kapitel. Ist eine solide Länge, denke ich, nich zu lang, nicht zu kurz, genug Raum für Handlung. Mehr will ich gar nicht. Obs am Ende die gefühlte leichte Kost wird, die sich zwischen Tür und Angel lesen lässt, wird sich zeigen. Eines nach dem anderen.

Hoppla, das ist doch länger geworden als gedacht. Na ja, was hab ich gerad zur Planung gesagt? Sie ist ein guter Ansatz, aber selten 1:1 durchzuführen ;)

Bis dahin gibt es noch genug zu schreiben. Ich wünsche ein produktives Wochenende!


Stoffi

Freitag, 28. August 2009

Quarantäne


Ich fürchte, ich verwandle mich langsam in eine Untote. Mit dem Schlafen hab ichs in letzter Zeit nicht so und Essen will auch irgendwie nicht drinbleiben. Vielleicht liegen die Appetitlosigkeit und der Blutdruck, der neuerdings im Keller wohnt, auch an der schwülen Witterung. Wird Zeit, dass es Herbst wird. So gern ich den Sommer auch mag, aber ich muss keine 30°C haben. Auch so hab ich mich etwas zurückgezogen in den letzten Stunden. Man möge es mir verzeihen, wenn sich mein Mitteilungsbedürfnis in Grenzen hält. Ausstehende Mails, etc. werde ich schnellstmöglich beantworten, aber ich brauch erstmal ein bisschen Zeit für mich.

Etwas Gutes hat die Sache - schreibtechnisch könnte es gerade nicht besser laufen. Mein jüngstes Bunny macht mir schrecklich viel Spaß und hat mich in den letzten Nächten jeweils bis 4 Uhr morgens beschäftigt (was ne schlechte Idee ist, wenns 7 schon wieder aus den Federn geht). Ich habe irrsinnig viele Szenen im Kopf und verfluche gerade ein bisschen, dass ich ein chronologischer Schreiberling bin, der nicht vorgreifen kann. Das heißt, ich könnte schon vorgreifen, aber die Verknüpfungen zu den übrigen Kapiteln herzustellen, wenn das Kapitel eigentlich erst an der Reihe ist, ist keine leichte Sache. Ich glaub, dann müsste ich vieles einfach neu schreiben.

Derzeit sitze ich sogar an einem kleinen Filmchen. Aber weiß noch nicht, ob ich das online stelle, sollte ich es fertig bekommen. Manchmal ist es schwierig, 3:19 Min mit Szenen zu füllen. Aber es dient gerade prima als Orientierung für die Handlung. Im Übrigen ist das erste Kapitel so gut wie fertig, da will ich nur noch mal drübergehen. Irgendwie ist es eben doch was anderes, sich mal an was Eigenem zu versuchen. Auch wenns nur ne kleine Schmonzette wird.

Das wars heut auch schon von meiner Front, kommt gut ins Wochenende!

Stoffi

Mittwoch, 26. August 2009

All you need is love


Man möge mich ohrfeigen, auspeitschen oder auf irgendeine andere Weise kasteien, denn ich habs schon wieder getan. Ich hab mich von nem blöden bisswütigen Bunny anfallen lassen (erinnert mich ein wenig an Monty Pythons Killerkarnickel) und ich kann nur sagen, dass es wirklich tief gebissen hat. Fragt mich nicht, woran es liegt. Ich hab ja schon den Verdacht gehegt, dass mir jemand was in den morgendlichen Kaffee gerührt hat, das mir nicht bekommen ist, aber jetzt klebt mir tatsächlich n Plot für ne Romanze im Kopf. Und zwar mit hartnäckigstem Sekundenkleber. Ich hab auch schon angefangen zu schreiben *Kopf auf den Tisch rauschen lässt*.

Jaja, ich weiß...ist die dritte Story, an der ich im Moment bastle und ausgerechnet rosa Plüsch mit Zuckerwatte...oder so...na ja...gut, ihr kennt mich, ich versuche Sülzkram tunlichst zu vermeiden, aber man weiß ja nie. Die Idee gefällt mir aber so gut und einige Szenen hab ich so fest im Kopf, dass es einfach raus muss. Argh! Warum werd ich ausgerechnet dann einer Bunny-Armee gegenüber gestellt, wenn ich immer weniger Zeit für sowas hab? Es ist zum Verrücktwerden.

Aber es ist eine Art Feel-Good-Story zwischen all dem Mord und Totschlag, dem ich mich üblicherweise aussetze und...joah...es geht locker fluffig von der Hand. Vielleicht brauch ich das als absolute "Ich stelle mein Hirn ab" - Story zwischen dem doch recht fordernden "One" und meiner eher bedachten Vorangehensweise bei "ZeitLos". Letzteres geht weiterhin gut von der Hand, Kapitel 6 nimmt Formen an. Ich hab den Plot meines jüngsten Häschens fix im Kopf und freu mich drauf, seit langem wieder etwas humoristisch angehauchtes zu schreiben. Schreiben ist das, was im Moment prima funktioniert und ich will den Lauf nutzen, bzw. die Zeit, die mir noch dafür bleibt und zusehends rarer wird. Heut wieder einige Sachen geklärt und die nächsten Tage hoffe ich doch, eine gute Nachricht aus dem englischen Nordwesten zu erhalten.

Ich stell mir gerad ne hübsche "Soundtrack" Playlist für die neue Idee zusammen, da findet sich eine stimmige Kombination schöner Songs. Joah. Und dann sehen wir weiter. Heut Abend hab ich wahrscheinlich ein paar ruhigere Stunden für mich reserviert, die ich meinem Dreiergespann widmen will. Ich hoffe, ihr könnt genauso in die Tasten hauen.

Stoffi

Dienstag, 25. August 2009

Hobby und Profession


Dass ich Autoren bewundere, die sich an eigene Sachen wagen, ist hinlänglich bekannt. Alle, die die Disziplin, Übersicht und Sorgfalt besitzen, eine eigene Welt auf die Beine zu stellen, haben meinen Respekt verdient und ich denke, es haben nicht wenige das Potential, etwas aus ihrem Talent zu machen.

Was mich jedoch seit Längerem erstaunt, ist der Zugzwang, sich Verlagen anbieten zu müssen. Immer häufiger stolpere ich über Profile oder Autorenseiten, in denen die Veröffentlichung des eigenen Werks proklamiert wird. Da stutzt meine-eine schon mal ehrfürchtig, aber auch nur solange, bis ich hinter die Fassade geschaut habe. In 90% aller Fälle bin ich auf Autoren gestoßen, die bei einem Verlag angeheuert haben, der gar keiner ist. Denn äugt man auf diversen Verlagshomepages hinein und liest das Kleingedruckte für die Bedingungen zur Manuskripteinsendung, wird schnell deutlich, dass der Autor stellenweise selbst für die Finanzierung der Verlegung aufkommen muss. Und das ist nicht Sinn und Zweck der Sache. Wird ein Manuskript bewilligt, sorgt der Verlag für Herstellung, Druck und Finanzierung, das Urheberrecht des Autors wird sozusagen aufgekauft. Alle Verlage, die eine Eigenfinanzierung einfordern, können nicht die seriösesten Anlaufstellen sein, um sein Werk publik zu machen.

Warum wählen aber immer mehr Hobby-Autoren diesen Schritt zur Publikation? Mir schwant, es ist zurzeit ein echter Trend, professionelles Veröffentlichen ins Auge zu fassen, teilweise sogar um jeden Preis (im wahrsten Sinne des Wortes). Aber warum? Nur um die eigene Geschichte im Bücherregal stehen zu haben? Ich kann diesen kleinen Traum eines jeden Schreiberlings nachfühlen, der mit Herzblut an die Sache rangeht, aber ist so ein Weg nicht eher die erkaufte Befriedigung eines unstillbaren Geltungsbedürfnisses?

Ich selbst hab noch nie über etwas derartiges nachgedacht, muss ich gestehen - um Himmels Willen, da müsste ich erstmal was schreiben, was auch was taugt, ganz zu schweigen von einem Original - aber ich bekomme hier und da mit, wie verbissen nach Verlagen gesucht wird, um den großen Traum der Schriftstellerei zu erfüllen. Ich möchte diesen Traum nicht kleinreden, aber realistisch betrachtet werden in der Regel aus 1000 unverlangt eingesandten Manuskripten etwa 1-2 am Ende tatsächlich für eine Publikation in Frage kommen. Dabei kommt es nicht nur auf Inhalte an, denn ein Großteil an Manuskripten schafft es nicht mal bis ins Lektorat, wenn gravierende Formfehler vorherrschen. Einige Autoren legen da eine Verbissenheit und einen Ehrgeiz an den Tag, der mich staunen lässt. Ob es nun ein Kampf für den eigenen Traum oder eher einer gegen Windmühlen ist, sei mal dahingestellt.

Die, die es am Ende schaffen, nicht über einen Selbstverlag zu publizieren, können getrost stolz auf sich, ihre Ausdauer, Beharrlichkeit und Disziplin sein, aber schaut man andererseits auf den Büchermarkt und auf das, was so manches Mal die Bestsellerlisten angeführt hat, kommt bei mir die Frage auf, ob es so erstrebenswert ist, dort wirklich dazugehören zu wollen. Schriftstellerei ist nichts, womit man sein tägliches Brot verdienen kann, es sei denn, man hat einen Bestseller á la J.K. Rowling verfasst. Nüchtern betrachtet ist das aber eher die Ausnahme und ich glaube, daran denken die Wenigsten. Man kann sich durch einen Zufall etablieren, oder aber durch jahrelange harte Arbeit; aber ich will die Zahl jener Autoren, die das Zeug zum Publizieren haben, es aber nie geschafft haben, gar nicht wissen. Das dürfte der wesentlich größere Teil der Autoren sein.

Hm, der Eintrag mag recht pessimistisch angehaucht sein oder so wirken. Ich will niemandem den Wind aus den Segeln nehmen, da es meiner Meinung Mut kostet, sich ernsthaft an (nicht nur) einen Verlag zu wenden, aber genauso oft stolpere ich über Möchtegern-Autoren, die sich für die Offenbarung halten und dumm genug waren, der Eitelkeit wegen ihre Finanzen für einen Selbstverlag auf den Kopf zu stellen. Wer sich traut - schön und gut, aber viele Reviews oder eine große Anhängerschaft an FF-Lesern ist noch lange kein Garant dafür, dass man auch wirklich gut ist. Und - selbst wenn man gut ist, ist es zweifelhaft, ob es gerade das ist, wonach der Markt verlangt.

Ich verstehe nicht ganz, warum das Schreiben für so viele nicht einfach Hobby bleiben kann. Warum da immer im Hinterkopf der Gedanke herumspukt: Ich muss ein Buch schreiben, ich muss viel Geld damit verdienen und das allen unter die Nase reiben können. Natürlich war irgendwann selbst der renommierteste Autor ein blutiger Anfänger mit Träumen vom großen Prestige - aber wie gesagt, es sind Ausnahmeerscheinungen, denen der Schritt wirklich glückt. Da genügt es in den seltensten Fällen, einen Hit zu schreiben und sich jahrelang auf den Tantiemen auszuruhen. Man lese nur "On Writing" von Stephen King. Der Mann hat nicht einfach so aus dem Blauen heraus geschrieben, er schildert in diesem teils biografischen Werk den harten Werdegang zu dem Schriftsteller, der er jetzt ist. Es mag mir nur so vorkommen, aber ich hab den Eindruck, dass viele im Bezug auf diesen Berufszweig eine rosarote Brille tragen und von der Härte des Geschäfts erst Wind bekommen, wenn die ersten Absagen von Verlagen eintrudeln.

Letztlich muss jeder selbst wissen, was er sich zutraut und was nicht. Man muss keine Reinkarnation von Goethe sein, um publiziert zu werden, was die Bestsellerlisten vergangener Jahre eindrucksvoll beweisen, daher hat rein theoretisch selbst der dämlichste Text irgendwo eine Chance (ich erinnere an Frau Roches Hommage an menschliche Ausdünstungen und Exkremente). Ich allerdings wäre für meinen Teil schon glücklich, wenn das künftig die Ausnahme bliebe.

So viel zu meinen mittäglichen Gedanken. Ich bin dann mal weg, es gibt noch einiges zu erledigen.

Stoffi

Sonntag, 23. August 2009

Eine Epiphanie, bitte!


So oder ähnlich könnte man die letzte Nacht beschreiben. Um 4 war die nach wenigen Stunden Schlaf schon wieder zu Ende, Anlass dafür gab ein hübsches Alpträumchen, das mir ganz schön die Pumpe gehen ließ. Notiz am Rande: sowas hab ich selten. Wenn ich schlecht träume, kann ich mich am nächsten Morgen meist nicht mehr dran erinnern. Aber das...wow, das hat sich eingebrannt wie ein ein glühendes Eisen, das man damals Kühen in den Hintern zu rammen pflegte. Und es war so schrecklich inspirierend, dass ich glatt mein Werkzeug rausgeholt und bis in die Morgendämmerung geschrieben hab. Ja, es ist einiges Wirres bei rausgekommen, das ich mit Sicherheit noch streichen werden muss, aber der Grundgedanke zählt...und er ist hässlich. Ich merke, dass die Arbeit an "One" zäher voran geht als meine übrigen Dark Knight Stories, aber das ist in Ordnung so. Da muss mehr Sorgfalt her, jedes Wort will bedacht gewählt werden. Es frustriert mich nicht, dass es keine Akkordarbeit wird, vielmehr entspannt es mich, es ist ein durchdachtes, bewusstes Schreiben, im Moment weniger Wahn als sonst. Ob das besser ist, müssen letztlich die entscheiden, auf die ich den Schund irgendwann loslasse.

Bei ZeitLos läuft es ebenfalls solide. Ich bin guter Dinge, Kapitel 5 heute oder morgen zu beenden, für Kapitel 6 hab ich Dank Logan, dem fiesen Drecksack, eine wunderbare Idee und Pyro bekommt auch endlich was zu tun. Noch ist alles recht undurchsichtig, glaub ich. Aber das ist in Ordnung. Erhellende Momente streue ich wohldosiert ein. Zumindest ist das der Plan. Logan macht mir gerad ungeheuer Spaß, auch wenn er im nächsten Kapitel recht fies zu Werke geht. Aber der Kerl ist schließlich nicht unbedingt für seine netten und weichen Charakterzüge bekannt.

Ich merke, dass beiden Stories eine andere Herangehensweise zugrundeliegt, und in gewisser Weise auch ein anderer "Stil". Ich glaub, aus meiner "Haut" kann ich stilistisch gesehen nicht mehr heraus, da hat sich zu viel eingebürgert. Aber es ist ein anderes Schreiberlebnis. Keine Ahnung, wie ich es beschreiben soll. "One" zu schreiben ist ein bisschen so, als würde man es bei aller Sorgfalt nicht selbst zu Papier bringen. Ein bisschen unheimlich, das Ganze. "ZeitLos" erfordert wiederum eine ganz andere Taktik, allein schon perspektivisch gesehen, da ist die Charakterfülle schon eine kleine Herausforderung. Ich hab kein so weit gefächertes Charakterensemble wie z.B. Stormy, aber stoße hier schon an meine Grenzen, allen wenigstens ein wenig Platz einzuräumen. Wird sich zeigen, wie sich das entwickelt, im Moment muss ich ein wenig aufpassen, dass in Westchester keiner zu isoliert unterwegs ist. Jean Greys vermeintliches Ableben hin oder her, deswegen ist das immer noch ne Schule und kein permanentes Trauerhaus.

In der kommenden Woche stehen viele Termine an, aber für ein paar Zeilen sollte dennoch Platz sein. Wir werden sehen. Ich wünsche einen schönen Sonntagabend, wer auch immer das hier liest.

Stoffi

Donnerstag, 20. August 2009

I'm waiting for the night to fall...

...when everything is bearable

"Erträglich" triffts ganz gut, nachts sind nicht nur die Temperaturen humaner, da ist der Kopf auch klar genug, um sich an die Schreibarbeit zu machen. Momentan sind meine Tage recht voll gestopft, ein kleiner Vorgeschmack auf England, denke ich. Aber es kann nicht schaden, mich schon mal jetzt auf Nachtschichten umzustellen. Nachtschicht ist ein gutes Stichwort, heut ist das gleichnamige Kapitel zum Handwerk online gekommen, habe endlich wieder die Nerven gehabt, mich damit zu befassen. Es kommt alles wieder ein wenig zur Ruhe, auch wenn dumme Gedanken natürlich die Angewohnheit haben, hartnäckig an einem haften zu bleiben.

"One" von den Origins läuft gut an, wollte den Prolog heut gern abschließen und dann ans Eingemachte gehen. Die Überlegung tut sich allmählich auf, die Kapitel mit englischen Titeln zu versehen. Ohne Titel will ich sie nicht stehen lassen, auch wenn Kapiteltitel für mich nicht zwingend notwendig sind, hab ich mich doch irgendwie dran gewöhnt, erschwerend kommt hinzu, dass der Titel fürs erste Kapitel auf deutsch einfach zu blöd klingt. Also wird wohl alles drauf hinauslaufen, dass die Serien zumindest titelmäßig Englisch sein werden. Ah, die Story macht mir jetzt schon Spaß, obwohl es nach wie vor befremdlich ist, den Joker aus der Ich-Perspektive zu schreiben. Das ist ein bisschen wie der Ausflug in ein psychopathisches Wunderland, man entdeckt ein Kuriosum nach dem nächsten. Während der Prolog mehr eine Art Aufhänger ist, gehts dann mit Kapitel eins am Urschleim los. Ich hab bei längerer Überlegung festgestellt, dass gerade Teil 1 und vielleicht auch die 2 für Cameos wie geschaffen sind. In Teil 4 hab ich auch eine ähnliche Überlegung, aber der ist noch in weiter Ferne. Das wird mein erstes Projekt, das ich bewusst aufteile. Ich finds einfach zu schwierig, so eine Handlung in eine Geschichte zu pressen. Zumal die Abschnitte seines Lebens in sich als abgeschlossen betrachtet werden können.

In Gedanken spiele ich schon mit einem Trailer, aber da bin ich mir noch nicht sicher. Die DVD zu Dark Knight erweist sich nicht als sonderlich kooperativ mit den handelsüblichen Ripper-Programmen und zu illegal will man ja auch nicht hantieren. Also bleibt mir wohl nur der klassische Weg mit natürlich schlechterer Qualität -.- Wär auch zu schön gewesen. Wegen nem Cover überleg ich noch, ich bin nicht gerad zum Basteln geboren und im Moment hab ich auf Basteln nicht genug Lust. Vielleicht packt mich ja noch der Elan. Für ein Video hätt ich schon die passende Musik im Auge, aber mal sehen. Halbherzig setz ich mich nicht dran, da muss schon die Lust dazu da sein.

Origins droht wieder ein verdammt langes Ding zu werden, denn mit dem Leben des Jokers kann man, wie er mir gerade selbst zugeflüstert hat: "ganze Bücher füllen" In meinem Kopf steht schon alles, aber das ist glaub ich immer so, oder? Wenn man nur so schnell schreiben könnte, wie man alles im Kopf zusammenschustert *seufz* Aber könnte man dann eine Geschichte so sehr schätzen wie eine, die man Wort für Wort zusammenhämmern und mit Schweiß und viel Herzblut versehen muss? Dann doch lieber Mühe, die sich am Ende auszahlt, als bequem zu werden.

Ich pack mich an den Rest des Prologs und schaue, was die Nacht noch so bringt. Ein Hoch an dieser Stelle an Depeche Modes gleichnamigen Song, der Pate für den Blogtitel stand. Einfach nur wunderschön. Wir lesen uns! In irgendeiner Form.

Stoffi


Dienstag, 18. August 2009

Der Tanz mit dem Teufel


Da lauscht man eines Abends ohne jedwede Hintergedanken Apocalypticas Interpretation diverser Metallica-Songs und was passiert? Man schließt die Augen und hat einen Film vor Augen, eine erschreckende Szene nach der anderen. Ich gebe zu, meine momentane Lektüre ist nicht ganz unschuldig daran, dass ich mich gerade etwas zum Diabolischen hingezogen fühle, aber eigentlich hab ich mich gezwungen, Dark Knight Dark Knight bleiben zu lassen und mich vorläufig umzuorientieren. Aber...Scheiße, das ist nicht so einfach, wenn man ringsum vom Joker flankiert ist.

Ergebnis der letzten Nacht: Ein Konzept für eine mehrteilige Serie namens "The Joker: Origins" (Arbeitstitel). Ist noch alles recht vage, ich habe viele Bruchstücke, die es mosaikartig zusammenzusetzen gilt, aber ich hab mir da schon so ein, zwei recht witzige Sequenzen überlegt. Wie lang der Spaß wirklich wird, weiß ich nicht. Aber wie der Titel bereits sagt, gehts ans Eingemachte, was den Joker und seine Vergangenheit angeht. Scar Tissue hat dieses Thema gestreift, allerdings mehr aus der Sicht meiner weiblichen Protagonistin. In "Origins" schwebt mir allerdings vor, den Joker in der ersten Person erzählen zu lassen. Ja, ich hab Blut geleckt, und da "The Art of Killing" gar nicht mal so schlecht angenommen wurde, habe ich glaub ich nicht allzu viel Scheiße mit diesem POV gebaut. Eine Herausforderung ist es nichtsdestotrotz. Ich habe einen Heidenrespekt vor diesem Charakter, finde aber, dass ich so eine Geschichte entweder nur auktorial oder aus der ersten Person erzählen könnte. Auktorial ufert bei mir gern zu sehr aus, daher werd ichs einfach mal so probieren und mich daran versuchen, in den Kopf des Psychopathen einzutauchen.

Es wird einige ungewohnte Situationen geben. Der Joker war nicht immer ein erwachsener Mann und die Narben sind ihm auch nicht gerade angeboren. Ich habe so einige Szenen vor Augen...uh...da liegt einiges an Arbeit vor mir und ich hoffe, es wird nicht langweilig. ZeitLos setz ich deswegen nicht auf Pause, dazu gefällt mir der Plot einfach viel zu sehr und die Szenen gehen nach wie vor gut von der Hand. Ich hoffe, meine Fähigkeiten des Parallelschreibens erweisen sich als nützlich und noch nicht gänzlich abgestorben. Stormy wird mich sicher schlagen und sich wünschen, mir ein Logan-Poster geschenkt zu haben *lach* Aber ihr kennt das vielleicht - wenn man einen beharrlichen Bunny hat, der sich festgebissen hat, kriegt man ihn nur schwerlich wieder los.

Wie ihr seht, hab ich auch ein neues Kleidchen, ganz in Lila, passend zum baldig nahenden Herbst, meiner liebsten Jahreszeit. Sieht so aus, als würde ich wie im Banner festgehalten noch ein Weilchen dem Pfad des Jokers folgen. *seufz*

Morgen werde ich hoffentlich dazu kommen, die ausstehenden Feedbackantworten zu formulieren. Irgendwie artet das in mehr Arbeit aus als das Schreiben selbst. Bei Letzterem muss ich kaum noch denken, aber für Antworten schon konzentrieren. Aber ich will keinen vor den Kopf stoßen, der so lieb und großzügig war, Feedback zu hinterlassen.

Jetzt lass ich mich aber erst einmal ein wenig von der Leichtathletik - WM berieseln, wünschte, auch so schnell um den Block flitzen zu können wie ein Usain Bolt, aber man kann bekanntlich nicht alles haben.

Kommt gut durch den restlichen Dienstag!

Stoffi

Montag, 17. August 2009

You can put lipstick on a pig...


...but it's still a pig. Wahre Worte, die man auf erschreckend viele Dinge im Leben beziehen kann. So leider auch auf die Schreiberei. Erst neulich ist mir ein Text unter die Augen gekommen, der...äh...ehrlich gesagt von mir nicht über die ersten fünf Zeilen hinaus gelesen wurde, weil die Rechtschreibung eher alternativ angehaucht und die Handlung gelinde gesagt gerad aufm Klo war, als die Story geschrieben wurde. Wie dem auch sei, ich halte mich bei solchen Stories mit destruktiven Reviews zurück. Wenn ich nichts Gutes zu sagen hab, reviewe ich nun einmal einfach nicht. Hab da zu viele Erfahrungen mit Autoren gesammelt, die entweder gar nicht auf Kritik reagiert haben oder mir aber pampig kamen. Dann spar ich mir meine Zeit dann doch für die Texte auf, die ich auch wirklich intensiv lese. Wie dem auch sei; besagter Text bekam von jemand anderem ein vernichtendes Urteil, das aber noch in nette Worte gepackt war. Und was geschah daraufhin? Die Story verschwand und wurde einige Tage später unter einem anderen Titel online gestellt. Mit dem grandiosen Bonus, das die schlechte Kritik nun nicht mehr dabei war. Wäre es eine Flame gewesen, hätte man die Admins ohne Weiteres ansprechen und um Löschung bitten können, so aber war es schlichtweg Flucht vor berechtigter Kritik. Das Schlimmste daran war aber, dass der Text absolut NICHT verändert wurde. Kein bisschen. Nicht einmal auf die geäußerten Hinweise hin, die offensichtliche Fehler beinhalteten. Stattdessen wurde der Name ausgetauscht und damit alles Übel beseitigt. Ist das nicht trauriger Selbstbetrug?

Man kann das Äußere ändern und schönfärben, wie man will, solange der Inhalt der gleiche bleibt, machts die Sache nicht wirklich besser. Keiner kriegt gern vernichtende Kritik, aber solange sie höflich geäußert wird und nicht unter die Gürtellinie geht, kann man doch wenigstens versuchen sie zu beherzigen. Um Reviews betteln und flehen, aber dann nicht mit Anregungen umgehen wollen. Auf "Das ist ja doof" reagier ich auch nicht, aber wenn man sich ein bisschen klarer mit Kritik ausdrücken kann, ist sie stets willkommen. Kritik ist dazu da, Anregungen für Verbesserungen zu geben, Leseeindrücke zu schildern, und nicht, um jemanden zu beleidigen oder herunterzukanzeln. Aber wenn man nicht mal auf diese konstruktive Worte reagieren kann, dann sollte man seine Texte nicht online packen. Erstrecht nicht unter einem anderen Namen ;)

Wie dem auch sei, muss jeder selbst wissen, in welchem Maß er/sie sich selbst betrügen möchte. Kritik zu ignorieren, macht sie aber nicht ungeschehen und den Text nicht besser.

Die Nachwehen des WG2G halten an, es war sooo schön und ich vermisse das wilde Durcheinandergeplapper, die Knuddelattacken und Lachanfälle. Mädels, es war toll und ihr fehlt mir alle!!
An dieser Stelle an alle, die den Spaß verpasst haben: Die Plattform des WritersGet2Gether ist umgezogen und offen für alle, die sich der (Hobby-)Schreiberei widmen. Jeder, der dabei sein mag, ist willkommen, den Weg dorthin findet ihr in der Sidebar. Und wer weiß, vielleicht seid ihr ja beim nächsten Treffen mit von der Partie!

Macht euch einen schönen Abend! Ich schau jetzt mal amüsiert dabei zu, wie Logan und Reverie ein paar Kurze kippen und denke dabei mit gehöriger Wehmut an das tolle Wochenende zurück!

Stoffi

Sonntag, 16. August 2009

Wenn sich 10 Autoren treffen...


...dann sind Spaß, Diskussionen und interessanter Austausch vorprogrammiert. Das WritersGet2Gether hat an diesem Wochenende stattgefunden, ich bin mittlerweile wieder daheim und werde den heutigen Tag noch zum Schlaf-Aufholen nutzen. Ein spontanes, ungezwungenes Aufeinandertreffen von 10 Hobby-Autoren und obwohl sich einiges ums Schreiben gedreht hat, gabs natürlich zahlreichen andersartigen Gesprächsstoff, viel Grund zum Lachen und Blödeln. Ich hatte das Vergnügen, neun sehr liebe und tiefsinnige Menschen kennen zu lernen und ich denke, es ist schon beschlossene Sache, dass es nicht das letzte Treffen gewesen sein wird. Danke Mädels für 2 1/2 sehr lustige und schöne Tage!! Heut wird nicht viel, ich werd erstmal Postfach entmüllen und Schlaf nachholen, an die Reviewbeantwortung will ich mich dann morgen endlich setzen, ansonsten bleibt der Abend ZeitLos vorbehalten. Da das kleiner Joker-Schmankerl von letzter Woche erneut abgesegnet wurde, hab ichs jetzt einfach mal online gepackt. The Art of Killing ist ein kleiner One-Shot aus der Sicht des Jokers, bei Interesse hier zu finden. Macht euch einen schönen Abend, womit auch immer ihr ihn verbringt :)

Stoffi

Donnerstag, 13. August 2009

In guten wie in schlechten Zeiten...


...ist es komischerweise der Joker, zu dem ich mich in (natürlich rein fiktiver Hinsicht) flüchten kann. Während bei ZeitLos erstmal nicht soo viel geht, weil mir die Thematik etwas an die Nieren geht, hat sich der freundliche Psychopath von nebenan erbarmt, einmal mehr als Muse zu fungieren. Eigentlich hatte ich gar nicht vor, irgendwas zu schreiben, weil der Kopf einfach im Moment nicht so da ist, aber so ganz ohne gehts natürlich auch nicht. In den letzten Nächten also hat sich dieses Miniding von gerade mal 1000 Wörtern gemütlich zusammenschustern lassen. Ich hab dabei eines meiner Gebote gebrochen (jaja, ich weiß, mal wieder, ich habs nicht so mit Regeln) und dem Joker eine Ich-Perspektive ans Knie gezimmert. Obs was geworden ist, weiß ich nicht. Ich leg das kleine Teil nachher noch einem unvoreingenommenen Leser vor und werde sehen, ob ich zu Recht zu großen Respekt vor dieser Perspektive hatte.

Zum Thema Veröffentlichung sag ich erstmal nichts. Es ist nichts so Furchtbares wie die etwas kranke Alternativversion von Maßgeschneidert, aber...hm...ich weiß halt nicht. Wenn, dann kommts eh erst nach dem Writers Get2Gether online, ich hab jetzt ja noch nicht einmal Zeit und Nerv, das fällige Update fürs Handwerk zu machen, da werd ich mich hüten, ein Experiment in die Archive zu schmeißen.

Auch dieser Blog-Post ist nicht wirklich lang, aber ich dachte mal, ich beuge einer eventuellen Verstaubung vor und schreibtechnisch war ich schließlich nicht faul.
Morgen gehts dann in aller Frühe los, ich freue mich schon wie verrückt und bin gespannt, ob das Quartett aus Snoopy, Elu, Midna und Phoebs erst lautstark "Stoffi!" brüllen, oder mich gar ausrufen lassen muss, damit ich nicht verpeilt an ihnen am Flughafen vorbei laufe. Ich kenne mich und meinen Orientierungssinn, der einzig dem einer taubstummen Fledermaus Konkurrenz machen könnte. Na ja, hoffen wir das Beste, zur Not gibts ja noch Handys :P

Ich sag an dieser Stelle noch mal tschüß, da ich bezweifle, morgen noch schnell ein paar Worte loswerden zu können. All jenen von euch ominösen Blog-Lesern da draußen, die nicht an diesem Treffen teilnehmen, wünsche ich ein schönes Wochenende; ich denke, am Sonntagabend oder aber Montagabend gibts wieder ein Lebenszeichen meinerseits - sofern ich denn nach dem WE noch fähig sein werde, überhaupt meinen Namen zu schreiben :P

Machts gut!

Stoffi

Dienstag, 11. August 2009

Happy Birthday!


Weil aller guten Dinge drei sind, gratuliere ich auch hier Stormy noch einmal zum Geburtstag! Auch wenn heut wohl nicht allzu viel in Sachen Feiern abgeht, hoffe ich doch, dass du einen schönen Tag hast, Süße! Am Wochenende holen wir dann alles exzessiv nach, zumindest hoffe ich das :) Auf ein weiteres ereignisreiches Lebensjahr voller Kreativität und Geschichten, die einen vor Neid erblassen lassen! (du weißt, ich warte da immer noch auf ein gewisses drittes Kapitel :P)
Drei ist eine magische Zahl, in drei Tagen steigt das WritersGet2Gether und so langsam macht sich eine positive Nervosität in mir breit. Ich freu mich drauf, euch kennen zu lernen, am Freitag gehts dann ja endlich in die Startlöcher.

Heute nur eine kurze Meldung von mir und es kann sein, dass ihr bis nach dem WG2G an diesem Ort nichts von mir hört, es gibt ein paar Dinge, die Priorität haben. Daher weiß ich auch nicht, ob ich es in dieser Woche zu einem Update des Blutigen Handwerks schaffe, geschweige denn alle Reviews bis Donnerstag beantworten werde. Ebenso kann es sein, dass ich erstmal keine Mails beantworten werde; seid so gut und nehmt es nicht persönlich. Ich bitte dahingehend um etwas Geduld und Verständnis.

Danke!

Stoffi

Montag, 10. August 2009

Kleiner Schmunzler

Den hat mir dieses kleine Bildchen neulich beschert. Ob die X-Men Sues immer noch so scharf auf Logan sind, wenn sich an ihm eines Tages die ganze Trinkerei rächen wird? Bleibt zu hoffen, dass ihm das Team genügend Workout stellen wird.


Inspiriert von dieser illustren Darstellung lass ich gleich mal Wolverine ein paar Kurze heben. Es geht schließlich nichts über Liebeskummer.

Cheers!

Stoffi

Sonntag, 9. August 2009

Flashbacks & Foreshadowing


Die letzten Tage waren etwas schreibärmer, da ich wegen eines kleinen, aber dennoch nervtötenden Wehwehchens auf meine geschätzten Nachtschichten verzichten und ausnahmsweise doch mal durchschlafen musste. Ich hab mich gestern Abend noch ein wenig mit einer Magneto-Mystique-Szene herumgequält und festgestellt, dass ich in ZeitLos so oft wie noch nie zuvor auf Flashbacks und Foreshadowing setze. Es geht einfach nicht anders, ist unerlässlich, wenn ich schon eine Zeitspringerin in der Hauptrolle hab. Trotzdem macht es mir ein bisschen Sorgen, schließlich kann es sehr verwirrend sein, wenn man zu viele Rückblenden in die Vergangenheit oder Andeutungen bezüglich der Zukunft einstreut. Auch wenn gerade die Vergangenheit treibender Keil dieser Geschichte sein wird und die Zukunft nicht unwesentlich beeinflusst, ist es nach wie vor die Gegenwart und nur die Gegenwart, in der man das Geschick noch wenden kann. Gleiches muss doch auch für die Erzählung selbst gelten, oder?

Dass jedes "zu" negativ angehaucht ist, liegt auf der Hand, aber ich kann es bei ZeitLos weiß Gott nicht anders machen, eben um ein paar Überraschungsmomente einzustreuen. Sowas ist ohnehin nicht meine Stärke. Wenn ich mich zu Andeutungen hinreißen lasse, arten die meist so plakativ aus, dass es nicht allzu schwer ist, den Fortgang der Geschichte zu erahnen. Und nichts ist langweiliger als ein vorhersehbarer Plot. Andererseits will ich Hinweise nicht so subtil gestalten, dass sich nachher keiner mehr dran erinnern kann, dass es vorab Anzeichen für die eine oder andere Wenung gegeben hat. Wenn ich mir gerade den letzten Flashback anschaue, muss ich noch mal überlegen, ob ich das so drin lasse. Es hat noch ein bisschen zu sehr von Stream of Consciousness, den die liebe Virginia Woolf oder James Joyce bis zur Würgegrenze ausgereizt haben und der mir eigentlich so gar nicht in den Kram passt, weil er zum Teil doch sehr verwirrt. Andererseits sind es Reveries Erinnerungen, die schon das Prädikat "merkwürdig" verdient hätten, wofür diese Erzählform schon wieder zuträglich wäre. Mal sehen.

Am Ende verzettle ich mich ganz und das Ganze ist überhaupt nicht so verwirrend, wie es im Moment den Anschein hat. Jetzt wartet noch eine kleine rekapitulierende Szene darauf, geschrieben zu werden, auf ein anschließendes alkoholbegleitetes Gespräch mit Logan freu ich mich, mal sehen, ob ich es heute noch soweit hinbiege. Ich merke schon wieder, dass das Schreiben an "ZeitLos" ein ganz anderes ist als noch bei Scar Tissue oder dem Handwerk. Da war alles etwas intuitiever, etwas planloser. Hier zwinge ich mich doch etwas mehr zu Sorgfalt und überdenke Dialoge und Wendungen zwei-, dreimal, ehe ich sie so stehen lasse. Vielleicht ist es auch nur die ganz gewaltige Angst vor den kritischen Augen des X-Men Fandoms, auch wenn ich gestern was gelesen hab, was mir doch dahingehend Gewissheit verschafft hat, dass da nicht nur geniale Stories herumgeistern *hust* Ich finde es faszinierend, wie sehr meine Art zu schreiben und meine Gewohnheiten vom Charakter der Story abhängen und variieren. Einerseits ist es beunruhigend, weil man seine gewonnene Routine aufgibt und sich in kaltes Wasser werfen lässt; andererseits macht es auch Spaß, zu einem neuen Rhythmus zu finden.

Nach wie vor halte ich an meiner Struktur von ZeitLos fest, die sich grob in zwei Teile spalten lässt. Wie lang der erste Teil allerdings wird, steht noch in den Sternen. Ich bin ohnehin kein Planungsgenie, was Kapitelanzahl angeht, aber diese Story scheint noch einen ganz eigenen Willen zu entwickeln. Die erste Katze lass ich glaub ich erst um Kapitel 15 herum aus dem Sack und dann geht der Ärger erst richtig los. So wie ich Reverie bisher kenne, muss ich aber damit rechnen, dass sie und die X-Men Horde meinen Plänen ohnehin ein Schnippchen schlagen werden und machen, was sie wollen. Einerseits ein Segen, andererseits schon mal nervig, wenn die eigenen Kreationen partout nicht spuren wollen.

Eine Art Flashback hatte ich heute Morgen, als ich eine Review zu Back 2 Good bekommen hab. Ich muss gestehen, da blutet mir ja heute noch das Herz, weil ich die Story so sträflich pausieren lasse. Denn wenn ich heute noch mal drüber lese, schwemmt das so viele Gedanken und Gefühle hoch, die mich während der Story begleitet haben, dass ich fast schon etwas wehmütig werde. Übrigens finde ich es toll, ab und an noch Feedback für alte Sachen zu bekommen. Mir gehts eigentlich immer so, dass ich gerade wissen mag, wie meine "neuen" Sachen so ankommen, gerade wenn ich zu alten Geschichten Feedback bekomme, fällt es mir manchmal schwer, mich in das Gefühl hineinzuversetzen, das mich damals beim Schreiben begleitet hat. Interessen und Ansprüche verschieben und entwickeln sich und da ist es wie ein Blick in ein altes Tagebuch, wenn man durch Reviews der alten Story wieder näher gebracht wird.

Apropos Reviews: an dieser Stelle habe ich wieder Grund, mehrfach Danke zu sagen. Noch bin ich nicht zum Beantworten gekommen und es könnte wohl auch noch ein wenig dauern, da in der kommenden Woche einiges ansteht, aber ich hab mich über jeden einzelnen Kommentar wie ein Schneekönig gefreut und werde natürlich noch gebührend darauf eingehen. Danke für eure Mühe, ich hoffe, ihr lest das und habt eine etwaige Ahnung davon, wie sehr ich mich gefreut hab und noch immer freue.

Maßgeschneidert ist die letzte Story im Dark Knight Bereich, die ich geschrieben hab und die erste, die den Status "beendet" erteilt bekommen hat *lach* Offiziell gesehen, zumindest. Wenn ich die Updates auch in England pünktlich einhalten kann, wird das Handwerk vllt gegen Ende 09/Anfang 10 komplett online stehen und Scar Tissue wohl noch die armen genervten Autoren und Leser bis März belästigen. Ich ändere aber nix mehr am Updateabstand. 10 Tage müssen für Scar Tissue reichen und da liest ohnehin glaub ich nur noch Stormy mit beiden Augen *lach*, und das Handwerk kriegt auch nicht mehr Leser, wenn ich mehr Zeit zum Lesen lasse. Ein bisschen fasziniert bin ich von einer Kollegin im Dark Knight Fandom, die es vollbringt, täglich Updates zu bringen. Ich werd mich nie wieder über ein einschlafendes Fandom beschweren.

Ich schau mal, was ich heute zustande bekomme, es ist Abend und das heißt: Zeit für die X-Men.
Habt noch einen schönen Sonntagabend!

Stoffi

Freitag, 7. August 2009

Fertig!


Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Gestern Nacht wurde ich dann doch endlich mit meinem kleinen Experiment fertig, habe es erstmal so liegen lassen, um heute noch mal reflektierend drüberzugehen. Rund 9,000 Wörter sinds geworden und ich bin noch unentschlossen, ob ichs mögen oder verteufeln soll, das überlasse ich ganz dem Urteil der Freiwilligen, die sich zu meiner Überraschung zum Lesen gemeldet haben.

Ich weiß jetzt jedenfalls, warum ich keine Sexkapitel mehr schreib. Jedes Wort hat sich irgendwie bitten lassen. Nicht, weil ich nicht schreiben konnte, es war vielmehr ein Abwägen jedes zweiten Satzes, um zu prüfen, ob es "jokergerecht" formuliert ist. Keine Ahnung, ob man das rausliest und merkt, wie sehr ich mich gequält hab. Manchmal hasse ich mich wirklich für mein bildliches Vorstellungsvermögen, das hat mir gestern noch eine schlaflose Nacht beschert, die ich dann immerhin zum Lesen genutzt hab.

Egal, es ist fertig, ich bin es auch und ein wenig dankbar, dass ich mich jetzt wieder etwas harmloseren Gefilden widmen kann. Ich freu mich schon auf ZeitLos, JETZT brauch ich wirklich mal ne Joker-Auszeit, was das Schreiben betrifft. In Sachen Veröffentlichung steht heute das zwanzigste Kapitel von Scar Tissue auf dem Programm, eines der...hm...wie sag ich das? Härteren? Es hat meine Probeleserin damals zumindest sehr schlucken lassen, aber ich glaub, das ist alles sehr subjektiv. Manche schlafen ja noch bei herumfliegenden Körperteilen und Psychoterror ein. Es ist jedenfalls eine entscheidende Szene drin verwoben. Auch wenn ich mir mittlerweile wirklich wie ein Alleinunterhalter bei der Story vorkomm, freu ich mich schon auf das Kap und mögliche Gedanken, die dazu geäußert werden könnten. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, wenn auch nicht in Scar Tissue ;)

Aber das mach ich erst später, hab noch einiges zu erledigen und muss erstmal weg, hoffe, dass ich die Reviewantwort noch zusammenschustern kann. Da hat man schon nur eine zu beantworten und ich komm trotzdem in Zeitschwierigkeiten, es ist erstaunlich.

Ich hab vorhin zur Probe gepackt, werde mir hoffentlich noch Zahnpasta und Duschgel von anderen Mitgliedern erschnorren können *fragend in die Runde schau*, weil ich das aufgrund der Handgepäck-Flüssigkeitsbestimmung nicht mitnehmen kann, bzw. wenig Lust hab, von der Security auseinander genommen zu werden. Passt aber alles, mit Rucksack und Handtasche werd ich mich nächste Woche auf Reisen begeben und freue mich schon wie verrückt darauf. Das einzig Suspekte, das sie bei mir finden werden, sind meine Joker-Badges, aber damit müssen die nun umgehen, die klamüsere ich nicht extra ab. Mädels, nur noch eine Woche! Das wird toll!

Bis dahin wünsche ich noch einen angenehmen Freitag!

Stoffi

Donnerstag, 6. August 2009

Schwarzmalerei


Gestern ist mir mal wieder mehrfach ins Auge gestochen, was längst kein neues Thema mehr ist und doch so ziemlich jeden von uns beschäftigt. "Schwarzleser" ist ein Begriff, der einem bei der täglichen Visite zahlreicher FF-Archive unweigerlich ins Auge sticht, sei es bei der Betrachtung von Autorenprofilen, als Anmerkungen in Vor- oder Nachworten diverser Geschichten, natürlich auch in Blogs. Sicherlich sind so genannte "Schwarzleser" die natürlichen Feinde des veröffentlichenden Hobbyautors, weil dieser durch Statistiken, über die jedes größere Archiv verfügt, Klickzahlen registriert, die oft in solchen Mengen auftauchen, dass mit Sicherheit einige Klicks von stillen Lesern stammen müssen.

Aber ich frage mich, ob es so korrekt ist, so ein Leseverhalten als "Schwarzlesen" zu bezeichnen. Denn...es scheint vom Begriff "Schwarzfahrer" abgeleitet zu sein, der ohne die erforderliche Zahlung eines Fahrtickets öffentliche Verkehrsmittel nutzt. Es ist weithin bekannt, dass man verpflichtet ist, einen gewissen Betrag zu zahlen, um diese Verkehrsmittel nutzen zu können, aber kann man das wirklich so ohne Weiteres auf das Lesen von Geschichten übertragen? Wo steht geschrieben, dass sich der Leser verpflichten muss, Feedback abzugeben? Nirgends. Es ist schlichtweg ein Akt der Höflichkeit und Fairness, Texte, die man intensiv liest, mit Kritik oder Lob zu kommentieren, aber kein fest geschriebenes Gesetz.

Ich selbst bin kein Fan von stillen Lesern, weil ich einfach denke, dass die Ausrede "ich weiß nicht, was ich zu dem Text sagen soll" nicht zieht. Jeder, der genügend Gedanken beisammen hat, um einen komplexen Text wirklich zu lesen, macht sich zwangsläufig dabei Gedanken, zumindest ist das wünschenswert. Das Gleiche gilt für Zeitaufwand: wer Texte lesen, ja, vielleicht sogar verfolgen kann, findet bestimmt auch die fünf Minuten, etwas dazu zu äußern. Nicht jede Review muss eine seitenlange Literaturkritik sein. Ich habe mich oft genug über diesen Zustand beschwert, aber Fakt ist, dass alles Wettern und Schimpfen nicht hilft, dass der Leser immer noch selbst kommentieren wollen muss. Und wenn ich auf manchen Profilen lesen muss, dass es jetzt sogar schon Vereinigungen gegen Schwarzleser gibt oder offene Hassparolen gegen diese Form von Lesern losgetreten werden, kann ich leider nichts anderes als grinsen. Denn...wie wollt ihr bitteschön an diesem Leseverhalten etwas ändern? Wer fühlt sich ernsthaft bedroht, wenn drin steht: "Ich hasse Schwarzleser abgrundtief"...ich meine...wen juckt das? Jemand, der sich noch nie bei irgendjemanden zu Wort gemeldet hat, wird es auch weiterhin nicht tun; im Gegenteil, der wird sich vielleicht gerade denken: "Pff, dann bleib doch, wo der Pfeffer wächst und sieh zu, wer irgendwann noch liest"

Ich weiß nicht, ob es Administratoren möglich ist, Leser zu tracken, aber selbst wenn ist es doch kein Strafdelikt, nicht alles zu kommentieren, was einem unter die Augen kommt. Wie gesagt, ich kann jeden verstehen, den es frustriert, wenn er sieht, dass die Klickzahlen in die Tausende gehen, aber Reviews recht mager ausfallen, aber ich sehe keine realistische Lösung für das Problem. Mich persönlich nervt es irgendwann, wenn Autoren Anmerkungen, Vor- und Nachworte nur für die Bitte um Reviews benutzen und das in jedem Kapitel. Am skurrilsten find ichs, wenns von Autoren kommt, die einen festen und konstanten (!) Leserstamm von 3-4 Leuten haben. Das ist mehr, als manch anderer jemals bekommt. Ganz zu schweigen davon, dass ichs auch schon bei Leuten gesehen habe, deren Ausbeute noch dicker ist. Wahrscheinlich ists in dem Falle dann eher der Größenwahn als nachvollziehbare Frustration. Ich glaub, man muss einfach akzeptieren, dass ein Großteil aller Leser "schwarz" liest und einfach an deren Höflichkeit appellieren, anstatt sie zu verteufeln.

Ich reviewe bei weitem nicht alles, was ich lese, aber auf jeden Fall das, bei dem ich länger als nur ein paar Kapitel hängen geblieben bin. Und den Schwarzleser verteufelnden Autor will ich sehen, der selbst alles kommentiert, was ihm unter die Finger kommt. Das eigene Verhalten berachten, bevor man über das anderer herzieht. Aber das ist ein Teil von Selbstkritik und zu der sind bekanntlich nicht alle fähig. Leider.

Wird ein Schwarzfahrer in der Bahn ertappt, wird ihm ein Bußgeld angehängt und der Schwarzfahrer womöglich noch in der betreffenden Station rausgeschmissen. Outet sich jedoch ein Schwarzleser, wird demnach als Leser "erwischt", wird er umjubelt und mit Dank überschüttet. Ganz klar. Wer freut sich nicht über "neue" Gesichter? Also hinkt der Begriff nicht nur auf eine Weise, sondern gleich auf mehrere. Alles Jammern hilft nicht und ich finds einfach unmöglich, wenn sich permanent über eine Sache beschwert wird, an der man nichts ändern kann, an der man selbst schon nichts ändert, indem man selbst Unmengen an Geschichten "schwarz" liest. Ich freue mich über jeden, der sich zu Wort meldet, der sagt "Hallo, hier bin ich"...denn ich bin nach wie vor der Meinung, dass es gerade Anfänger entmutigt, wenn keine oder nur sehr wenig Resonanz auf die veröffentlichen Texte kommt. Aber man sollte über all den Frust nicht die vergessen, die einem noch Kommentare dalassen oder da gelassen haben. Mit so einem Verhalten stößt man die auch nur noch vor den Kopf, wenn Sprüche kommen wie "Ich lade das nächste Kapitel erst hoch, wenn ich x Reviews bekommen hab". Denn ich persönlich würde mir, wenn ich regelmäßig diese Story reviewe, an so einer Stelle denken: "Mach doch deinen Scheiß alleine".

Nein, auch ich habe keine Idee, wie man das Problemchen zu aller Zufriedenheit lösen könnte. Vielleicht, indem man Reviews ganz abschafft, aber dann würde irgendwann keiner mehr veröffentlichen und dann gäbs irgendwann sowas wie Fanfiction im Internet gar nicht mehr. Man kann Feedback nicht erpressen, und wenn man es erpresst, kann man unterm Strich nicht stolz drauf sein. Oder aber man sollte Statistiken abschaffen. Denen kann man laut Churchill ohnehin nur trauen, wenn man sie selbst gefälscht hat. Favoriteneinträge und Klickzahlen sind keine realistischen Hinweise darauf, wie viele Leute deine Geschichte wirklich lesen und wer sie nur vorgemerkt hat und am Ende nicht mal anschaut. Es ist nur eine weitere Stufe für den Wettbewerb, für den "Schwanzvergleich", aber es sind unterm Strich nur Zahlen. Was zählt, sind die Aussagen, die man wirklich daraus gewinnt.

Heut war ein hektischer Tag, das Schreiben verlege ich auf den Abend und die Nacht und heute will ich auch endlich diese elende Episode zu einem Ende bringen. Man sollte nicht zu viel erwarten, Nerven hats mich zur Genüge gekostet.

Macht euch einen schönen Abend!

Stoffi

Dienstag, 4. August 2009

Schall und Rauch...


...sind Namen bekanntermaßen und irgendwie verhält es sich auch mit Titeln für Stories. Zumindest gehts mir gerade so. Titelsuche ist für mich immer wieder etwas ganz Spannendes, etwas, woran ich schon mal verzweifle. Ich hab heute rein hypothetisch überlegt, wie ich mein noch in Arbeit befindliches...äh...expliziteres Episödchen in Sachen sadistischer Vorlieben denn nennen würde, wenn es online käme (was es nach wie vor nicht tun wird). Ich hab keine Ahnung. Es gibt eine Handvoll titellose Geschichten in meiner persönlichen Sammlung, was ja an sich nicht schlimm ist, wenns nirgends online stehen soll. Aber ohne Titel fehlt einer Story was und ich finds schwierig, einen Titel zu finden, weil er vieles sein muss - zum Inhalt passend und treffend, gut einprägsam, nicht zu lang, nicht zu einfallslos. Viele bevorzugen englische oder andere fremdsprachige Titel, weil sie der Meinung sind, es würde alles ein wenig aufpeppen, andere hingegen schrecken davor eher zurück. Ich lege mich da nicht generell fest, da ich denke, dass es einfach zur Story passen muss.

Ich hätte "Scar Tissue" auch "Narbengewebe" nennen können, aber meiner Meinung nach ist das Klangbild im Englischen schöner, beim Handwerk wars ein Bauchgefühl, an dem ich nicht mehr rütteln wollte und bei "Maßgeschneidert" hab ich auch nur überlegt, ob deutsch oder englisch. Die Wortspiele in den Kapiteltitel plädierten dann aber doch eher für Deutsch. Bei Mad Season und Back 2 Good war ich so einfallslos und hab die Stories nach Songs von Matchbox 20 benannt, bei ZeitLos hab ich verhältnismäßig ewig überlegen müssen, welcher Titel jetzt am besten passen würde, da hatte ich in der Tat mehrere Optionen. Mittlerweile hätte ich sogar auch noch ne Alternative, aber die würde vielleicht zu viel vom Inhalt vorweg nehmen.

Wie ich zu einzelnen Titeln finde ist ein reines Glücksspiel. Meistens ist die Idee vor dem Titel da, aber nur ganz selten kann ich auch zu schreiben beginnen, wenn kein Name da ist. Es fühlt sich für mich unrund, nicht vollständig an, wenn ich nicht wenigstens einen Arbeitstitel habe. Obwohl ich sagen muss, dass ich bisher noch keinen Arbeitstitel geändert hab. Auf jeden Fall ist die Titelsuche etwas Spontanes. Manchmal leuchtet einfach einer in meinem Kopf auf und wird genommen, manchmal wäge ich ab und grüble tagelang, bis mir die Grundidee nicht mehr gefällt und das Projekt eh hinfällig wird *lach*

Wie ist das bei euch? Habt ihr eine Strategie zur Titelfindung oder ist das für euch nicht so wichtig? Ich weiß nicht, ich find sowas wie nen Titel essentiell. Das entscheidet für mich schon oft, ob ich eine Story lese oder nicht. Wenn im Titel schon ein (offensichtlich nicht beabsichtigter) Fehler drin ist, oder er einfach nicht gut "klingt", zu lang ist oder nichtssagend (sprich, wenn man bei einer FF-Suche bei Titeleingabe mehrfache Treffer für den gleichen Titel findet), kapituliere ich. Ein ähnliches Problem eröffnet sich mir bei Kapiteltiteln. Ich hab bei meinen Real Person Stories ohne Kapiteltitel gearbeitet, halt nur durchnummeriert und hab da eines Tages eine Anregung bekommen, dass es besser wär, den Kapiteln Titel zu geben, damit man sich besser an deren Inhalt erinnern kann. Da muss ich sagen, dass es mir persönlich weniger wichtig ist, Kapitel mit Namen zu versehen, es stört mich nicht beim Lesen von Geschichten, manchmal empfinde ich es eher als störend, wenn der Titel zu viel vom Kapitelinhalt verrät. Aber: nichtsdestotrotz hab ich wieder auf Kapiteltitel zurückgegriffen und muss sagen, dass es mir da auch teilweise schwerfällt, den richtigen Nenner zu treffen. Nicht zu viel vom Inhalt verraten, reizen, interessant sein, nicht zu allgemein...es ist schon immer die Herausforderung vor der Herausforderung. Neugier erregen, einprägsam sein.

Bei Snoopys "Venatrix" finde ich das zum Beispiel toll. Ich persönlich hatte vorher keinerlei Ahnung, worauf sie mit dem Titel anspielt, daher konsultierte ich Google, das mir die Erklärung/Übersetzung: "Jägerin" oder "Frau des Jägers" anbot, aber damit wird noch lange nicht der komplexe Inhalt verraten, vielmehr webt sie den Titel noch klug in die Handlung selbst ein. Das finde ich originell und umsichtig, ich wünschte, ich hätte mal solche Geistesblitze!

Wie gesagt, ein Titel ist in dieser momentanen kleinen Sache nicht von Relevanz, da es eigentlich nur eine Szene in "Maßgeschneidert" abändert, also eine sehr alternative Version bietet, und nicht zur Veröffentlichung angedacht ist. Mir würde da auch nach langem Grübeln glaub ich nichts Anständiges einfallen. "Anständig" ist hierbei vielleicht sowieso das falsche Wort. Daher ist es schon gut so, das Ding zu den dunklen, unveröffentlichten Abgründen in meinem Schreibtisch zu verbannen. Wenn es denn fertig ist. 10 Seiten und es geht endlich zur Sache *hust* Ich wollte heut eigentlich fertig werden, aber hatte heut noch nicht viel Zeit, um in die Tasten zu hauen. In dieser Woche sollte es dennoch gelingen.

Des Weiteren hab ich heut eine gute Benachrichtung erhalten, ich rechne in den nächsten Tagen mit schöner Post :D Und dann kann ich schon mal fürs WG2G probepacken. Fliege nur mit Handgepäck und da müssen Bettwäsche, Handtücher und wenn möglich etwas Bekleidung rein, wird ja kein FKK-Treffen. Und natürlich ein Buch für Zug und Flug. So langsam werde ich hibbelig-kribbelig und freue mich auf die Mädels. Nur noch 1 1/2 Wochen und dann kann unsere mehr oder weniger qualifizierte Literaturkreis in die Startlöcher gehen *gluckser*

Habt einen schönen Abend, ich lass meinen mit einem Gläschen Rotwein ausklingen.

Stoffi

Montag, 3. August 2009

Kratzen, Beißen, Schlagen


So in etwa könnte man zusammenfassen, was ich gerade fabriziere. Es geht haarig zur Sache, wird auch mal Zeit nach 5000 Wörtern Herumgeeier. Ich tu mich schwer mit diesem Experiment; es entpuppt sich als wahre Herausforderung und ich weiß nicht, ob das, was ich bisher zusammengeschustert hat, wirklich lesenswert ist. Prinzipiell muss es das nicht, online erscheint der Spaß nach wie vor nicht, aber nur weils nur n paar Augenpaare zu sehen bekommen - wenn sie es wollen - heißt das nicht, dass ich schludrig arbeiten möchte. Gerad der Joker ist mir heilig und ich hab letzte Nacht mal wieder lange wach gelegen und gegrübelt, gedanklich an einigen Feinheiten geschliffen. Ich merke, dass ich diese Ablenkungen brauche, denn wenn ich mich nach einer halben Stunde Arbeit an dieser kleinen Zote an ZeitLos setz, gehts da gleich viel lockerer von der Hand. Kann mir nicht erklären, wieso. Vielleicht, weil die Szenen da noch nicht so schwierig sind wie diese eine pikante. Mei...ich hab schon einige Kussszenen mehr oder weniger freiwillig geschrieben, aber die gestern Nacht. Uh...da hab ich mich glatt ein bisschen gegruselt. Eine sehr kuriose Erfahrung ist das. Mal schauen, wann ich damit fertig werde, und was am Ende bei rauskommt. Man gebe mir die Gabe, kurze Sachen zu schreiben *seufz*

Heute hab ich auch wieder ein bisschen gelesen, aber hatte vor lauter Terminen noch nicht den Kopf frei, Feedback zusammenzuschustern. Kommt aber die nächsten Tage. Gut Ding will bekanntlich Weile haben, auch wenn ich selbst weiß, wie verzweifelt man als Autor manchmal Feedback herbeisehnt. Apropos Feedback - ist es eigentlich normal, wenn man bei einer Story mehr Favoriteneinträge als (Gesamt-)Reviews hat? Oo Find ich irgendwie faszinierend/merkwürdig. Ist mir vorher noch nie passiert. Aber man muss ja auf alles gefasst sein.

Hätten wir den Montag auch mal hinter uns gebracht. Macht euch einen schönen Feierabend!

Stoffi

Sonntag, 2. August 2009

Nichts ist unmöglich


Die Richtigkeit dieser Aussage mag man zu Recht in Frage stellen, aber für mich nimmt sie derzeit wirklich sehr greifbare Formen an. Ich sitze gerade hier und fahre damit fort, eines meiner persönlichen Ober-Tabus zu brechen. Sag niemals nie ist da sozusagen ein sehr treffender Leitspruch und ich glaub, ohne Stormys Input hätt ich mich gar nicht erst getraut, sowas zu schreiben. Sie verdirbt die engelhafte Reinheit meiner Gedanken und das nun schon zum zweiten Mal. Wenn das so weitergeht, schreib ich irgendwann doch noch eine Sado-Maso Slash-Fic zwischen Batman und dem Joker. *hust* Nein, ich glaub, das ist dann doch etwas, wo man mich mit Daumenschrauben bearbeiten müsste.

Es ist wesentlich schwieriger, als ich es mir vorgestellt habe. Nicht DASS ichs mir expliziter vorgestellt habe, das nicht, aber es erfordert irgendwie doch wesentlich mehr Fingerspitzengefühl als gedacht, um den Joker immer noch in character zu halten. Irgendetwas sträubt sich dann halt wohl doch in mir, ihn mir in SO einer Lebenssituation vorzustellen. Es funktioniert, aber es geht nur langsam und bedacht von der Hand. Nicht, weil mir nichts einfällt, sondern weil ich unbedingt den richtigen Ton treffen will. Ist in etwa so, als würde man einen Blinden in ein Labyrinth stecken, sodass der sich erstmal behutsam vorantasten muss.

Worüber ich rede? Fragt besser nicht. Ich glaube, ihr würdet mich skalpieren, wenn ihr wüsstet, was ich hier fabriziere und daher bleibt das Dingelchen auch strikt unter Ausschluss der Öffentlichkeit, dient nur zur Bespaßung von Stormys schmutziger Fantasie *lach* Jaja, ich gebs ja zu, meine ist eh schon verdorben. Es war ein "Was wäre wenn" Moment, der mich dazu bewegt hat, mal anzufangen. Mal schauen, ob und wann es fertig wird; ZeitLos hat nach wie vor Priorität und ich bin recht zufrieden mit dem Ausgang von Kapitel 4, der vielleicht dem ein oder anderen Fragezeichen bescheren wird. Jetzt steht erstmal wieder eine Magneto-Szene an vor der malerischen Kulisse des East River. Yeah. Ich mag den alten Zausel irgendwie. Eben auch, weil er kein schwarz/weiß Bösewicht ist. Da steckt Intelligenz dahinter, Obsession, die etwas verdrehte Ansicht, Gutes zu tun, wenn auch nur für Mutanten. Ich glaub, ZeitLos wird vom Plot her wesentlich komplexer als angedacht. Man könnte es prinzipiell in zwei separate Teile spalten, weils eben doch recht viel hergibt und sich die Handlungsmotivationen noch verschieben. Aus diversen Gründen *hust* Ich freu mich schon drauf, auch wenn ich da noch 2, 3 gravierende Probleme und Fragen auszumerzen hab. Da das aber recht spät kommt, kann ich mir da noch zur Genüge Gedanken drüber machen, wie ich den Bogen glaubhaft spanne. Die besten Ideen kommen sowieso während des Schreibens.

Gestern Abend ist der zweite Teil von Maßgeschneidert online gegangen und ich bin ehrlich gesagt immer noch ziemlich verdattert ob der bisherigen Resonanz. Hab ich ehrlich nicht erwartet. Weiß nicht, ob es sich bei mir schon so derb eingebürgert hat, dass ich damit rechne, Leser zu verlieren, dass es mich in der Tat überrascht, wenn mir einige noch bei einem zweiten Kapitel die Stange halten. Na, ich freue mich da glaub ich umso mehr drüber und hoffe, den Dreiteiler nächsten Samstag zu einem würdigen Abschluss zu bringen.

Und weil ich gerad von Feedback spreche, muss ich an dieser Stelle noch einmal ein Danke an alle Leser und Kritiker richten. Ich bin nicht mit hunderten von Lesern gesegnet, aber ich habe dafür welche, die sich unglaublich ins Zeug legen, mir eine hilfreiche und überwältigende Kritik dazulassen. Schreiben kostet Zeit und Mühe, aber genau das Gleiche gilt fürs Lesen. Fürs richtige Lesen, nicht nur fürs "Toll weiter" - Überfliegen. Und ich weiß von einem Großteil, dass er eben nicht mit viel Freizeit gesegnet ist. Daher empfinde ich es als noch größere Notwendigkeit, Danke zu sagen, wenn nicht nur gelesen, sondern eben auch Feedback fabriziert wird, das einem die Socken auszieht. Mir bleibt nur übrig, eure Anregungen und Gedanken mitzunehmen und daraus zu lernen, aber ich hoffe, ihr wisst, wie sehr ich mich freue. Ich breche mit meinen Geschichten keine Reviewrekorde und das ist auch nicht Sinn und Zweck der Sache. Wenn ich die Qualität des Feedbacks sehe, entschädigt es für alle Zweifel am Sinn einer Veröffentlichung. Ich erwarte keine Literaturkritiken in einer Fanfiction-Sparte; erstrecht nicht für meine Texte, bei denen es viele vllt schon als Anstrengung empfinden, überhaupt zu lesen. Aber es ist schön zu sehen, dass es noch so gründliche und fantasievolle Leser gibt. Danke!

Jetzt gilt es noch, die restlichen Beweise einer recht durchtriebenen Woche zu beseitigen, ehe die Familie aus dem Urlaub zurückkehrt, dann gehts raus und später am Tag wartet noch ein geselliges Pläuschchen mit den Get2Gethers auf mich. Macht euch einen kreativen Sonntag!

Stoffi