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Freitag, 31. Juli 2009

Drama, Baby!


Ich sitze gerade an einer schönen Szene zwischen Reverie und Professor Xavier und freu mich, dass es langsam ans Eingemachte geht. Mit der Tür fall ich zwar nicht ins Haus, was sie angeht, da gibts einfach zu viel erzählen, um es jetzt schon vorweg zu nehmen und ich hoffe, ich kann noch für den ein oder anderen Überraschungsmoment sorgen. Sollte möglich sein, zumal Reverie selbst einiges noch nicht weiß.

Die Szene hat mich dazu bewegt, mal wieder den von Stormy aufgespürten Mary-Sue Test durchzuführen, weil es weitläufige Vorurteile gegenüber eigenen Charakteren gibt und der Grat zu einer klischeebehaften Protagonistin recht schmal sein kann. Ich finde es schwierig, einen interessanten Charakter zu schaffen, der auch noch glaubwürdig ist. Vielerorts geht die Tendenz dann doch eher zu einer dramatischen Hintergrundgeschichte der Heldin, die sie gefährlich nah an die Schwelle zur Sue schiebt. Klar, man will den Charakter interessant gestalten und den Leser mit dem Sonderbaren locken; aber da passiers schnell, dass man's übertreibt. Drama ja, Drama-Queen, nein danke. Zumindest, was meinen Geschmack betrifft. Kaum ein Charakter ist nicht durch seine Geschichte vorgeprägt oder gar traumatisiert und das ist auch richtig so; nur so entwickelt er Facetten und wird glaubhaft, indem er eine Vergangenheit vorzuweisen hat. Aber nicht jeder ist in nem kaputten Elternhaus aufgewachsen, nicht jeder ist Opfer eines Verbrechens geworden oder hat schwere persönliche Verluste erlitten, an denen er immer noch zu arbeiten hat. Was ich damit sagen will - gibts noch Normalos in Fanfictions oder sind sie schlicht und ergreifend nicht interessant genug?

Manchmal kann Normalität genauso sympathische und mitreißende Eigenarten haben wie eine bewegende Vergangenheit. Manchmal muss man das Ungewöhnliche nicht erst kreieren, sondern es vielmehr im Gewöhnlichen entdecken. Denn ist es schlussendlich nicht so, dass sich die meisten Charaktere eher dadurch gleichen, dass sie viel zu viel Drama in ihrem (meist noch sehr jungen!) Leben durchgemacht haben? Ist da ein etwas exzentrischer Normalo nicht eher die Ausnahmeerscheinung?

Hier muss man glaub ich auch beim Genre differenzieren. Gerade im Real Person Bereich liest man regelrecht heraus, wie diverse Autoren unbedingt die Suefalle umschiffen wollen, indem sie die normalste Person der Welt hinstellen, ein stinknormales Mädchen, das natürlich durch und durch bescheiden ist und KEINE Ahnung hat, welcher Star ihr da gegenübersteht, obwohl man entweder Kellerkind oder anderweitig von der Welt da draußen isoliert sein müsste, um IHN nicht zu erkennen ;) Das ist stellenweise schon wieder zu normal, zu 08/15, da kann man manchmal ne Schablone anlegen, so normal, dass Facetten flöten gehen und normal schnell langweilig wird. Jeder Mensch hat Ecken und Kanten und ich denke, die machen ihn gerade so interessant. Drama ist ok, nur sollte es in den Kontext passen. Wenn Drama nur da ist, um den männlichen Charakter in Verzückung geraten zu lassen und seinen Beschützerinstinkt zu wecken, letztlich die Sympathie aller anderen auf sich zu ziehen, dann ist irgendwie das Ziel verfehlt. Mal schauen, ob mir das bei Reverie gelingt, der Suefalle auszuweichen. Vieles ist sicher auch Ansichtssache und OCs haben eh öfters nen schweren Stand, aber ich geb mir Mühe. Mehr kann ich nicht machen.

Ich bin zudem ein bisschen erstaunt darüber, was für ein Gedankenkarussell "Maßgeschneidert" lostreten konnte. Bislang ist nur der erste Teil online, aber die Resonanz hat mich ehrlich gesagt überrascht; zumal die Idee nicht unbedingt die komplizierteste ist und ich einige neue Gesichter sehen durfte. Mal schauen, wie das morgen mit Teil 2 aussieht, an dem hab ich eben noch ein wenig Feinschliff betrieben. Erwartungen hege ich keine.

Dann steht in 2 Wochen endlich das WritersGet2Gether an, auf das ich mich schon tierisch freue. Eine kenn ich zumindest schon mal persönlich, hinter Blos werd ich mich also quengelnd und heulend verstecken, falls Stormy wirklich mit der Schnapspulle angerannt kommt, um mich damit zu verhauen. Ich ahne, dass es spaßig wird; ich freue mich auf viele neue Gesichter, verschiedene Meinungen zum Schreiben und bin sicher, dass wir viel Spaß haben werden. Und da fällt mir noch ein, dass ich noch etwas vorher erledigen muss. *muhahahaha* aber noch bleibt ja etwas Zeit. Auf jeden Fall erhoffe ich mir aus dem Treffen viele Eindrücke und Methoden in punkto Schreiben mitnehmen zu können. Ich stelle es mir auf keinen Fall als Selbstbeweihräucherungs- oder Schleichwerbungsrunde vor und hoffe, dass das die anderen Teilnehmer genauso sehen. Gespannt bin ich jedenfalls wie ein Flitzebogen.

Jetzt will noch ein Kapitel beendet werden. Kommt gut ins Wochenende!

Stoffi

Mittwoch, 29. Juli 2009

A whiter shade of pale


Jaja, sagt nix, ich weiß...Bäumchen wechsle dich steht mal wieder auf dem Programm. Aber hey, das alte Layout war auch schon über nen Monat alt, mir war nach einem etwas klassischerem Motiv und warum auf Winter warten, wenn man ne optische Abkühlung mag? Behind the Scenes lautet das Motto des Blogs ohnehin, schließlich ist es mein Arbeitstagebuch, mein Blick hinter die Kulissen während der Entstehung einer Geschichte; daher auch der fassadenlose, etwas nackte Hintergrund. Ich bin damit zufrieden.

Schlimm ist es aber im Moment, wie sehr ich mich von Musik beeinflussen lasse. Ich bin ja eigentlich eher n musikloser Schreiberling, ertappe mich viel zu oft dabei, wie ich dümmlich vor mich hintänzle, anstatt zu schreiben, daher kommen eigentlich eher instrumentale Sachen in Frage, wenn ich denn überhaupt mit Musik schreib. Gestern Abend hatte ich dann irgendwie einen totalen Melancholie-Flash, den mir dieses Lied eingebrockt hat. Blöd, wenn durch rein akustische Stimuli eine ganze Flut von Erinnerungen über einen hereinbricht und man schwermütig, traurig, aber auch auf seltsame Weise mit einem Lächeln zurückdenkt. Dabei hab ich ne Kurzgeschichte angefangen, bei der ich mir völlig unschlüssig bin, was mir mein Unterbewusstsein damit sagen wollte. Fertig ist es noch nicht und ich weiß auch nicht, ob ichs fertig krieg, irgendwie hat mich das gestern doch sehr aufgewühlt und das beunruhigt mich ein wenig.

Äh...ja...ansonsten hab ich heut noch nichts von der Schreibfront zu berichten, nach andauerndem Gewusel bin ich erst gerad heim gekommen und werde mir nun ne nette Loganszene zu Gemüte führen, ehe ich dann den Professor n bissl die Zähne an Reverie ausbeißen lass. Kapitel 4 geht gut von der Hand, aber ich brech bei der Story nichts übers Knie. Da ist noch Tuchfühlung angesagt.

Das wars heut auch schon von mir. Seid schön fleißig!

Stoffi

Dienstag, 28. Juli 2009

Alleinunterhalter

Ja, so fühl ich mich im Moment ein bisschen in der Sparte Dark Knight. Ich meine...klar, der Film ist nicht mehr der aktuellste und mittlerweile hat sich auch der Hype um Heath Ledgers tragisches Ableben gelegt...aber was ist mit denen, die seine Leistung als Joker als zeitlos bezeichnet haben? (no pun intended) Wo sind all die begeisterten Batmanfans hin? Seht euch das mal an, so sieht gerade die Updateleiste auf ff.de aus:
Klar, ich weiß, wir haben alle ein Leben da draußen, ich habs auch, aber es ist irgendwie traurig, dass im Moment im Fandom so ne tote Hose vorherrscht. Seht mal, ich hab das Handwerk letzten Donnerstag aktualisiert, seither gabs nur von meiner Warte aus Updates. Zu Schlagzeiten, als ich gerade angefangen hab, Scar Tissue online zu stellen, gab es täglich Updates von mindestens 2 bis hin zu 5, 6 Geschichten. Nicht übermäßig, aber doch eine ordentliche und lebendige Zahl. Dass sich Interessen verschieben ist völlig legitim, aber ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum wirklich weit fortgeschrittene Geschichten auf einmal stillstehen und das Interesse offensichtlich so derb nachgelassen hat.

Klar, ich schreib im Moment auch bei den X-Men, aber deswegen ist meine Begeisterung für den Film und den Joker nicht gesunken. Natürlich wirkt sich das nicht nur auf die Seite der Schreiberlinge aus, auch vonseiten der Leser kommt nur noch wenig. Damit meine ich nicht zwingend meine Feedbackausbeute allein (Danke an dieser Stelle an alle, die sich immer noch durch meinen Wörterdschungel kämpfen), generell fasst kaum noch einer was ab; auch ein Grund, warum der ein oder andere die Lust am Fandom verliert. Ich finds schade und verstehe an dieser Stelle wieder mal Leser nicht, die die Geschichten lesen und wohl auch mögen, aber nichts dalassen. Man sieht bei Dark Knight gerad recht deutlich, wie so ein Leseverhalten die Motivation anderer Autoren schmälert. Dass gelesen wird weiß ich zumindest dahingehend, dass die Klicks kein bisschen nachgelassen haben. Ich würds schade finden, wenn Dark Knight als Fandom irgendwann einstaubt. Ich bemüh mich jetzt schon, Spinnwebenbildung zu verhindern und hoff, dass ich nicht länger Alleinunterhalter bin. Wer weiß, worans liegt, die Entwicklung geht nur schon seit Monaten so und ich finds schade, weils der Film einfach nicht verdient hat.

Abwarten, irgendwann kommt die Begeisterung hoffentlich wieder zurück. Gestern ist noch Kapitel 3 fertig geworden, an die 4 setz ich mich nachher noch, aber erstmal...such ich mir was zu essen und freue mich über den endlich (und hoffentlich sicher) gebuchten Wohnheimsplatz. Engländer schreiben die niedlichsten E-Mails.

Nun denn, kommt gut durch den Tag!

Stoffi

Montag, 27. Juli 2009

Kokelfritzen und andere Unruhestifter


Heute war Lesetag angesagt. Hab das schöne Wetter genutzt und mich in die Sonne geparkt, gelesen, gelesen und noch mal gelesen, was mir immer dabei hilft, neue Ideen zu finden. Manchmal funktioniert das so gut, dass ich mich letztendlich nicht mehr aufs Lesen konzentrieren kann, sondern schreiben muss. Aber es ist ein guter Ausgleich und wie gesagt eine Notwendigkeit. Lesen ist ein wichtiger Bestandteil des Schreibens, und wenn man erstmal selbst schreibt, weiß man seine Lektüre auch wählerischer und kritischer zu beurteilen. Ein Grund, warum es gewisse Bling-Bling Bücher nie in mein Bücherregal schaffen werden.

Zuhause hab ich mir dann gleich mal ein weiteres Kapitel von Stormys Mammutwerk Weathered einverleibt; ich hänge sträflich hinterher, aber hab trotzdem mal wieder festgestellt, dass sich mein X-Men-Wissen traurigerweise auf die ersten beiden Filme beschränkt. Ich glaub, das werd ich in gigantischen Blockbuchstaben ankündigen müssen, sollte die Geschichte je online erscheinen. Stormy vereint in ihrem Epos so viele verschiedene Charaktere, dass es eine reife Leistung ist, jedem Chara einen gewissen Platz zu bieten und ihn mit Respekt vor dem Canon darzustellen. Dagegen stümpere ich hier echt gerade rum, sodass ich mir mal wieder lieber ne finstere Ecke suchen würde, in der ich mich verstecken kann. Ich hab jetzt schon Bammel vor nem eventuellen Leserecho. Wie gesagt, ich verzeih auch nur schwerlich Darstellungen, die völlig out of character sind und ich weiß partout nicht, ob ich den Charas gerecht werde. Das ist im Moment ein reines Pokern. Ich will meinen Joker zurück *HEUL* Dessen kranken Geist hatte ich wenigstens halbwegs verinnerlicht.

Aber gut, ich treffe auf erste Schwierigkeiten und was anderes hab ich mir auch nicht gewünscht. Man wächst an seinen Aufgaben. Ich hab vor, heute noch Kapitel 3 abzuschließen, das eine für mich recht überraschende Wendung genommen hat. Ursprünglich wollte ich mich an ner Magneto-Szene versuchen, letztlich ist kein Geringerer als Pyro auf die Idee gekommen, mir die Ohren vollzujammern. Aber gut, der Mann spielt zumindest zu Beginn eine relevante Rolle, da geht das schon in Ordnung, auch wenn ich ihn nicht leiden kann. Seltsamerweise hat sich der olle Kokelfritze völlig verselbstständigt und aus ner kurzen Einstiegsszene sind letztlich 3 Seiten geworden. Der Plot wird immer transparenter und ich weiß mittlerweile, wo ich hin will. Fragt sich nur, in welcher Länge das machbar ist. Die Kapitellänge hab ich immerhin auf rund 5,000 Wörter gedrosselt, aber wie viele Kapitel die Geschichte umfassen wird, steht noch in den Sternen. Gerad weil ich noch am Anfang herumstolpere. Auf Kapitel 4 freu ich mich schon. Da ist der erste Rückblick geplant und ich hoffe, ich kanns halbwegs geschickt einstreuen. Es ist gerad generell eine unruhige Situation, obwohl noch nicht viel passiert. Anspannung hier, Anspannung da, Trauerklöße aufgrund Jeans vermeintlichen Ablebens und größenwahnsinnige Hitzköpfe, jede Menge offene Fragen und einige rätselhafte Ereignisse. Auch wenn ich nicht gleich mit Action ins Haus falle, ist der Anfang hoffentlich nicht uninteressant. Ich mag die kleinen Interaktionen mit den Charakteren. Wird Zeit, dass auch mal der gute Scotty auf den Plan tritt, aber das erledige ich im nächsten Kapitel.

Erstmal gilt es, den dritten Streich zu beenden und das mach ich in Begleitung von lauter Schrammelmusik von The Offspring über Metallica bis hin zu Billy Talents neuer Single. Fragt mich nicht, warum ich sowas gerade zum Schreiben höre, aber es ist inspirierend.

Des Weiteren hab ich n paar Leseausschnitte in meine Sidebar geschustert und auch so ein paar kleinere Modifikationen vorgenommen, nichts Weltbewegendes, aber vielleicht trotzdem für den ein oder anderen von Interesse.

Macht euch einen schönen Abend!

Stoffi

Samstag, 25. Juli 2009

Maßgeschneidert

So heißt mein Dark Knight Dreiteiler, heut fertig geworden. Hat viel Spaß gemacht und war mal was ganz anderes, so ganz ohne Blut und rohe Gewalt *g* Auch wenns sehr ungewöhnt ist, ne Dark Knight Story mit P-12er Rating loszulassen, steht die Story nun online, nachdem meine Zweitleserin so nett war, zumindest den ersten Teil zu lesen und abzusegnen.


Mal schauen, obs jemand liest. Wenn nicht, hatte ich wenigstens einmal mehr meinen Spaß mit dem Joker und ich muss sagen...er wird nie langweilig. Und obwohls nur n Three-Shot ist, wars wirklich eine tolle Schreiberfahrung, das muss ich schon sagen, hat sich fast von allein zusammengeschustert. Ich finds schade, wenn manche der Meinung sind, eine Kurzgeschichte müsse nur geringeren Ansprüchen gerecht werden und könne daher nur mal eben so hingerotzt werden. Gerade die kurzen Sachen sind es, bei denen man wesentlich mehr Mühe reinlegen muss, weil es heißt, in begrenzter Wort- und Kapitelzahl Charaktere glaubwürdig zu schildern und am besten auch eine Handlung hineinzuzimmern, die man nicht in jeder dritten Fanfic in variierter Ausführung antrifft. Ich empfand es zumindest als größere Herausforderung als was Langes zu schreiben; aber ihr wisst ja, ich labere eben gern. Nun denn, die anderen beiden Teile kommen jeweils samstags in Abständen von ner Woche, ich wollt das ungern in einem Rutsch hochklatschen, da ja sowieso immer gemeckert wird, dass ich zu viel schreibe.

Ansonsten...tjoah, bin jetzt wieder daheim und blicke einer Woche in absoluter Abgeschiedenheit entgegen, bevors im August noch mal heißt, Freunde hier und da zu invasieren und natürlich das Get2Gether in Angriff zu nehmen. Bis dahin setz ich mich erstmal noch ein wenig an ZeitLos, bevor die ganze Sippe hier einfällt. Habt ein schönes Wochenende!

Stoffi


Donnerstag, 23. Juli 2009

Obsessive Writing


Kennt ihr das Gefühl, euer Kopf platzt in jedem Moment, wenn ihr nicht sofort etwas aufschreiben könnt, was schon seit einer gefühlten Ewigkeit durch euren Kopf geistert? Und wenn ihr dann die Chance habt, die ein oder andere Stunde vor dem Schreibgerät zu verbringen, wie manisch losschreibt und euren Fingern eigentlich nur noch dabei zuschaut, wie sie eure Arbeit machen, eure Gedanken auf das virtuelle Papier bringen, die wiederum bei einem Zweitlesen gar nicht mehr wie eure eigenen Gedanken erscheinen? Genau das hab ich in den letzten Tagen wieder einmal erlebt und hab so manchen Satz fabriziert, der mich hat stutzen lassen. Einfach, weil kaum etwas, das während dieser Schreibflashs entsteht, verworfen werden muss. Es fügt sich flüssig ein und das in einem flotten Tempo, das ich mir bei der ein oder anderen Longfic gewünscht hätte.

Der zweite Teil meines nostalgischen, vorerst letzten Ausflugs in die dunkle Welt des Jokers ist fertig, an Teil drei sitze ich noch, aber verdammt, macht das Spaß. Schreiben funktioniert leider nicht immer so und ich denke, diese Erfahrung hat jeder schon gemacht, dass jeder Satz nur mühselig in die Tastatur gehämmert werden will, so als würde man sich an einer Steingravur versuchen und nicht am simplen Verfassen eines Textes. Umso schöner sind dann diese anderen Momente, wenn das Schreiben von ganz allein zu funktionieren scheint, man darüber die Zeit vergisst oder dass man mal was essen, trinken oder das Badezimmer aufsuchen sollte. Sowas kann man nicht jeden Tag haben und wovon es abhängt, ist mir genauso schleierhaft wie die Frage, woher eigentlich Blockaden kommen. Es sind viele Faktoren, die da mit reinspielen, aber eine klare Erklärung für diese beiden konträren Phänomene gibt es wohl nicht. Fakt ist, ich lass mich durch nichts aus der Ruhe bringen. Entweder es geht gerade mit dem Schreiben oder es geht nicht. Wenn es mal nicht klappt, tut es auch einfach gut, das Schreiben Schreiben sein zu lassen und sich anderen Dingen zu widmen, genauso gut bringt mich ein Höhenflug wie der momentane nicht dazu, im Übermaß euphorisch zu werden. Ich fabriziere deswegen keine literarischen Meisterwerke, nur weil es sich gut anfühlt und Spaß macht und genauso weiß ich, dass es morgen schon wieder ganz anders aussehen kann.

Die Bedingungen, unter denen ich schreibe, sind Momentaufnahmen und natürlich sehr subjektiv. Daher kann ich keine allgemeine Formel kundtun, die das Schreiben erleichtert oder Blockaden auflöst. Da muss - so blöd das auch klingt - jeder selbst einen Weg finden, denn obwohl so viele ein Hobby teilen, gleicht ein Schreiberling nicht dem anderen. Da spielt so viel mit rein - Interessenbereich, Leseverhalten, Persönlichkeit, Vorlieben - man kann nicht alle über einen Kamm scheren.

Ein Grund mehr, warum ich mich auf das knapp in drei Wochen steigende WritersGet2Gether freue. Ich denke, da kommen viele und sehr unterhaltsame Diskussionen zur Sprache und es wird lehrreich sein, zu erfahren, wie andere Autoren mit bestimmten Problemen oder Sachverhalten umgehen. Ich freu mich jedenfalls schon wie verrückt und hoffe gleichermaßen, dass es nicht bei diesem einen Treffen bleiben wird.

ZeitLos geht auch sehr gut von der Hand, Ororo seziert gerad ein wenig Reverie, ehe Kurt gefolgt von Logan wieder was zu sagen bekommen. Wann ich nun die gefürchtete Magneto-Szene einstreue, weiß ich noch nicht. Vielleicht wird das erst in Kapitel 4 oder 5, ich mag da ungern was übers Knie brechen, Reverie soll sich erstmal in Westchester zurechtfinden (auch wenn sie das gar nicht will und jemand anderes erstrecht nicht :P). Ihr kennt mich ja, ich bin kein Freund von Knall auf Fall, wobei das auch wieder drauf ankommt, wo man sich genau im Plot befindet. Doch, es nimmt Form an und ich bin froh, dass Stormy mir beharrlich in den Hintern gebissen hat, dass ich keine Ausflüchte in andere Geschichten starte.

Der Fahrwasserwechsel muss mal wieder sein, ich glaub, sonst stumpf ich ab. Abgesehen davon ist Dark Knight im Moment ein Fandom, das gemütlich vor sich hin schnarcht, viel passiert da gerade nicht. Und da das Kükchen ihre geniale Story beendet hat, schaue ich mich vergeblich nach regelmäßigen Update-Kollegen um. Wer weiß, es kommen auch wieder bessere Zeiten. Ich würds nur schade finden, wenn Dark Knight im Sinne eines klassischen Hypes einstaubt, nur weil der Film halt schon n Jahr alt ist. Das hat Ledgers zeitlose Leistung nun wirklich nicht verdient und ich denke, die Story gibt viel Raum für zahlreiche Plotbunnies. Aber gut, vielleicht ist die tote Hose auch nicht auf mangelndes Interesse zurückzuführen, sondern nur auf zeitliche Einschränkungen, Urlaub Prüfungen, Arbeitsstress...wer weiß.

Nun denn, ich hab heut noch viel vor und sollte daher noch ein bisschen schreiben, bevor ich den Rest des Tages nicht mehr dazu komme. Kommt gut durch den Donnerstag!

Stoffi

Dienstag, 21. Juli 2009

Ich kann's nicht lassen


Nein, wirklich nicht, es ist wie verhext. Da saß ich Sonntagabend an ZeitLos und schaute nebenbei "The Dark Knight" mit dem fatalen Ergebnis, dass mir schon wieder ein Plotbunny in Sachen Joker über den Weg hoppelte. Diesmal aber nichts in Romanlänge, in meinem Kopf sitzt ein Three-Shot fest, der unbedingt geschrieben werden will. Der erste Teil ist soeben fertig geworden und am zweiten sitze ich gerade. Es ist...unterhaltsam und etwas so Offensichtliches, dass es mich wundert, dass noch keine Fanfiction darüber geschrieben worden ist. Oder zumindest keine, die mir unter die Augen gekommen wäre. Auf jeden Fall wird diese dreiteilige Episode wieder Joker-zentriert sein und - wieder was Neues - während Dark Knight spielen, also nix mit "X Jahre später". Nennen wir es daher Fiktion innerhalb der Fiktion *lach* Wenn es sich weiterhin so schnell schreiben lässt, bin ich zuversichtlich, das Ding nächste Woche schon auf die Öffentlichkeit losjagen zu können. Wie gesagt, lang ist es nicht und es ist auch eher ein Späßchen. Ich hoffe natürlich, dass es trotzdem lesenswert sein wird. Der Titel steht auch längst, obwohl ich überlegt hab, ob ich ihn deutsch oder englisch halten sollte. Nun isses ein deutscher, aber ich glaub, das kann man verschmerzen. Ein Cover ist auch schon fertig, aber das würde - genau wie der Titel - zu viel verraten, weswegen ich erstmal nix zu sag.

ZeitLos lasse ich deswegen natürlich nicht aus den Augen, das ist nach wie vor mein einziges momentanes (Groß-)Projekt. Ich kann parallel schreiben, aber ich vermeide es wenn möglich. Natürlich hat es was, auf andere Geschichten ausweichen zu können, wenns bei der einen nicht so gut läuft, aber ich verzettle mich zu schnell bei solchen Sachen. Eins nach dem anderen lautet dann eher meine Arbeitsdevise, gerade, wenn es verschiedene Fandoms oder Genre betrifft. Wäre doch eher peinlich, wenn sich ein Monolog des Jokers ungeplant nach Westchester verirrte. Obwohl ein Wortgefecht mit ihm und Logan auch jede Menge Unterhaltung böte. Hilfe, Unsinn in meinem Kopf.

Na gut, so viel als kurze Rückmeldung von mir, ich tauch dann mal für den Rest des Tages unter und wünsche euch einen schönen Dienstag!


Stoffi

Sonntag, 19. Juli 2009

Neue Herausforderungen


Tasche ist so gut wie gepackt und gleich kommt Dark Knight auf Sky, könnte man den arbeitsreichen Tag schöner ausklingen lassen?

Ja, ich habe mich vorläufig von dem sehr lieb gewonnenen Fandom "Dark Knight" getrennt und bin noch immer etwas skeptisch, obwohl es wirklich gut von der Hand geht. Eben ist Kapitel 2 fertig geworden und ich glaub, mit Logan werd ich auf die ein oder andere Weise noch meinen Spaß haben *g* Jedenfalls stänkert er gerade gehörig herum, weil es ihm gar nicht passt, wer da in Westchester eingetrudelt ist. Vor allen Dingen wie. Ob seine Muffligkeit angebracht ist, werden die nächsten Kapitel zeigen, aber ich ahne gepfefferte Dialoge zwischen ihm und Reverie. Ich freu mich schon. Es macht Spaß, sich einer neuen Herausforderung zu stellen.

Selbst wenn ich für Dark Knight unzählige Ideen habe, hab ich doch immer das Gefühl, auf der Stelle zu treten, wenn ich mich immer wieder in die Gesellschaft der gleichen Charaktere und deren Umwelt begebe. Wobei ja nicht gesagt ist, dass ein Fandomwechsel heißt, dass man zwingend was an seiner Art zu schreiben ändert. Ich hoffe doch aber nicht, dass der Plot auch nur annähernd Ähnlichkeit mit einer meiner anderen Sachen hat, das wär mein persönlicher Supergau. Keiner hat behauptet, dass Originalität auf der Fußmatte liegt, aber meiner Meinung nach gibts kaum was Schlimmeres als wieder aufgewärmte alte Kamellen. Und da das nun mein dritter Thriller in a row wird, hoffe ich nicht, dass ich mich in festgefahrenen Mustern wiederfinde. Klischees gibts schließlich in jedem Genre, nicht nur in der Romantik, sondern auch in Sachen Horror, Action, Krimi...ich mag keine Klischees, aber ganz umschiffen kann man sie mancherorts sicherlich nicht.

Originalität würde an sich erfordern, dass man eine Geschichte schreibt, die es so noch nicht gegeben hat. In Sachen Fanfiction eigentlich reichlich unmöglich. Seien es nur einzelne genrebedingte Elemente, Einflüsse anderer Autoren/Bücher/Geschichten/Filme, aber so ganz ohne Einfluss kann man glaub ich gar nichts fabrizieren. Inwieweit ist Originalität dann noch Originalität?

Nun ja, ich hab zumindest den Anspruch, den Versuch zu starten, originell zu sein, obs gelingt, müssen irgendwann in ferner Zukunft die Leser entscheiden. Wenn ich irgendwann altes Zeug von mir wieder aufwärme, lass ichs glaub ich lieber ganz sein. Kaum ein Leser, der was auf sich hält, will die gleiche Geschichte wieder und wieder in anderer Verpackung lesen. Das ist meines Erachtens das Schwierigste an der ganzen Sache, eine Idee finden, die wirklich neu ist, die sich vielleicht vom großen Feld abhebt. Oder zumindest von ihrer Umsetzung. Kaum eine Fanfiction wird das Rad neu erfinden. Was die X-Men angeht, da weiß ich nicht, ob es mir gelingen wird, was Lesenswertes zu produzieren, da wartet wieder ein ganz neuer Kreis von Lesern auf mich und wonach denen gelüstet, werd ich noch in Erfahrung bringen müssen. Ich hab eh schon Schreckensvisionen von vernichtenden Kritiken, aber das ist was, worüber ich mir jetzt noch keine Gedanken machen. Ich denke ab Kapitel 10 kann ich mir Gedanken über ne Veröffentlichung machen, so wie ichs schon mit dem Handwerk gemacht habe. Also dauerts noch ein Weilchen. Aber es macht Spaß und das ist ein gutes Zeichen, denke ich.

Reveries Charaktervideo hab ich nochmal bei MyVideo reingestellt, da kann man es sich noch nen Tick größer anschauen, ihr findets bei Bedarf in der rechten Sidebar. Ansonsten gibts nix Neues zu vermelden.

Nun denn, ich schau jetzt zum schätzungsweise 3000ten Mal "Dark Knight" und vermisse noch ein bisschen den Joker, bevor ich mich auf die Socken mach. Habt einen schönen Sonntagabend!

Stoffi

Samstag, 18. Juli 2009

Krawall und Remmidemmi


So oder ähnlich könnte man die vergangene Nacht beschreiben. Verdammt, hats hier gewittert, gerumpelt und gekracht, es war, als hätte der alte Pyrotechniker Gandalf in unserem Dachstuhl mit Böllern herumexperimentiert. Daraus folgte, dass ich von zwei bis halb fünf vor lauter meteorologischer Lärmbelästigung und abgestandener Wärme nicht schlafen konnte und mich stattdessen an ZeitLos gesetzt habe. Schlaf wird überschätzt und war letzte Nacht sowieso nicht drin. Also war ich fleißig und hab an Kapitel 2 herumgeschraubt, gleich kommt noch ne Logan/Xavier-Szene, vor der ich mich ein bisschen fürchte, ich hab nen Heidenrespekt vor Logan-POVs, der Kerl ist nicht der einfachste Charakter. Aber mal sehen.

Derweil bin ich unschlüssig, in welches Genre ZeitLos einzuordnen sein wird. Ich verfluche ein bisschen die einseitige Genreeinordnung auf ff.de, da hab ich schon bei Scar Tissue überlegt, in welche Richtung es eher schlägt. Klar ist eine Genreeinordnung á la "Romanze/Humor/Drama/Action" nicht sehr aussagekräftig, aber wenigstens ein zweites Subgenre wär schön. Bei ZeitLos schwanke ich, ob ichs nun als Thriller oder Drama ausschreiben soll. Die Elemente, die einen Thriller definieren (fortwährende Spannung, Red Herrings, Action) sind definitiv gegeben, aber auch von der dramatischen Seite ist so einiges dabei. Da muss wohl der Münzwurf entscheiden. Gleiches Problem mit der Alterseinstufung. Ab 18 wird die Story auf keinen Fall, ich denke, ich habe im Dark Knight Fandom genug Blut vergossen, aber ich weiß halt nicht, ob P-12 nicht zu niedrig ist oder P-16 wiederum gerechtfertigt ist. Kanns nicht auch ein ab 14 geben? Ach, unterm Strich halten sich sowieso die wenigsten (minderjährigen) Leser an Altersbegrenzungen. Darüber kann ich mir aber eh erst Gedanken machen, wenn die Story weit genug fortgeschritten ist, dass ich sie beruhigt online stellen kann. Ich mag jetzt einfach nicht zwei Teile online stellen und dann eventuelle Leser ewig und drei Tage auf Nachschub warten lassen. Hab aus meinen Fehlern in dieser Hinsicht gelernt.

Nachher pack ich dann erstmal das neue Scar Tissue Kapitel online, wieder eines meiner persönlichen Lieblinge, auch wenn ich ahne, dass die ein oder andere faule Kartoffel in meine Richtung geflogen kommen könnte. Bevor ich ein Update fertig mach, überflieg ich immer noch mal den Text, um mir ins Gedächtnis zu rufen, was alles so drin passiert, manchmal hab ich Glück und mir stechen doofe Fehler ins Auge. Generell bin ich mit den kommenden Kapiteln recht zufrieden. Es geht zur Sache, Ladies and Gentlemen, Vorgeplänkel gabs ja weiß Gott genug.

Nächste Woche bin ich dann unterwegs, werde wohl nur sporadisch das Internet nutzen können (natürlich fürs Donnerstagsupdate vom Handwerk), also wundert euch bitte nicht, wenn ihr ab Montag den Eindruck haben solltet, ich sei verschollen. Ich versuch natürlich trotzdem fleißig zu sein, mir schwirren so viele Dialoge wie noch nie im Kopf herum, Scott/Logan, Reverie/Kurt Kurt/Ororo, Logan/Reverie. Es ist wie verhext, wenn die Szenen im Kopf schon fix und fertig sind und man sie nur noch aufschreiben muss. Es dann aber auch so hinbekommen, wie man es sich vorgestellt hat, ist eine andere Sache. Und vor der ersten Magnetoszene hab ich auch schon wieder Schiss. Immer kreiselt mir im Hinterkopf herum, wie brillant Stormy gerade diese schwierigen Charaktere in Szene setzt, während ich mir bei jedem Satz denk: "Würd der Kerl das so sagen?"

Es ist schlimm. Gut, eine Magnetoszene hab ich ja eh schon drin, aber...ach, das kann ich jetzt noch nicht mal erklären, ohne bösartigst zu spoilern. Was bastle ich mir auch nur immer für verworrene Plots? Gerade den von ZeitLos hab ich gestern noch ein wenig ausgefeilt, hier und da überlegt, wie ich was einbringe, ohne dass wichtige Aspekte zu kurz kommen oder aber zu langatmig wirken. Ich hoffe aber, dass einige Wendungen nicht vorhersehbar sind und die ein oder andere Überraschung bereit halten werden. Ich bewundere alle Autoren, die genügend Feinsinn besitzen, um falsche Fährten auszustreuen, ohne es zu offensichtlich zu gestalten. Ich glaub, da fehlt es mir an Planungstalent für die eigenen Geschichten. Viele Dinge entwickeln sich erst während des Schreibens, ich kann einfach keine Geschichte in ein Format pressen und sie genau nach Anleitung aufschreiben. Klar passierts demzufolge, dass hier und da vielleicht Unstimmigkeiten drin sind, aber ich denke, ich kann einen ganzen komplexen Plot einfach nicht so detailliert und von langer Hand vorhersehen, dass ich in keinem Moment in eine Bredouille gerate. Wäre ja auch irgendwie gruselig und würde die Spannung aus dem Schreibprozess selbst nehmen, wenn ich immer genau wüsste, was mit meinen Charakteren passiert und sich wie und wann zuträgt. Ich lass mich gern von spontanten Ideen überraschen und freue mich, wenn Charaktere ein derartiges Eigenleben entwickeln, dass ich eh jegliche Planung über den Haufen werfen muss. Das macht den Reiz am Abenteuer Schreiben aus, das Unerwartete. Für mich ist es das jedenfalls.

Daher geselle ich mich an diesem doch recht kühlen Nachmittag zu Logan und spiele ein wenig Mäuschen. Seid schön fleißig!

Stoffi

Donnerstag, 16. Juli 2009

Zwischen Tür und Angel


Heut auch nur ein kurzer Post, bin gerad erst heim gekommen und müde und will mich eigentlich nur noch ins Schreibprogramm verkriechen, um alles in Worte zu packen, was mir heut durchs Köpfchen gegeistert ist. Trotzdem hab ich noch was zu sagen, sonst würd ich nicht bloggen. Zuerst: Entschuldigung an alle Reviewer vom Handwerk, ich habs nicht geschafft, bis heute alle Reviews zu beantworten. Das hole ich morgen nach, ihr müsst also nicht denken, dass ich nicht auf eure Gedanken eingehe, ich habs heut schlichtweg nicht in meinen Zeitplan bekommen und hab schon befürchtet, heut kein Update hinzubekommen. Aber wie gesagt, ihr bekommt eure Antworten. Bis dahin ein großes Dankeschön an Jathy, Stormy und Phoebs, ich weiß eure Mühe sehr zu schätzen, will euch aber gerecht werden und euch nicht mit nem schnöden "Danke" abspeisen. Das hat euer Feedback nicht verdient. Ich hoffe, ihr verzeiht mir die Verspätung.

Ansonsten hab ich noch ein kleines Video in petto, das gestern Abend noch fertig geworden ist. Reverie Hawk, einer meiner eigenen Charaktere in "ZeitLos" wird da etwas genauer vorgestellt. Ich wünsche viel Spaß.



Habt einen schönen Abend!

Stoffi

Mittwoch, 15. Juli 2009

Ich habe fertig!


Über die grammatikalische Richtigkeit dieser Aussage lässt sich bekanntlich streiten, aber in Anlehnung an alte Fußballzeiten wollte ich unter diesem Titel nur schnell vermelden, dass gestern Nacht das Blutige Handwerk fertig geworden ist. Für den Epilog kam mir gestern sogar noch ne (meines Erachtens) coole Idee. Mal sehen, was das werte Publikum, falls dann noch vorhanden, dazu sagen wird. 3 1/2 Monate Arbeit haben zu folgendem Ergebnis geführt:

- 1 Prolog
- 31 Kapitel
- 1 Epilog
- 263,268 Wörter
- unheimlich viel Spaß und die Aussicht auf nen Ableger.

Aber erstmal gönn ich mir eine Pause von Dark Knight, auch wenn mein Kopf voller Geschichten um den Joker ist. Es muss mal wieder was anderes her, etwas, wo ich nicht annähernd so sattelfest bin. Auch wenn die gestrige Vorschau auf Sky für Dark Knight wieder meine Begeisterung für den Film geweckt hat. ZeitLos möchte auch noch geschrieben werden und gestern hab ich auch fleißig weiter gemacht, noch drei neue Seiten fürs zweite Kapitel geschrieben und an einer fiesen Plotwendung gefeilt und gegrübelt, die ich aber noch im Detail ausbauen muss. Ich mag fiese Sachen und Überraschungen á la dem Ende von Saw I, als der vermeintlich Tote aufsteht und putzmunter aus dem Bunker marschiert. Das ist clever und ich glaub, wenn es einem gelingt, einen Leser/Zuschauer so derb aufs Glatteis zu führen und ihn zu überraschen, hat man seinen Job gut gemacht. Mir fällt sowas nicht leicht und so richtig gelungen ist es mir glaub ich auch noch nicht. Zeit, sich also mal daran zu versuchen.

Heute steht noch Kino auf dem Programm und das Sichten einiger Szenen, die ich für ein eventuelles Video gebrauchen könnte und dann hab ich eigentlich auch schon vor, Kapitel 2 in den Kasten zu bekommen. Wie gesagt, ich drossle die Kapitellänge. Offensichtlich haben wirklich einige Probleme mit der Länge meiner Texte, aber gerad bei Scar Tissue...nee, da ging es nicht anders. Da brauchte ich Platz für Tiefgang. Den wirds bei ZeitLos hoffentlich auch geben, aber ich will das alles kompakter gestalten. Mal schauen. Ich freu mich drauf, auch wenn ich nach wie vor davon überzeugt bin, dass mich die X-Men Kenner an nen Marterpfahl binden und mit ekligen Zwiebelringen bewerfen werden. Im besten Fall, versteht sich.

Euch ein schönes Bergfest, ich bin dann mal weg!

Stoffi

Montag, 13. Juli 2009

Der Anfang vom Ende


Ich habe heute die Tackerszene und somit das letzte Kapitel vom Blutigen Handwerk beendet. Jetzt feile ich nur noch am Epilog herum, aber der geht gut von der Hand und ich erwarte, in den nächsten Tagen alles so weit zu haben, dass ich auch das Handwerk abhaken kann. Das Ende ist fies, ein bisschen eklig, aber auch gleichzeitig irgendwie lustig. Zumindest, wenn man meinen teils schwärzlich angehauchten Humor teilt. Jetzt kommt nur noch Reflexionsarbeit, der Bogen vom Anfang der Story wird nun geschlossen. Kewl. Natürlich wirds noch einige Zeit dauern, bis das Ende online stehen wird und wer weiß, ob da überhaupt noch jemand liest, aber ich mein...ich kanns nicht ändern. Interessen verschieben sich nun mal, das weiß ich aus eigener Leseerfahrung. Es ist für mich persönlich viel lohnender, wieder etwas zu Ende gebracht zu haben, unabhängig von äußeren Einflüssen, Trends, Hypes oder Kreisen. Wieder ist ne Reise zu Ende gegangen, ich verabschiede mich gerade von dem Charakter, der mich wie kein zweiter zuvor herausgefordert hat. Ich gehe mit Spannung an die Arbeit von "ZeitLos", mal sehen, wie sich dort mein Schreibrhythmus und meine Rituale gestalten, das ist bei jeder Story anders. Pause? Hm, wenn ich eine brauche, nehme ich sie mir. Aber noch ist die Lust am Schreiben zu groß und solange es von allein geht, mach ichs auch. Wenn der Punkt kommt, an dem man sich zwingen muss, um etwas aufs Papier zu schustern, sollte mans besser lassen. Erfahrungsgemäß wird das bei der nächsten Überarbeitung eh rausgestrichen. Von daher...den Lauf nutzen.

Gestern hatten wir unser erstes Get2Gether Meeting und haben gleich Nägel mit Köpfen gemacht. Dank der Liste, wann wer nicht kann, hatten wir schnell einen Termin raus, auch der Ort kam schnell heraus. Auch ein Häuschen haben wir uns schon ausgeguckt, der Mieter wird sich freuen, wenn ein Hühnerauflauf + 1 Hahn im Korb das Haus stürmen wird. Aber ich freue mich, bin tierisch gespannt, all diese wunderbaren und kreativen Menschen kennen zu lernen, gemeinsam mit ihnen zu diskutieren, zu lachen und ein schönes Wochenende zu verbringen. Von der Stimmung im Chat her zu schließen, scheint das eine sehr lustige und aufgeweckte Truppe zu werden. Ich bin sehr gespannt! An dieser Stelle noch einmal ein ausdrückliches Dankeschön an Midna und Phoebs, die sowohl Forum als Chat stellen, an Blos für die Mietinitiative und natürlich Kati, die die Fäden geschickt in der Hand hält. Natürlich auch allen anderen, die mitmachen wollen. Ohne eure Begeisterung und Vorfreude hätten wir das glaub ich nicht so schnell auf die Beine gestellt!

Bezüglich eines zweiten Trailers oder besser gesagt...eines Charakter-Videos für meine Protagonistin (ja, OC-Hasser, ich weiß, ich kanns aber nicht lassen) häufen sich auch die Ideen...aber ich werd wohl erstmal das dazu gehörige "Drehbuch" (haha, eine Ansammlung aus Onelinern) schreiben und mir dann nötige Szenen zusammensuchen. Musik hab ich schon *in sich hineingrins*. Aber mal schauen, ich versprech mal nicht zu viel.

Ich setz mich noch ein wenig an den Epilog und wünsche euch einen schönen Abend. Seid schön fleißig!

Stoffi

Sonntag, 12. Juli 2009

Nostalgie und Zukunftsgeplänkel


In den letzten Tagen hab ich mich ein bisschen auf Erkundungstour durch alte Schinken begeben, die ich mal verzapft habe. Anlass dafür war eine Dokumentation mit Joaquin Phoenix, der brasilianische Indianer im Regenwald besucht, sich lustig bemalen, mit Bambusstäben auspeitschen lassen und Schamanengras geraucht hat. Das war vor einigen Jahren, als er noch nicht dieses Läuseheim um seinen Mund herum getragen hat und auf die fragwürdige Idee kam, die Schauspielerei zugunsten seines Raptalents *räusper* an den Nagel zu hängen. Und da bin ich ein wenig wehmütig geworden. Den finalen Impuls hat mir Nora gegeben, eine sehr enge Freundin und Vorlage für den gleichnamigen Charakter in Mad Season und Back 2 Good. Sie hat sich die Nächte um die Ohren geschlagen, um ein wenig in Erinnerungen zu schwelgen und ich hab mich etwas anstecken lassen.

Es ist faszinierend, wie alte Geschichten Passagen des eigenen Lebens dokumentieren. Gerade Mad Season hat so viel von Gefühlen und Erlebnissen konserviert, die mich im Zeitraum des Schreibens beschäftigt haben, dass es so ist, als würde man durch das Lesen dieser Worte wieder die Vergangenheit durchleben. Das ist das Tolle an allem, was man so fabriziert; ganz ungeachtet dessen, ob es qualitativ oder stilistisch das Gelbe vom Ei ist. Es hat persönlichen Wert und das ist von Zeit zu Zeit schön, die eigene Geschichte eingewoben in niedergeschriebenen Sachen zu entdecken. Ich glaube, so wird es mir auch gehen, wenn ich in ein, zwei Jahren auf Scar Tissue zurückschaue. Irgendwie cool und schön.


Am Scheideweg zwischen Vergangenheit und Zukunft stehe ich auch gerad formal und auch inhaltlich im Handwerk. Die Tackerszene hab ich gestern noch angefangen und sie macht unglaublich viel Spaß. Ich glaub, das könnte eine der besten Szenen der ganzen Story werden, natürlich nur von meinem sadistischen Blickwinkel aus *hust* Aber ich hab Spaß und demnächst wird noch der Epilog fertig geschustert, der wieder an den Prolog anschließt und dann hat sich auch dieser Kreis geschlossen. Ich freu mich drauf und ich freu mich auch schon wieder mehr auf die X-Men, insbesondere, weil ich gestern über ein, zwei Musikstücke gestolpert bin, die mir sofort Szenen ins Hirn gepflanzt haben. Bei Linkin Parks "New Divide" wars vor allem der Text, der mich sehr begeistert hat, das passt schon ziemlich gut auf die etwas apokalyptische Stimmung im Prolog, melodisch passend ist das Saw I - Theme "Hello Zepp", beides lief gestern rauf und runter und hat einige hübsche Bilder und Dialoge in meinen Kopf eingespeist. Muss es nur noch so umsetzen können, aber das ist ja bekanntlich das Schwierigste an der Sache. Der Track weckt in mir die Lust auf ein Video, aber noch ist da nichts Konkretes in meinem Kopf. Vielleicht ein Charakter-Video für Reverie Hawk, uh, das wär schon cool. Mal sehen, was meine dilettantische Video-Muse sagt, erstmal hack ich noch das Ende vom Handwerk zurecht. Ach, so macht das Spaß.

Noch ein paar Stündchen, dann ist auch schon die erste kleine Get2Gether Versammlung auf dem Terminplan, abends mal wieder ein bisschen telefonieren. So sieht der Plan aus. Ich verabschiede mich in mein Word, freu mich auf die, die ich nachher noch "sehe" und wünsche allen anderen einen schönen Sonntag!

Stoffi

Freitag, 10. Juli 2009

Heiße Ware


Jaja, ich weiß, ich hab mal wieder nicht alle meine Gedanken beisammen und setz nen Doppelpost, aber ich muss gerad mal irgendwie meine Begeisterung loswerden. Ich komme in den Genuss, snoopys hoffentlich bald online erscheinende Fantasy-Chronik "Venatrix" zu betan und habe mit jedem Kapitel, das ich vorab lesen darf, mehr und mehr Hummeln im Hintern. Sehr unterhaltsam geschrieben, nicht zu hochgestochen, aber wunderbar flüssig. Ich denke und hoffe auch, dass die Geschichte um Laura, die nach London zieht, um sich dort eine neue Existenz aufzubauen, den ein oder anderen Leser ähnlich fesseln und auch amüsieren wird, wie sie es mit mir bereits tut.

Ich bin sicher nicht autorisiert, zu spoilern oder zu viel zu verraten und das liegt auch nicht in meiner Absicht. Ich möchte lediglich auf die Story aufmerksam machen, weil sie mir jetzt schon unglaublich gut gefällt. Und das, obwohl Vampire und Werwölfe drin vorkommen werden ;) Aber ich glaub, bei Snoopy glitzert keiner von beiden. Grund für meine Begeisterung ist nicht nur der liebenswert verpeilte sympathische Hauptcharakter, den Snoopy auf den Leser loslässt und in dem man den einen oder anderen Teil seiner selbst entdeckt, sondern der gesamte Charakter der Handlung. Amüsant, spannend, geheimnisvoll, intelligent. Man erahnt, wie viele Gedanken dahinter stecken und das mag ich an einer guten Geschichte. Ich hoffe, Snoopy fasst sich bald ein Herz und stellt die Geschichte online. Einen Vorgeschmack auf ihre Arbeit und ihre Gedanken dazu findet ihr in ihrem Blog, wo auch unter anderem ein visueller Vorgeschmack gegeben wird, den ich hier ebenfalls mal eben verlinken möchte.



Schaut doch mal rein, ich denke nicht, dass ihr es bereuen werdet. Freien Werken zolle ich ohnehin meinen größten Respekt und dieses ist meines Erachtens besonders gelungen. Ich bin jedenfalls noch immer beschwingt! Es lohnt sich, darauf neugierig zu sein!

Stoffi

Lache, wenn es nicht zum Weinen reicht


So oder ähnlich könnte das Motto der letzten Stunden lauten, denn irgendwie...weiß nicht...ist mal wieder n Punkt erreicht, an dem ich mich frag, was der ganze Scheiß eigentlich soll. Egal, was man tut oder sagt, man kann es einfach nicht allen recht machen, insbesondere im Umgang mit anderen Autoren. Mich haben zuletzt einige Mails erreicht, über die ich gelinde gesagt überrascht war. Fragen, warum ich das Lebenswerk abgelehnt hab, bliblablupp. Da fragt man noch?? Wenn andererorts schön die Messer gewetzt werden und sich echauffiert wird, warum ausgerechnet ich alle Batman-Awards bekommen hab? Äh...sorry, aber ich hab nicht für mich selbst gevotet, glaubts oder glaubts nicht und ich halte mich nicht für besser als die anderen Nominierten; viel zu viele Geschichten sind da schon bei der Nominierung unter den Tisch gefallen.

Warum also dieser teils feindselige Unterton? Weil ich so viele Preise bekommen hab? Weil andere meinetwegen gänzlich leer ausgegangen sind? Boah, ich bins leid und hab gerad derb die Schnauze voll. Seid wütend auf die, die für mich abgestimmt haben, aber gefälligst nicht auf mich, diese kleinkarierte Missgunst steht mir bis hier. Dieser Veranstaltung wird viel zu viel Bedetung beigemessen, das seh ich mal wieder, jetzt, da die Verlierer den Mund aufmachen. Und da wundert man sich mancherorts tatsächlich, warum ich mich nicht mehr freuen KANN? Warum ich mir die Titel nicht wie Orden an die Brust tackere?? Kommt mal klar.

Wenigstens kann ich guten Gewissens sagen, dass nun jemand den Lebenswerk-Award in den Händen hält, der ihn auch redlich verdient hat. Was sind 7 Jahre schreiben im Vergleich zu 17? Was sind eine Hand voll abgeschlossener Geschichten in Romanlänge im Vergleich zu Dutzenden? Nee, ist schon wesentlich besser und richtiger so und ich freue mich von ganzem Herzen für Stormy, die mir immer wieder ein Lehrmeister ist, wenn es um Sachen wie Disziplin, Perfektionismus, Ausdauer und Herzblut geht. Sie hat noch nicht vergessen, warum sie schreibt, eine Vollblutautorin. Und jeder, der jetzt gehässig denkt oder äußert, kriegt was von mir zu hören.

Es ist lächerlich, wie persönliche Auseinandersetzungen auf den Bereich des Schreibens ausgeweitet werden und wie mangelnde Selbstkritik darin mündet, auf andere einzuhacken. Nicht sehr erwachsen, nicht sehr reif.

In einer Mail von gestern habe ich die Frage gestellt bekommen, wo der Zusammenhalt der Autoren eigentlich geblieben ist? Auch darin wurde bedauert, was ich hier schon viel zu oft angesprochen habe: Diese Ellbogenmentalität, das permanente Wetteifern und Missgunst, wenn mal der andere bessere Arbeit geleistet hat als man selbst. Ich kanns mir auch nicht erklären. Steckt wohl im Wesen des Menschen, sich andauernd behaupten und gegenüber anderen profilieren zu wollen. Mir gehts genauso auf den Keks, aber was will man machen? Ich will schreiben und ich möchte es auch gern mit einigen Lesern teilen, die nicht in meinen Sachen stöbern, weil ich vor Urzeiten schrecklichen HdR-Kitsch verzapft habe oder so und so viele Awards bekommen habe. Ich scheiß auf nen fragwürdigen Namen, ich scheiß auf "Bekanntheit" und ich scheiß auf Leute, die mir aus etwas einen Strick drehen wollen, das ich mir nicht ausgesucht habe. Zusammenhalt bedeutet für mich nicht, sich gegenseitig Zucker in den Allerwertesten zu blasen, sondern fair und höflich miteinander umzugehen. Konstruktive Kritik zu äußern, ehrlich zu sein. Warum muss gerade das, was das Veröffentlichen ausmacht und mit Sinn erfüllt, so auf der Strecke bleiben und einem Gerangel nach Erfolg und Anerkennung weichen?
Ich kapiers nicht und werde es nie kapieren. Fanfiction, Leute, Fanfiction. Keine American Highschool, bei der sich jeder drum prügelt, Prom Queen zu sein. Wie das enden kann, haben schon mal ein Eimer Schweineblut und ein darauf folgendes telekinetisches Massaker bewiesen...

Ach, was solls...ich hab keine Ahnung, wer alles diesen Blog liest, aber ich kann mir meinen Teil denken. Ich muss nicht in nem Blogroll erwähnt sein, um zu wissen, dass sich mancher von meinen Worten auf die ein oder andere Weise inspirieren lässt und ermutigt fühlt, Gift zu verspritzen. Macht nur, wenn ihr nichts Besseres zu tun habt.

Entschuldigt, dass auch dieser Post recht negativ angehaucht ist, aber mir geht das Trara einfach zu derb auf den Sack, was darum gemacht wird, warum ich das Lebenswerk nicht annehmen möchte. Mir das Lebenswerk zu geben wäre in etwa so falsch wie einem Erstklässler Tolstoi als Schullektüre aufzubürden und ich werd nichts mehr dazu oder zu irgendwelchen anderen Awards sagen, denn ich habe das Gefühl, ein Gespräch mit einer Kellerwand wäre ergiebiger, als mich anderen gegenüber noch zu äußern. Es reicht, es geht mir auf den Senkel, ich hab mal wieder meine Portion Zirkus über und bin für den Rest des Jahres gesättigt. Das kann einem echt den Spaß an Fanfictions nehmen.

So...und bevor der Post nur allzu negativ klingt: ich bin weiterhin fleißig und das Ende des Handwerks liegt mir in den Händen. Ich drück mich mal wieder stoffi-like drumherum, aber es lässt sich schön schreiben. Ist irgendwie...ruhig, gesetzt, resigniert...ich lass mir Zeit und ich weiß, dass das den ein oder anderen aufregt, aber ich kann ein Ende nicht übers Knie brechen. Es muss stimmen. Vom Grundton her, von der Stimmung. Die Fließbandmethode funktioniert bei allen anderen Teilen einer Story, nur nicht an diesem alles entscheidenden Punkt. Da muss man das Gas rausnehmen, die Fühler ausfahren, Feinsinn finden und anwenden. Bei so manchen Geschichten und Büchern gewinne ich schon mal den Eindruck, dass der Autor unbedingt fertig werden wollte. Bei Harry Potter wird da z.B. gleich mal der halbe Besetzungsstab niedergemäht und mit nem kariesverursachenden Kitschepilog geschlossen. Nee. Dann lieber etwas mehr Zeit investieren und halbwegs sichergehen, dass es stimmig ist. Das Ende ist das, was am längsten nachklingt und es sollte nicht die Melodie einer Geschichte ruinieren.

Na, mal sehen, ob ichs halbwegs hinbekomme, ich bin zuversichtlich, wie es zurzeit läuft. Aber zuerst wartet ein Kapitel von Snoopys wunderbarer Venatrixreihe darauf, gebetat zu werden und ich will sie nicht zu lange warten lassen, damit der Lesestoff bald auch den Weg ins Netz findet.
Kommt gut durch den Freitag!

Stoffi

Mittwoch, 8. Juli 2009

Ein bitterer Beigeschmack



Der ein oder andere mag mich jetzt schräg anschauen und sagen: "Was will die denn noch?", aber ich muss mich noch mal zu den FF-General Awards äußern, deren Gewinner letzte Nacht bekannt gegeben worden sind.

An dieser Stelle ein Dankeschön an alle, die meine Geschichten für gut genug befunden haben. War so nicht abzusehen, gerade wenn man meine doch eher kritisch angehauchten Statements zum Thema bedenkt. Beschweren kann und will ich mich nicht; in meinen Augen ist es immer noch mehr ein Leserspektakel, als dass sich ein Autor etwas darauf einbilden könnte, ein Spiel, das nicht immer Qualität, sondern leider Gottes vielerorts persönliche Sympathie entscheiden. So sehe ich die Ergebnisse mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Einerseits bin ich platt, dass ich noch so viele Leser haben soll, andererseits sehe ich, wer leer ausgegangen ist und das absolut nicht verdient hat. Eine Venea, eine Stormy, ein phazonshark, eine Kati, ein Kuschelkueckchen...das bringt mich zum Grübeln.

Es war klar, dass es in bestimmten Kategorien einfach keine Überraschungen geben würde. Das sage ich nicht, weil ich missgünstig bin oder den Gewinnern mancher Awards den Sieg nicht gönne...aber es zeigt eben doch ein falsches Bild. Venea zum Beispiel lässt uns alle nur blöd dastehen, wenn sie was aufs Papier zaubert, ganz egal, wen man da noch nennen mag. Stilistisch eine Koryphäe, aber wahrscheinlich zu anspruchsvoll für FF-Leser. Kann man sich dann noch freuen, wenn man selbst die ein oder andere Trophäe eingeheimst hat oder kommt dann nicht viel mehr die Frage auf: "Warum ich und nicht andere, die es eher verdient hätten?" Es ist weniger Selbstkritik als Realismus, so zu denken. Ändern kann man daran nichts und es ist nun mal abzusehen, dass ein Preis, der von Lesern vergeben wird, nicht unbedingt an qualitativen Eckpunkten abwägt. Traurig macht es mich nur, wenn ich sehe, wie wirklich gute Autoren dadurch mutlos werden und sich nur für mittelmäßig und durchschnittlich halten.

Weiter
hin unangenehm stößt mir das Verhalten so mancher Konkurrenten auf, die wohl schlechte Verlierer sind und nicht einmal fähig sind, die Leistung anderer anzuerkennen. So ist mir zu Ohren gekommen, dass ich meine Scar Tissue Awards eh nur gewonnen hab, weil ich regelmäßige Updates einhalte. Nicht aus Qualitätsgründen, ist ja ganz klar. Danke, Gillian, den Wink hab ich verstanden, brauchen wir nicht mehr drüber reden. Schön, dass du's verkraften kannst, danke für die ach so schön duftenden Blumen.

Ich halte nicht viel vom Nachtreten oder Stutenbissigkeit, aber da weiß ich wenigstens, was wirklich in manchen Köpfen vor sich geht und dass ich so manches Feedback ad acta legen kann. Ich hab nicht mehr getan, als zu schreiben und zu veröffentlichen und zuzulassen, dass meine Geschichten zum Voting zugelassen werden. Ich habe nur noch einen überschaubaren Kern an treuen Lesern und ich bezweifle, dass es diese sich zu Wort meldenden Leser waren, die für mich abgestimmt haben, denn kaum einer wusste von diesem Award. Aber gut, wenn regelmäßige Updates mein geheimer Schlüssel zum fragwürdigen Erfolg sind, sollte ich überlegen, täglich irgendwelchen Unsinn zu posten. Klingt gut, kann mich ja nicht genug mit Trophäen schmücken. Mind the sarcasm.

Versteht diesen Post bitte nicht falsch, ich war überrascht und bin es immer noch, gerade in Sachen Lebenswerk hab ich dann doch eher die Brauen gehoben. Es gibt weitaus bessere, erfahrenere und fleißigere Autoren als mich, daher weiß ich auch, wie ernst ich diese Ehrung für mich selbst wirklich nehmen kann. Ich wünschte, andere könnten diesen Preis in ähnlichen Dimensionen überschauen. Es ist eine Leserauszeichnung. Mehr nicht. Ihr, die nicht gewonnen habt: ihr seid NICHT schlechter als die Gewinner, oftmals eher im Gegenteil, ihr seid stellenweise besser. Lasst euch so nen Scheiß bloß nicht einreden, am wenigsten von euch selbst. Und ihr, die ihr wie ich gewonnen habt; tragt die Nase bitte nicht zu hoch. Hochmut kommt bekanntlich vor dem Fall. Freut euch, genießt es, aber erinnert euch daran, dass es nur Fanfiction ist, eine Spielwiese, auf der wir alle mehr oder weniger eifrig herumtollen. Es ist Hobby. Es ist Spaß. Und kein Grund, beleidigend, ausfällig oder niederträchtig zu werden.

Mehr hab ich dazu nicht zu sagen. Ich mache mir mit diesem Post sicher keine Freunde, aber wenn Freundschaft bedeutet, vornherum zu heucheln und hinterrücks den Dolch zu zücken, verzichte ich gern.

Macht euch trotzdem einen schönen Tag.


Stoffi

Dienstag, 7. Juli 2009

Wer nicht will...


...der hat bekanntlich schon. Ich bin nicht der Typ Mensch, der anderen hinterher rennt und wenn ich seh, dass ich mein Pulver verschossen hab, zieh ich mich zurück. Hellsehen kann ich noch nicht, Gedanken lesen genauso wenig, daher weiß ich leider nicht, ob und wenn ja wann und wie ich anderen auf den Schlips getreten bin. Und ich finds ehrlich gesagt auch zu anstrengend, immer wieder den ersten Schritt machen zu müssen. Irgendwann reichts. Ich hab gelernt, dass man es nicht allen recht machen kann und es vielleicht auch gar nicht erst versuchen sollte. Manche wollen dir einfach ans Bein pieseln, da kannst du nur eins machen: schnell weitergehen, bevor du anfängst, nach ihnen zu riechen. Ich bin nicht konfliktscheu, aber ich seh halt auch, wo es sich lohnt, was zu sagen und wo Hopfen und Malz offensichtlich verloren gegangen sind. So viel zu zwischenmenschlichen Gedanken für heute.

Wir sammeln weiterhin fleißig Interessenten fürs Autorentreffen; ich bitte allen Interessenten auch die funktionierende e-Mail Addy beizufügen, damit die Mailingliste lückenlos ist und wir niemanden unwissend ausschließen. Fristen haben wir noch keine gesetzt, was die "Anmeldung" angeht, ist ja alles sehr spontan. Aber ich denke, wir schauen noch, wer sich im Laufe der Woche meldet, dann kann man vielleicht schon anfangen, sich nen Zeitraum und ein Örtchen auszugucken :)

Das letzte Kapitel vom Blutigen Handwerk geht mir gut von der Hand. Gleich wartet eine unschöne Szene auf Elena, auf die ich mich schon seit Ewigkeiten freue. Dann noch n bisschen Gordon-Action und die Auflösung des im Prolog angedeuteten Tacker-Komplotts. Hihi. Böse Bilder in meinem Kopf. Und dann...ja dann noch der Epilog, der nicht allzu lang werden dürfte und dann hab ich mich mal wieder aus einem herausgezögerten Ende geschlichen. Bezüglich der X-Men hab ich schon wieder mehr Vorfreude entwickelt, der Wechsel des Fahrwassers tut sicher mal wieder gut, wobei ich meine 2, 3 anderen Dark Knight Ideen sicher verwahre. Bisher haben sie sich hartnäckig gehalten, normalerweise tendieren Ideen dazu, von mir am nächsten Tag verworfen zu werden.

Streckenweise stelle ich fest, dass der deutsche Wortschatz zu eingeschränkt ist, bzw., dass es Wörter im Englischen gibt, für die kein ebenbürtiges Pendant existiert. Stephen King sagte mal, dass jegliches Wort, das man mithilfe eines Thesaurus zu finden gedenkt, das falsche Wort ist, weil es a) nicht dein erster Gedanke/Bauchgefühl war und b) nicht immer deinem Stil entspricht, aber bedient man sich nicht diverser Synonyme, ist ein Text schnell eintönig oder einem wird Wortwiederholung angekreidet. Ich übe mich vermehrt darin, Bezeichnungen zu umschiffen, um weder ein Synonym noch eine lästige Wiederholung benutzen zu müssen, aber leicht ist es nicht, oft genug scheitere ich daran und ärgere mich dann, weil mir ganze Absätze rückblickend nicht mehr gefallen.

Noch schlimmer ist es allerdings, wenn einem ganz bestimmte Wörter nicht einfallen wollen. Man weiß, was man ausdrücken möchte, weiß auch, dass dafür ein Wort existiert, aber man kommt einfach nicht drauf. Bei Scar Tissue bin ich mal mitten in der Nacht hoch geschreckt, weils mir dann doch noch eingefallen ist. Es war das Wort "Zerstreuung", simpel und profan, aber es war wie ausgelöscht aus meinem Wortschatz. Manchmal ist das Schreiben wie ein großes Puzzle. Man kommt irgendwann unweigerlich an einen Punkt, an dem man sich schwer tut, die passenden Teile zu finden, meistens weil sie aus einem Farbton gefertigt sind. Mit dem Abstand einiger Stunden noch einmal darauf blickend, fällt es einem buchstäblich wie Schuppen von den Augen, man findet ganze Teile, ganze Bilder mühelos. Vielleicht liegt die Kunst darin, nicht zu verbissen zu agieren, nicht krampfhaft einen Effekt erzeugen zu wollen oder Sätze perfekt zu arrangieren. Man muss manchmal einfach warten und die richtigen Worte kommen von ganz allein. So wie im Moment.
Daher werde ich es ausnutzen, verbal gerade nicht gehemmt zu sein, und am Ende feilen.

Genießt euren Dienstag!

Stoffi

Sonntag, 5. Juli 2009

WritersGet2Gether


Wow, es ist schon Wahnsinn, was alles aus nem Gedankenfurz losgetreten wird, wenn man mit den richtigen Leuten drüber spricht *lach*

Ich habe mal ganz dreist Katis so treffende Bezeichnung des "WritersGet2Gether" entlehnt, um auf die noch in den Kinderschuhen steckende Planung zu einem potentiellen FF-Autorentreffen zu sprechen zu kommen. Ich freue mich wie ein Schneekönig, dass die Idee so viel Zuspruch bekommt, hätte ich so nicht erwartet. Natürlich wird das Organisatorische noch einige Probleme bereiten, das ist denke ich unvermeidbar, wenn es sich um zahlreiche Interessenten aus unterschiedlichen Regionen handelt. Aber: Ich male keinen Teufel an die Wand, sondern möchte mit diesem Post lediglich darauf hinweisen, dass Kati, Stormy und ich momentan noch sammeln, wer denn Interesse hat. Rechts oben in der Sidebar seht ihr meine E-Mail Addy; Interessenten können sich gern per Mail melden, dann werden sie in einer von Kati angefertigten Tabelle festgehalten mit Usernamen, Alter (zwecks elterlicher Erlaubnis bei Minderjährigkeit), Wohnort und Zeiten, in denen es gar nicht geht. Wenn wir dann alles halbwegs erfasst haben, kann die eigentliche Organisation erst beginnen; Zeiträume und Ort können erst dann festgelegt werden. Kati hat ebenfalls vorgeschlagen, den ganzen Informationsfundus per Mailingliste mitzuteilen. Kommen kann eigentlich jeder, fragt ruhig herum; wir müssen nur bedenken, dass es nicht zu hunderten ausufern kann, weil wir schließlich auch ein Örtchen brauchen, an dem wir übernachten können. Aber ich denke, das Problem wird gar nicht erst bestehen ;).

Äh ja...soviel zum Stand der Dinge, der nicht besonders fortgeschritten sein kann, weil die Idee erst vorgestern laut wurde *lach* Ich für meinen Teil freue mich jetzt schon tierisch darauf, das ein oder andere Gesicht zu sehen und die Leute kennen zu lernen, die hinter den Pseudonymen stehen. Bis dahin ist es sicher noch ein ganzes Stück Weg, aber ich hoffe, wir finden nen passenden Termin und Ort. Schlimm. Jetzt bin ich schon hibbelig und hab Hummeln im Hintern, obwohl eigentlich noch nichts fix ist.

Wie dem auch sei, bei Fragen oder Interesse könnt ihr euch natürlich auch mit Kati selbst (siehe meine Bloglist: Tadiels Blog) oder Stormy (ebenso Blog: Across the Stars) in Kontakt setzen, damit ihr als Interessenten berücksichtigt werdet und in die Tabelle eingetragen werden könnt, aus der dann sicherlich eine Mailingliste gebastelt wird, wenn wir einen Schritt weiter sind :D

Ich bin gerad total begeistert und danke nochmal dem impulsiven und spontanen Zuspruch von Stormy, Midna, Satansbratn und Kati. Bin gespannt, was draus wird!

Macht euch einen schönen Sonntag!

Stoffi

Freitag, 3. Juli 2009

In der Kürze liegt die Würze


...sagt ausgerechnet die, die sich nie kurz fassen kann und sich irgendwann festlabert. Wenns mal wieder was gibt, was ich nicht kann, dann ist es, meine Arbeiten kurz zu halten. Den Gedanken hatte ich gestern Abend einmal mehr, als sich ein Klassikeranfall meiner bemächtigte und ich mal wieder in einigen Werken Edgar Alan Poes gelesen habe ("The Masque of the Red Death" & "The Fall of the House of Usher") . Ich bin begeistert, wie er es immer wieder geschafft hat, Spannung, Dynamik und Tiefe in kurze Texte zu setzen. Auch wenn ich in Sachen Lesen lieber auf lange Texte zurückgreife (gibt mir einfach eher die Möglichkeit, mich in eine andere Welt zu begeben), finde ich das Talent, das manche für Kurzgeschichten haben, einfach bemerkenswert. Es ist nicht schwer, eine Geschichte in Romanlänge zu verfassen, viel schwieriger ist es meines Erachtens, einem Text mit einer Wortbegrenzung von sagen wir maximal 5,000 Wörtern so viel Prägnanz zu verleihen, dass er all das erreicht, was sonst nur ein langer Text vermag. Ich hab bei kurzen Texten immer die Unsicherheit, dass irgendwas auf der Strecke bleibt. Sei es die Charakteristik, Atmosphäre, Details oder auch nur eine Handlung. Kurzgeschichten können nicht in dem Umfang erzählen wie Romane; sie sind Momentaufnahmen, fangen Situationen ein und legen den Fokus auf eine gewisse Pointe. Das verlangt meiner Meinung nach einiges Können ab, diesen "Wow"-Effekt zu erzeugen, es zu vollbringen, dass ein kurzer Text, bzw. dessen Aussage im Gedächtnis haften bleibt. Ich tu mich schon unglaublich schwer damit, kurze Kapitel zu schreiben und weiß, dass es ein Manko ist. Wobei das wiederum meiner Lesevorliebe verschuldet sein mag; ich selbst mag lange Sachen einfach sehr gern. Heißt nicht, dass ich kurze Kapitel schlecht finde, es ist da nur meiner Meinung nach wesentlich schwieriger, dem Geschehen notwendige Tiefe zu verleihen. Ich beneide alle, die das drauf haben, ich fürchte, ich bin immer irgendwie ein Leserschreck mit meiner Schwafelei (entschuldigt bitte!). Ist vielleicht auch Übungssache, wer weiß.

Dann gibt mir was von der technischen Seite her zu denken. Ich hab in letzter Zeit immer mehr Ärger mit meiner Sidebar. Dass da einige Gadgets nicht immer funktionieren ist glaub ich normal, aber ich hab heut zum dritten Mal (!) Sheelas Blog in meine Bloglist aufgenommen, weil permanent die Titelzeile verschwindet. Den Link zeigts in meinem Layout immer an, nur die klickbare Titelzeile verschwindet ohne einen mir erklärlichen Grund. Das gleiche Problem bei Kits Blog, auch der verschwindet gern mal. Mir fällts natürlich nicht immer auf, genauso wenn Links nicht funktionieren. Ich hab mich schon gefragt, obs daran liegt, dass Sheela nen Wordpress und Kit nen Blog.de Blog haben und da irgendwas nicht mit der Übermittlung hinhaut, aber Katis Livejournal-Blog updatet sich selbst auch einwandfrei. Es ist halt ärgerlich, weil ich nicht tagtäglich nachschau, ob mein "Bestand" vollständig ist. Ich könnte natürlich alle Blogs als Extralink einfügen, aber ich hab mich immer so an der kleinen "Vorschau" erfreut, die mir die Titel der Einträge und deren Alter anzeigt. Blöd ist das. Haben andere blogspot-Nutzer ähnliche Probleme? *in die Runde schau* Ich kann mir nur erklären, dass es zeitweise am alternativen Layout liegt. Einige Widgets funktionieren dann nicht immer richtig, bzw. muss man sie neu einfügen. Wäre aber nett, wenn man mich drauf hinweist, wenn wieder ein Blog verschwindet, aus meinen Listen hau ich so niemanden raus. Ich hoffe, es fühlt sich keiner vor den Kopf gestoßen (falls es überhaupt jemand mitbekommen hat). Wenn doch, lag das nicht in meiner Absicht.

Uuuund...abschließend noch ein Gedanke, der mich erst vorhin ereilt hat: ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich hab in meinem Freundes- und Bekanntenkreis kaum jemanden, der weiß, dass ich schreibe. Und wenn sie wissen, dass ich schreibe, wissen sie zum Glück nicht was :P Problem ist nur: man kann mit keinem drüber reden, sich nicht mitteilen, diskutieren, usw., weil es keiner so recht nachvollziehen kann, was man da eigentlich die ganze Zeit über treibt und zusammenspinnt. Ich kann die Male gar nicht mehr an einer Hand abzählen, an denen ich blöd von der Seite angeschaut wurde, weil ich mich über dieses oder jenes beklagt hab, von mitternächtlichen Schreibanfällen berichtete oder laut über Charakterisierung gegrübelt hab. Das Verständnis ist kurzum einfach nicht da. Daher lass ich mich auch so oft im Blog aus, um die ganzen Gedanken irgendwie loszuwerden und manchmal auch mit Gleichgesinnten drüber zu plaudern. Am exzessivsten betreib ich das wohl mit Stormy und es tut gut, einfach mal übers Schreiben quasseln zu können.

Über den Blog und den vieler anderer Autoren, über deren Geschichten und meine eigenen bin ich mittlerweile mit einigen mir sehr lieb gewordenen Autoren in Kontakt getreten und finde es immer wieder unglaublich bereichernd, über die verschiedensten Themen zu diskutieren und schlichtweg Erfahrungen auszutauschen. Auch wenn wir alle irgendwo das Gleiche machen, geht jeder von uns anders an die Sache ran. Wäre es nicht cool, den Menschen hinter dem Pseudonym kennen zu lernen? Midna hat neulich mal angeschnitten, dass man übers Lesen und Schreiben viele Kontakte knüpfen kann, die so interessant sind, dass man sie durchaus vertiefen könnte. Einige von euch mögen sich untereinander vielleicht schon besser kennen, aber ich bin immer wieder neugierig, neue Leute zu entdecken, die dieses Hobby teilen. Sowas wie ein FF-Autoren Treffen würd ich unglaublich lustig und interessant finden. Ich weiß, es ist wohl nicht realisierbar, da es uns alle in die unterschiedlichsten Winkel verstreut hat und es unwahrscheinlich ist, dass alle Zeit und auch Lust haben, aber ich könnte mir vorstellen, dass es toll wäre, sich (natürlich nicht nur ausschließlich) übers Schreiben austauschen und einander persönlich kennen lernen zu können. Außerdem ist glaub ich immer ein gewisser Lerneffekt dabei, wenn man Positionen austauscht. Auch wenns nur ein Hobby ist, kanns doch eine sehr einnehmende Beschäftigung sein.

Ich hab schon das Vergnügen gehabt, ein paar FF-Autoren kennen zu lernen und habs bislang auch nicht bereut. Ich weiß, nicht jeder will sowas wie Fanfiction auf ne persönliche Ebene ziehen und genießt lieber die Anonymität des Internets, aber die Erfahrung hat mich gelehrt, dass darüber durchaus Freundschaften entstehen können.

Ach, jetzt hab ich schon wieder so viel palavert, dass der Titel des heutigen Eintrags durchaus ironisch aufzufassen ist. Wie dem auch sei, ich muss schon wieder los. Kommt gut ins Wochenende!

Stoffi

Donnerstag, 2. Juli 2009

Prophet sucht Berg


...oder Balkon, damit er zum Volk sprechen kann. Nein, keine Sorge, Größenwahn hat mich noch nicht erreicht und ich red auch nicht von mir oder den werten Kollegen. Ich hab heute nur mal wieder festgestellt, wie rar gesät die Plattformen sind, auf denen man seinen Fanfictionkram unterbringen kann. Unglaublich viele Archive haben über die letzten Jahre dicht gemacht. Natürlich sind auch wieder neue aus dem Boden geschossen, aber deren Handhabung ist oft ein bisschen zu umständlich. Welche Kriterien stelle ich an ein Archiv?

Fakt ist, dass es da nicht viele Ansprüche gibt, die man sich erlauben kann, denn wenn man zu penibel aussortiert, hat es sich schnell mit den Plattformen gegessen, auf denen man veröffentlichen kann. Als ich anfing (jaa, ihr wisst schon, HdR-Blabla, ketzerische Schriften aus der Hand eines blutigen Anfängers - mittlerweile bin ich zwar immer noch blutig, aber das vielleicht in anderer Hinsicht) habe ich hauptsächlich auf fanfiction.net veröffentlicht; damals gabs da sogar noch eine Real Person Kategorie und die Freien Werke hatten sich damals noch nicht zu einem separaten Archiv abgespaltet. Das waren noch Zeiten. HdR war natürlich stark frequentiert und fanfiktion.de noch gar nicht da oder steckte erst in den Kinderschuhen, als ich noch rege an "Sonne über Ithilien" geschrieben habe, ff.net war die Mutter aller Archive, der Urschleim, die Wurzel allen...na ja, Übels würden jetzt wohl bloß Fanfictionhasser behaupten; ihr wisst schon, halt die Ersten. Daneben gab es jede Menge kleiner alternative oder private Archive, die sich auf die Veröffentlichung weniger Geschichten beschränkt haben.

Als ich mit HdR fertig war, bin ich noch etwas länger auf ff.net herumgestromert, bis sich ff.de so weit etabliert hat, dass ich darauf aufmerksam geworden bin. Überhaupt hatte ich zu diesem Zeitpunkt das Fandom gewechselt, habe mich Joaquin Phoenix gewidmet (bevor er sich einen Weihnachtsmannbart hat stehen lassen und auf die Idee gekommen ist, er könne rappen -.-) und zwei Jahre mein ff.net Profil verlottern lassen. In dieser Zeit hab ich mich auf ff.de und FF@OBL ausgeweitet, dort meinen Kram online gestellt. Man mag in erster Linie für sich selbst schreiben, aber man stellt doch Geschichten online, um sie mit anderen zu teilen und im Idealfall Resonanz darauf zu erhalten. Bis heute sind ff.net, ff.de und FF@OBL die - zumindest für mich - größten Umschlagplätze für Fanfictions. Ich bin in vielen Archiven vertreten, aber es ist gar nicht so einfach, alles zu hegen und zu pflegen. Es gibt Einschränkungen, die einem das Hochladen einiger Geschichten wirklich (teilweise unnötig) erschweren. Da mag es Kategoriemangel sein, die Unzulässigkeit von Html-Tags, die zur Formatierung eines Textes beitragen können und diesen ansprechender gestalten können, begrenzte Kapazitäten, nur geringe Frequentierung (für einen Klick im Jahr, der auch noch von mir selbst stammt, muss ich keine Geschichten in Archive setzen) bis hin zu gesonderten Auswahlverfahren für dort vertretene Fanfics.

Versteht mich nicht falsch, ich meckere auch oft genug über wirklichen Scheiß, der den Weg ins Netz findet, aber die Auswahlkriterien einiger privaten oder kleinen Archive finde ich zu mühselig. Erstmal muss es jemanden geben, der die Zeit findet, meinen Text gegenzulesen und wenn ich da sowas wie Scar Tissue mit 700+ Seiten hinklatsche, denken die sich auch "Prost Mahlzeit". Entweder kann man da nur oberflächlich drüberlesen und entscheiden oder aber monatelang auf sich warten lassen, weil man nicht nur lebt, um eingesandte Geschichten gegenzulesen. Andererseits: Wenn sich ein solches Archiv etabliert, kann man beruhigt eine gewisse Qualität erwarten, die man in richtig großen Archiven wie ff.net niemals wahren kann. Wenn jeder jeden Unfug online stellen kann, wird sich niemand diese Chance nehmen lassen - sehr zum Leidwesen jener Leser, die sich noch die Mühe machen, ffs zu suchen.

Aktiv veröffentliche ich derzeit nur auf ff.net, ff.de und myfanficion.de (wobei letzteres auch so ein Archiv ist, das öfter Fehler hat oder offline ist, als dass es einwandfrei funktioniert). Grund hierfür ist natürlich mal wieder die Kategoriezulässigkeit. Ich kann auf einer Seite, die nur HdR- oder HdR-Darsteller bezogene Geschichten zulässt, keine Dark Knight Fic posten (trifft auf hdr-ff.de zu), genau das gleiche in Grün auf FF@OBL.
Auch wenn in letzterem Archiv derzeit eine Umfrage läuft, die die User zu der Kategorieerweiterung befragt, weiß ich nicht so recht, ob ich dort Scar Tissue und das Handwerk online stellen soll. Denn...wer soll das lesen? Ich winke doch schon jetzt Lesern hinterher, wie soll das dann in einem Archiv laufen, das zuvor auf Mr. Bloom beschränkt war? Hinzukommt da einfach der Cliquenfaktor, der früher oder später in jedem (kleineren) Archiv Einzug hält. Es kann einfach keiner von der Hand weisen, dass man wesentlich mehr Leser auf seiner Seite zählen kann, wenn man gewissen Gruppen angehört oder sich mit den richtigen Leuten gut stellt. Außerdem weiß ich nicht, wie die Leserschaft dort aussieht, ob sie wirklich willig ist, die Geschichten von einem geisteskranken Psychopathen zu lesen, der nicht mit der Wimper zuckt, um Blut zu vergießen. Wie eine Kategorievergrößerung aussehen wird, weiß man nicht, kann auch sein, dass da gar kein Platz für den lieben Joker sein wird. Ohne dem Archiv zunahe treten zu wollen - ich habe schließlich selbst zahlreiche Geschichten dort online stehen - aber ich denke, man fährt ganz allgemein gesehen mit einem bestimmten Genre einfach eine bessere Schiene. Lohnt sich dann der Updateaufwand?

Ich weiß nicht, wie es der schreibenden Fraktion unter euch geht, aber ich brauch immer Zeit für ein Update. Reviews beantworten, gegebenenfalls formatieren (auf ff.de und ff.net geht das zumindest automatisch, auch wenn man da noch hier und da ergänzen/ausbessern muss), vielleicht noch ein, zwei Absätze der Lesbarkeit wegen reinhauen. Es frisst schon Zeit. Dann kommt hinzu: Lohnt es sich, Geschichten in einem anderen Archiv zu veröffentlichen, die andernorts bereits fortgeschritten veröffentlicht oder gar abgeschlossen sind? Jene potentiellen Leser, die eine Geschichte noch nicht kennen, aber Gefallen an ihr finden, wollen nicht selten wissen, wie es weitergeht, und wenn sie wissen, wo sie schneller weiterlesen können, ohne ewig auf Updates warten zu müssen, machen sie das natürlich. Verliert man dann langfristig nicht auch wieder Leser? Hm. Schwierig.

Ich finds natürlich gut, wenn die Kategorienerweiterung wirklich bewilligt werden sollte; es kann ein Archiv nur beleben, wenn man sich nicht nur auf Fandoms beschränkt, deren Aktualität bzw. Beliebtheit zunehmend schwinden oder verblassen (was wiederum ganz normal ist; es wird immer neue Hypes geben, genauso wie sich individuelle Interessen verschieben). Ich denke, es würde für frischen Wind sorgen, auch wenn ich nicht weiß, ob ich noch sehr aktiv zu Werke gehen werde. Mir gehts jedenfalls so, dass ich irgendwann keine Lust mehr auf Updates habe, wenn Interesse völlig verebbt, aber mal sehen, malen wir den Teufel nicht zu vorschnell an die Wand. Vielleicht denke ich auch nur mal wieder zu negativ.

Fakt ist, dass ich mich hauptsächlich auf die großen Archive beschränke, weil zumeist deren Handhabung auch weniger umständlich ist. Aber ich halte immer ein Auge offen, vielleicht hoppelt mir ja noch ein reizvolles Archiv über den Weg.

Habt einen schönen Spätnachmittag!

Stoffi

Mittwoch, 1. Juli 2009

"Ich werde zum ersten Mal sterben...da ist ein wenig Muffensausen wohl erlaubt?"


Das will man zumindest meinen. Aber wir wissen ja mittlerweile, dass der Joker Angst amüsant findet, aber nicht nachempfinden kann. Elena weiß es auch, aber sie erinnert sich gern selbst daran, so auf den letzten Zügen.

Es läuft...nein, es fließt, es strömt und das ist nicht nur auf den Schweiß bezogen, der einem schon auf die Stirn tritt, wenn man den Kopf zu schnell dreht. Es ist drückend schwül, ich warte auf das nächste Gewitter, höre Rob Thomas auf unmenschlicher Lautstärke und schreibe wie besessen, während mein Wasservorrat schrumpft. Der kleine nostalgische Ausflug in die Welt von Scar Tissue, bzw. das Experiment mit etwas seichterer oder netterer Thematik hat mir einen absoluten Höhenflug beschert und meine übliche "Ich-drück-mich-davor-ein-Ende-zu-schreiben" - Phase abrupt beendet. Gestern noch bis 4 Uhr morgens in die Tasten gehämmert, weil tagsüber nicht viel Zeit zum Schreiben ist und ich auch gleich wieder los muss. Ich liebe es.

Dann hat mich ein Amazonpäckchen mit wundervoller Lektüre bereichert, hab gestern in einem Schwung Heath Ledgers Bio gelesen, an vielen Stellen geseufzt oder auch zustimmend genickt, mich inspirieren lassen und einmal mehr zutiefst bedauert, dass ein so großartiger Künstler wie er es war so früh abtreten musste.

Ich bin immer noch fleißig und so langsam macht es mir etwas Angst. Ich meine...klar hatte ich Tage, an denen ich nicht schreiben konnte, aber das lag nie daran, dass ich nicht die Muße dazu hatte. Meistens hatte ich zu tun und kam zeitlich einfach nicht dazu, weiterzuschreiben. Aber insgesamt kann ich behaupten, seit meiner Arbeit an Scar Tissue, die im vergangenen September begonnen hatte, keiner langwierigen Schreibunfähigkeit ausgesetzt gewesen zu sein. Es gibt Szenen, die gehen leichter von der Hand als andere, an manchen Kapiteln hab ich tagelang gesessen, wieder andere waren binnen weniger Stunden geschrieben. Und wenn das Handwerk zu Ende ist und ich mich an Neuem probiere, werde ich mich überraschen lassen, ob dieser Lauf anhält. Mir macht er fast schon ein wenig Angst. Unter richtig langen Blockaden hab ich nie gelitten, aber andererseits hatte ich auch noch nie eine so intensive Arbeitsphase. Na ja...man schweigt und genießt.

Ebenso in vielerlei Hinsicht, bezüglich dessen, was in so einigen Archiven im Moment abgeht. Zumindest sind zum Teil vielversprechende Neuerungen da. Auf ff.de kann man endlich Reviews im Reviewtext beantworten, was einem ermöglicht, auf anonyme Reviews einzugehen, ohne den Fließtext der Geschichte bemühen zu müssen - oder (weswegen es eigentlich verändert wurde) - um zu verhindern, dass sich Autoren selbst Reviews schreiben, um auf andere zu antworten. Jetzt müsst ich nur noch wen haben, der überhaupt reviewt, haha (mind the sarcasm). Na gut. Für Reviews schreib ich nicht mehr, seit ich 16 bin und mir kommt die Galle hoch, wenn ich Leute in meinem Alter oder älter sehe(
Kiddies verzeih ich sowas ja noch, die wissens z.T. einfach noch nicht besser.), die in Kapitelanmerkungen schreiben: "Hinterlasst mir bloß viele Reviews, dann gibts eventuell schon Freitag ein neues Kapitel!"

D'oh. Für mich ein Grund, eine Geschichte nicht mehr weiterzuverfolgen. Dann sinds auch noch solche Leute, die im Gegenzug nur dann selbst Reviews hinterlassen, wenn es sich für sie lohnt, nein danke. Ich gehe selbst sparsam mit Reviews um, bin ein eher nachlässiger ff-Leser, aber ich erpresse auch nicht die, die sich dazu herablassen, meinen Blödsinn zu lesen. Ich frag mich echt, was das soll. Schneidet man sich damit nicht ins eigene Fleisch? Feedback wollen wir alle, das ist doch klar, das muss man glaub ich gar nicht mehr sagen, weil's langsam in den Köpfen der Leser angekommen sein sollte. Aber man kann keinen zum Kommentieren zwingen. Klickzahlen sagen mir nach wie vor, dass meine Geschichten Beachtung finden, aber Klicks heißen nicht unbedingt, dass auch gelesen wird. Klicken und Lesen sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe und wie mit allen Statistiken, die es im ff-Bereich so gibt, sollte man bekanntlich laut Churchill an keine glauben, die man nicht selbst gefälscht hat.

Betteln bringt nix, hausieren gehen und Interesse vorheucheln ist Selbstbetrug, und ich denke, so ein Dämpfer im Reviewbereich bringt einen immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Es ist leicht, in alte Muster zu verfallen und sich von Feedback motivieren oder demotivieren zu lassen; vielleicht einer der Gründe, warum ich mittlerweile daran setze, eine Geschichte so weit zu schreiben, dass ich weiß, dass sie ein Ende finden wird, ganz gleich, wie der Anklang aussehen wird, wenn sie irgendwann mal online steht.
Dass Reviews beeinflussen, kann glaub ich keiner von der Hand weisen, es kommt nur drauf an, wie groß dieser Einfluss ist. Ist man reviewverwöhnt, ist es natürlich bitter, wenn irgendwann keiner mehr schreibt, dann kommen die lieben Selbstzweifel zurück; hat man wiederum generell verhältnismäßig wenig Feedback, kommt man mit "geringer Ausbeute" vielleicht eher zurecht. Ich hab mich arrangiert. Ich war nie der Typ, der 100e oder gar 1000e Reviews abgefasst hat und mir fallen regelmäßig die Augen aus den Höhlen, wenn ich Autoren sehe, die sich mit beachtlichen Zahlen schmücken können. Aber dann klickt man rein und schaut sich das Feedback an und ist eben doch froh über seine 12 Reviews bei 50 Kapiteln, weil die, die was dagelassen haben, auch etwas zu sagen hatten und sich nicht auf einen "Toll weiter" - Oneliner oder "SUPER, KNUDDELKNUTSCH" beschränkt haben.

Aus mir spricht kein Neid, ich bin die Letzte, die sich weder über Anzahl noch Qualität ihres Feedbacks beklagen will/kann/darf/muss und jeder (insbesondere die Abräumer) sollte mit Resonanz zufrieden sein. Wenig ist besser als gar nichts und auch die, die gar kein Feedback bekommen, sollten nicht glauben, dass das heißt, sie seien schlecht.

Reviews...Fluch und Segen eines jeden Hobby-Schreiberlings. Gerade am Anfang ist es schön, Hinweise und (gute wie negative) Kritik zu bekommen und wenn die ausbleibt, lassen sich allzu viele davon abbringen, weiterhin zu schreiben; Leute, die Potential haben, Leute, die die ff-Welt mit Perlen bereichern könnten, wenn man sie nur ließe. Es ist schade, wie viel von Feedback abhängt und wie klein der eigentliche Anteil qualitativ hilfreicher Reviews ist, wenn man mal querliest, wie wenig Wert teilweise auf richtige Kritik gelegt wird.

Niemand wird gern kritisiert, aber es ist notwendig. Einerseits, um auf dem Teppich zu bleiben und sich nicht für den Nabel der (FF-)Welt zu halten, andererseits um Fehler zu erkennen, die man aus eigener Betriebsblindheit übersieht, und dann aus ihnen zu lernen. Es ist ein ewig leidiges Thema, das man totdiskutieren kann und grundsätzlich ändern wird sich im Leseverhalten einfach nichts, als dass ein Appell an Qualität vor Quantität in Sachen Reviews fruchten könnte. Es ist schade, es ist nicht gerecht, es ist oft ne Frage von Cliquen und Gefälligkeit und es ist in wenigen Fällen etwas, das man auf seinem Weg mitnehmen kann. Manchmal wäre es cooler, Reviews abzuschaffen, doch wo bliebe dann der primäre Sinn, einen Text mit anderen zu teilen? E-Mails zu schreiben, um eine Bewertung zu einem Text loszuwerden, ist ja offensichtlich noch anstrengender, als auf einen Reviewbutton zu klicken ;). Wer weiß...solange es Leute gibt, die lesen, bin ich glücklich. Und wenn diese auch noch dabei mitdenken und es mich ab und an wissen lassen, bin ich sogar richtig glücklich.

Jetzt muss ich aber los, hab mich mal wieder festgequatscht. Macht euch einen schönen Tag und denkt dran, viel zu trinken!

Stoffi