Nachdem der gestrige Tag dazu da war, ausgeknockt auf der Couch herumzuliegen (ich vertrag einfach nichts mehr!) und Heath Ledger auf zahlreichen DVDs hinterher zu trauern - denn zu mehr war ich bei dem Mistwetter und meinen Kopfschmerzen partout nicht in der Lage - weise ich heute wieder bedeutend mehr Vitalität auf. Da ist zum Einen dieser Traum, den ich letzte Nacht hatte und dessen Echo immer noch in den seltsamsten Tönen nachklingt, zum Anderen neue Ideen und Gedanken zu einer Schreibveranstaltung. Es könnte also wieder ein langer Post werden *vorwarn*
Letzte Nacht träumte ich, dass niemand Geringeres als der gute alte Commissioner Gordon auf meinem Handy anruft und mir mitteilt, ich sei wegen Mordes gesucht. Kurz darauf hab ich mich in ner gigantischen Villa wiedergefunden, die ein bisschen an das Haus auf Stelzen in Lethal Weapon II erinnerte, und einen extrem abgespeckten Hurley aus LOST angetroffen, der mehr über den angeblich von mir verübten Mord wusste als ich selber. Das war...seltsam. Ich träume nicht sehr oft oder wenn, dann weiß ich auch warum, weil mich etwas sehr stark beschäftigt, aber das war einfach nur merkwürdig. Ich glaub, mein Unterbewusstsein hat ne sehr eigentümliche Art, sich mir mitzuteilen.
Wie dem auch sei - ganz so unnütz war das Träumchen nicht, auch wenn ich den kuriosen Inhalten nichts 1:1 entnehme. Aber ich hatte heute Morgen eine Idee. Das Blutige Handwerk ist noch nicht ganz beendet, steuert aber unaufhaltsam seinem Finale zu und da ist es ganz gut, sich schon mal Gedanken zu machen. Und für den Dark Knight Plot, der immer noch in meinem Hinterstübchen schlummert, gibts auch schon nen Titel. Yay! Den ich hier aber nicht sagen werde, weil ich den irgendwie so toll find, dass ich schon wieder Paranoia entwickle und darauf verzichten kann, den irgendwo anders rein zufällig zu lesen, bevor die Story online geht. Nein, nein, nein...also ob er sooo originell ist, weiß ich jetzt nicht, aber ich finde ihn witzig im Zusammenhang mit dem Joker. Hach, mal sehen. Wer weiß, ob das was wird oder ob die Idee nicht im Sande verläuft.
Blöde Plotbunnies! Lasst sie uns alle in der Pfanne schmoren! Denn gestern hatte ich schon wieder nen Einfall...argh...und diesmal überhaupt nicht für ne Fanfiction. Manchmal hasse ich es, da ist der Kopf so voller Plots und Charaktere, Dialogzeilen und Details, dass man schreien möchte, weil man gar nicht die Zeit hat, all das zu Papier zu bringen. Ich bin kein Freund von zu detaillierter Planung, da machen einem die selbstständigen Charaktere viel zu oft nen Strich durch die Rechnung und dann hat man den Salat, aber ich glaub, ich werd mir eine Art Ideenvorrat anschaffen und hier und da Profile und Handlungsbögen notieren. Kann gut sein, dass ich das morgen schon wieder alles blöd find und bleiben lass, aber es hilft im Moment, den Kopf auszurangieren und für das frei zu bekommen, was auf dem Tagesplan steht.
Des Weiteren bin ich gestern wieder einmal auf die NaNoWriMo-Seite gestolpert, für die unter euch, die es nicht kennen; es handelt sich dabei um den National Novel Writing Month, eine Aktion, bei der es darum geht, innerhalb eines Monats (hier ist es immer der November) einen Roman von 50,000 Wörtern/175 Seiten zu verfassen, sprich, jeden Tag ausdauernd an einer eigenen Geschichte zu schreiben und einfach mal zu schauen, wo es einen hinträgt.
Die Idee finde ich witzig, auch wenn ich da noch nie dran teilgenommen hab. Entweder hab ich im November keine Zeit (wie in diesem Jahr) oder aber mir fehlen einfach zündende Ideen und absolut ins Blaue zu schreiben liegt mir nicht. Ich brauch wenigstens nen Gedanken, nen Ansatz, da ist mir meine Zeit zu schade, 30 Tage lang an totalem Humbug zu schreiben, der am Ende sowieso im Papierkorb landet. Ihr wisst ja, ich und Originale...ich glaub, wir werden in diesem Leben keine Freunde mehr. Dabei ist das Pensum durchaus machbar. Wenn ich auf die Wortzahl von Scar Tissue zurückblicke und das mit der Zeit vergleiche, in der ich daran gearbeitet hab, komm ich auf etwas mehr als 100,000 Wörter pro Monat. Aber da muss ich sagen, dass ich mir erstens ein tägliches Mindestmaß gesetzt hab, das ich zumeist doppelt oder dreifach überschritten hab und zweitens auch die nötige Zeit hatte, mich intensiv mit dem Schreiben auseinander zu setzen. Ich stelle es mir schwierig vor, wenn man abends ausgebrannt von der Arbeit kommt und dann noch 2,000 Wörter hinklatschen soll. Klar, auf der NaNoWriMo-Seite steht eindeutig, dass es um Quantität, nicht Qualität geht, aber am Ende soll ja doch was rauskommen, was einen irgendwo die eigene Schulter tätscheln lässt. Ich kann auch 50,000xBlaBlabla schreiben, das macht einen nicht gerade stolz *lach*.
Dabei muss man natürlich sagen, dass jeder individuell ganz anders arbeitet. Der eine braucht Musik, der andere absolute Ruhe, der nächste schreibt am liebsten per Hand und das womöglich überall und zu jeder Zeit, andere sind nachtaktiv...es käme auf einen Versuch an. Die Idee ist erstmal witzig und es gibt sogar einige Leute, die diesen Kurzroman, der am Ende bei rausgekommen ist, veröffentlicht haben - sicherlich mit einiger Nachbearbeitung (wie sagt King so schön? "Nur Gott kriegt's gleich beim ersten Mal richtig hin"), aber immerhin, eine sehr respektable Leistung.
So nen täglichen Wordcount find ich gut, weil man da auch ein wenig statistisch festhalten kann, wie viel man im Schnitt schafft. Schlussendlich ist das wie in so vielen anderen Sparten des Lebens: nicht die Menge machts, sondern der Inhalt. Nicht jeder kann unter selbst auferlegtem Druck arbeiten und ich denke, wir alle kennen diese Tage, an denen es nur zäh von der Hand geht. Ein tägliches oder wöchentliches Pensum halte ich trotzdem für sinnvoll, um auch sattelfest in der eigenen Story zu bleiben. Beim Handwerk hab ich mir keins auferlegt, aber im Schnitt schaffe ich wochentags am Vormittag etwa 6,000 Wörter (nachmittags und am Wochenende komme ich oft nicht zum Schreiben), ich denke, das fährt ganz gut und wenn ich sehe, dass ich 24 Kapitel in 2 Monaten geschrieben hab, ist das ein recht guter Schnitt. Jetzt nur nicht am Ende ins Straucheln geraten. Wie gesagt, bis zum 26ten will ich eigentlich schon fertig sein. Das wird also mein persönlicher NaNoWriMo. Und dann? Tja...dann sehen wir weiter!
Macht euch einen schönen und produktiven Pfingstsonntag!
Sonntag, 31. Mai 2009
Gemischtes Allerlei
Freitag, 29. Mai 2009
"Ich glaube, darauf freue ich mich schon"
Da stimm ich dem Joker voll und ganz zu, denn nach gestrigem bis spät in die Nacht Verzweifeln beim Kampf um DeMo Umtauschtickets und heutigem stundenlangen Versuch, endlich den Umtausch zu erwirken, hat mich endlich ein Happy End ereilt. Fragt mich nicht, warum der Scheiß LogIn meine Daten nicht annehmen wollte...heute hat er sich extra für mich auch wieder eine ganz neue Fehlermeldung ausgedacht...Drecksack! Na, aber ich hab jetzt zwei Tickets für den 8. Juni und darf wieder frohlocken. Hoffentlich ist Dave Gahan fit genug.
Eine sehr produktive Woche geht zu Ende, ich bastle gerade noch ein bisschen an Kapitel 24 vom Blutigen Handwerk herum und amüsiere mich köstlich. Es wird hässlich. Und zwar P-18 hässlich, wenn das so weitergeht. Aber hey, niemand legt sich mit dem Joker an *böse lächel* ich bin guter Dinge, die Story wirklich zu meinem Geburtstag abgeschlossen zu haben. Und dann...hm...klar, ich hab noch ZeitLos hier rumliegen, wovor ich mich im Moment ziemlich arg drücke. Weiß gar nicht, wieso, aber ich bin noch zu sehr im Dark Knight Universum drin, ich glaub, ich muss mir eine gepflegte Filmsession leisten, um mich ganz in das Genre einzustimmen. Und dann hab ich ja noch eine gewisse potentielle Dark Knight Idee herumliegen, die immer mehr Formen annimmt. Aber fragt sich, ob ich die Zeit zur Umsetzung auch hab.
Außerdem ist heute auch nach einem donnerstäglichen Handwerk-Update Nummer 13 von Scar Tissue online gegangen, eines meiner Lieblingskapitel, das mit einem neuen Charakter aufwartet, der da einiges auf den Kopf stellt. Ich mag sogar behaupten, dass es ein echter Arschloch-Chara geworden ist, aber mit denen hab ich seltsamerweise immer den meisten Spaß. Mal sehen, was das Leser-Echo so sagt, so es denn eins gibt. Irgendwie bin ich zur Zeit (von Kükchens wöchentlichem Rhythmus abgesehen) die Einzige, die da aktiv postet. Na, ich kanns verstehen, wenn man bei dem Wetter das Weite in sonnigeren Gefilden sucht. Aber ist das echt alles Sommerloch? Jetzt schon? Würd ich merkwürdig finden, aber gut. Ich poste weiterhin, denn Klickzahlen sagen mir, dass im Moment sogar mehr gelesen wird als vor einigen Wochen und das ist schön.
So, in zwei Stunden mach ich mich zu nem Kumpel auf, Abendessen und Bierchen trinken, das hab ich mir verdient. Kommt gut ins verlängerte Wochenende!
Eingestellt von Stoffi um 16:26 2 Kommentare
Labels: Blutiges Handwerk, Huh?, privat, Sonstiges
Donnerstag, 28. Mai 2009
Scheißtag!
Ich hätte heute nicht aufstehen sollen. Wirklich nicht. Heute war so ein Tag, den man am besten gleich wieder vergisst und es wird nicht wirklich besser.
Letztes Jahr hab ich Depeche Mode Karten für meinen Bruder bestellt, war ein Weihnachtsgeschenk. Karten für den 7. Juni. Nun ist ja gemeinhin bekannt, dass der gute Dave Gahan, Leadsänger der Band, seit Wochen Magen-Darm Probleme hat...heute wurde bekannt, dass er wegen eines bösartigen Blasentumors operiert werden musste...UND...Überraschung: Das Konzert am 7.6. wird abgesagt.
War total begeistert, wie ihr euch vorstellen könnt und hab gleich geschaut, ob ich die Tickets für ein anderes Konzert umtauschen kann. Kann man. Muss man aber auf dem Weg machen, wie man die Tickets bestellt hat. Und das hab ich über eventim. Blöd nur, dass eventim mich nicht mehr einloggen lässt, damit ich vom Umtausch Gebraucht machen kann. Hab neues PW angefordert, aber auch damit gings nicht und nu sitz ich wie ein Fisch aufm Trockenen und ärgere mich dunkelschwarz. Ich warte auf ne Antwort vom Service, hoffe aber, dass dann, wenn sich die Herren der Schöpfung mal bequemen, zu reagieren, noch genug Tickets zum Umtausch verfügbar sind.
Ich mag gerad kotzen und das nicht zu knapp. N halbes Jahr freut man sich n Wolf, diese klasse Band live zu sehen und dann sowas...Bruderherz schaut, ob er den Urlaub verlegt bekommt, ich seh zu, dass die Tickets umtauschbar sind...mehr kann ich nicht machen. Klar, da kann keiner was für und es bringt nem Dave Gahan auch nix, wenn er auf der Bühne umkippt...mit sowas is nicht zu spaßen...aber ärgerlich ist es trotzdem und es passt zum ganzen Tag irgendwie. Scheißtag! Ich hol mir jetzt ne Decke und nen Becher Eis und lass die Welt wissen, dass sie mich heute mal kreuzweise kann.
Ich hoffe, ihr hattet nen schöneren Tag als ich!
Eingestellt von Stoffi um 20:44 3 Kommentare
Mittwoch, 27. Mai 2009
The Mancunian Way
Es dauert noch mehrere Monate, aber man muss ja auf alles vorbereitet sein. Also habe ich jetzt schon mal die Pforten meines zweiten Blogs eröffnet, auf dem ich von meinem Studium im Ausland berichten werde und natürlich schon von dem Weg, der dorthin führt. Künftig ist der Link in meinem Blogroll zu finden, für alle, die vielleicht hineinschnuppern wollen, empfehle ich, hier zu klicken.
Der Tag ist mal wieder viel zu kurz, aber immerhin hab ich Kapitel 22 fertig geschrieben und jetzt geht's gepfeffert zur Sache, der Weg zum Höhepunkt ist gepflastert und mit reichlich Blut besudelt, soviel steht fest. Elena dreht gerade völlig durch, was ich nur nachvollziehen kann, wenn man bedenkt, was sie gesehen hat. An ihrer Stelle würd ich mich wohl irgendwo einsperren, aber sie ist nicht wie ich...sie rastet aus und wenn ich eines nicht möchte, dann ist es, in ihrem Weg zu stehen, denn die Frau kann verdammt gut mit Messern umgehen.
Lang wird das Handwerk nicht mehr, ich schätze so um die 30-35 Kapitel. Es ist also machbar und bis zu meinem Geburtstag möcht ich es eigentlich gern fertig geschrieben haben. Mal sehen, ob das realisierbar ist. Wenn ich so produktiv bleibe wie in den letzten Tagen, ist das kein Problem, aber Flauten können bekanntlich immer mal einschlagen. Ich freue mich...das Ende ist noch nicht ganz sicher, aber es klart alles mit jedem Wort mehr auf, das ich schreibe, ist wie eine Wanderung im Nebel, die auf eine Lichtung führt und ich denke, es warten noch ein paar gemeine Überraschungen auf Elena.
Reviewantworten sind nun auch endlich fertig geworden und werden pünktlich morgen vor dem Update verschickt, an dieser Stelle ein großes Dankeschön an Stormy und Jathy!
Und jetzt leg ich erstmal die Füße hoch und genieße ein hoffentlich gutes Fußballspiel mit einem hoffentlich doppelten Champions League Sieger aus einer hübschen Stadt im Nordwesten Englands! Macht euch ein entspanntes Bergfest!
Eingestellt von Stoffi um 20:20 2 Kommentare
Labels: Blutiges Handwerk, Danke, Link
Dienstag, 26. Mai 2009
Kopf = leer
Kapitel 20 beendet, Kapitel 21 geschrieben und zwei Seiten von Kapitel 22 fertig...Resultat: mein Kopf ist gerad von nichts als angenehmer Leere erfüllt. Woah, heut ist ein 10 000-er rausgesprungen, so ein ganzer Tag im kleinen abgeschlossenen Kabuff bewirkt Wunder, vielleicht musste auch einfach raus, was ich über das verlängerte Wochenende nicht schreiben konnte. Ich brauch ein tägliches Pensum, bei dem ich in Ruhe schreiben kann, wenn da mal ein, zwei Tage schreiblos verlaufen, werd ich schon ein bisschen bekloppt im Kopf...also...noch bekloppter als sonst schon. Ich bin froh, dass ich eine entscheidende Schlüsselszene in die 21 verpacken konnte...muha...das wird fies...fies, fies, fies...*Hände reib*
Es fließt und das nicht zu knapp, auch wenn ich beim Dark Knight Eckchen gern mal den Staubwedel rausholen und aufräumen würd...mei...da pennt ja gerade alles ein...aber was solls, bei mir kanns kein Sommerloch sein, ich seh schon seit Wochen Leser im Nichts verschwinden. Aber machen kann ich da nix. Wenn keiner was sagt, worans liegt - bitte, bleibts halt, schreib ich weiter wie bisher. Gedanken lesen kann ich noch nicht.
Da kommt man eben heim und sieht eine kilometerlange Reviewantwort von Stormy im Postfach! Wahnsinn! Aber dir sei an dieser Stelle noch mal gesagt, dass du dir so eine Irrsinnsmühe gar nicht machen brauchst. Mei, ich hab immer das Gefühl, du sitzt länger an der Antwort als ich an der Review! *rotwerd* Was meine Reviewantworten angeht - die werd ich erst in den kommenden Tagen schreiben können, jetzt bin ich zu ausgelaugt und weiß nicht, ob ich was sinnvolles zustande bekommen könnte. Daher an alle, die so lieb waren, mir ihre Gedanken mitzuteilen: keine Angst, ihr bekommt noch meine Antwort.
Jetzt erstmal Berieselung im TV, "Cloverfield" hab ich zwar schon gesehen, aber bei dem Film wird man so herrlich wirr in der Birne, dass man danach direkt ins Bett gehen kann. Sagte ich schon, dass ich müde bin? Na denn...macht euch einen schönen Abend!
Eingestellt von Stoffi um 18:57 3 Kommentare
Labels: Blutiges Handwerk, Danke, Feedback, Schreiben
Montag, 25. Mai 2009
"Und für wen hältst du dich? Für Luzifer persönlich?" - "Es geht nicht darum, für wen man sich hält, sondern darum, wer man IST"
Ein langer Tag geht zu Ende und es war endlich mal wieder ein sehr produktiver. Da ich die letzten Tage über recht wenig daheim war und noch weniger zum Schreiben kam, tat es heute Morgen mal wieder richtig gut, nen 5000-er hinzuklatschen.
Kapitel 20 ist noch nicht ganz fertig, mal sehen, wie weit ich gleich noch komme, es ist ein recht...nun ja...philosophisches Kapitel, ein Schwellenkapitel, in dem Elenas Fall beginnt, natürlich mit reichhaltigen Wortwechseln mit dem Joker, wie der Blogtitel impliziert. Es macht unglaublich viel Spaß, über den infernalischen Clown zu schreiben, wenn ich über ihn schreibe, fühl ich mich wie ein Fisch im Wasser, seine Szenen fließen nur so aus mir heraus, sodass ich mir wünschte, die ganze Geschichte würde nur aus ihm bestehen. Was nicht ist, kann ja noch werden *muha*
Ich hab geglaubt, ich könnte irgendwann müde werden, über ihn zu schreiben, aber dem ist nicht so. Ganz und gar nicht. Einfach, weil er nicht mit zwei drei Sätzen analysiert und beschrieben ist. Er ist komplex, nicht einfach nur ein daher gelaufener Bösewicht, sondern ein brillanter, unberechenbarer Psychopath mit dem Kaliber Hannibal Lecters. Ich kann nicht behaupten, ihn 1:1 getroffen zu haben, ich glaub, das kann so an sich nur der Drehbuchautor und konnte nur Heath Ledger auch so spielen und intensiv umsetzen. Aber ich hab trotzdem Spaß mit ihm.
Und wenn ich da so in Kapitel hinein schiele, die noch kommen...wächst die Vorfreude. Gerade wenn ich so an das Kapitel denke, das am Freitag online kommt...eines meiner Lieblingskapitel, aber gerade ab den 20-ern geht es richtig zur Sache. Ich weiß nicht, ob ihr das kennt, aber es gibt so Kapitel, Passagen, Dialoge oder Szenen, die einfach passen, an denen man nichts mehr drehen muss, die einfach so aus einem herausfließen. Ich glaub, das schlägt sich auch auf die entsprechenden Kapitel nieder. Manchmal liest man es heraus, wenn etwas zäh oder mühsam ging und auch andersrum. Es ist manchmal schon toll. Und auch das Handwerk Kapitel für diese Woche wird es in sich haben...muha...so viel Joker und kein Ende...man könnte meinen, ich sei besessen, aber er gibt auch unglaublich viel her.
Heute war ich fleißig, werd jetzt noch ein bisschen herumdümpeln, nachdem ich mir abends endlich das Finale des Weathered-Piloten gegönnt habe, und dann früher ins Bett...der Wecker klingelt früh und ich will nicht erst nen halben Liter Kaffee intus haben müssen, um wach genug zu sein, die Augen zum Schreiben offen zu halten.
Ich hoffe, ihr hattet einen schönen Wochenstart! Macht euch einen gemütlichen Abend!
Eingestellt von Stoffi um 21:51 0 Kommentare
Labels: Blutiges Handwerk, Charaktere, Lesen
Samstag, 23. Mai 2009
Der Schein trügt
Bei Fanfictions dreht sich schon seit jeher viel um Präsentation. Das fängt beim Titel an, geht über Werbung (Covers, Videos) bis hin zum Umgang mit den Lesern. Wer seine Geschichte halbwegs interessant für den potentiellen künftigen Leser verpacken kann, hat oft schon die halbe Miete eingefahren. Und das ist ok. Um Interesse zu wecken, gibt es nun einmal die wunderbare Möglichkeit, sich grafisch oder anderweitig kreativ auszutoben, seinen Charakteren ein Gesicht zu verleihen oder gar Trailer zu kreieren. Mach ich selbst auch, hauptsächlich, weil es mir selbst sehr viel Spaß macht, meine Vorstellung auch anders als nur über die Sprache zu transportieren. Aber manchmal ist das so wie mit Geschenken: sie mögen pompös verpackt sein, ein Feuerwerk auslösen, wenn man an der Schlaufe zieht, aber der Inhalt lässt doch eher zu wünschen übrig. Außen hui, innen pfui.
Die Präsentation mit Covers und Videos begann vor einigen Jahren, dank Grafikprogrammen wie dem GIMP muss man keinen Abschluss in Kunstdesign in der Tasche haben, um damit arbeiten zu können. Wie mit vielem war der "Markt" sehr schnell überschwemmt mit Grafiken, sogar Kurzgeschichten werden mit einem eigenen Cover bedacht. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich hatte schon sehr oft den Eindruck, dass das Äußere mehr verspricht als letztlich drin ist. Dann stelle ich mir die Frage: sollte nicht mehr kreativer Geist in das Schreiben der Geschichte fließen als in deren Präsentation? Denn bei allem Aufwand: man kann Leser nicht lange mit einer optischen Täuschung bei der Stange halten. Oder doch?
Ich bastle selbst gern hin und wieder, aber ich bin nicht gerade ne grafische Koryphäe. Das ist auch egal, weil mir das Schreiben wesentlich wichtiger ist. Grafische Untermalungen sind ein nettes Extra, aber es kann leider auch sehr oft irreführen und inflationär verwendet werden. Bei manchen FFs wird in mir der Verdacht laut, dass einige eher im Erzählen von Bildergeschichten als dem eigentlichen Schreiben brillieren würden.
Ich schau mir sehr gern Videos und Bilder an, aber nicht immer hält der umworbene fiktionale Erguss das, was seine Präsentation verspricht. So hübsch großes Kino auch ist, ich bevorzuge es, die Vorstellungskraft des Lesers spielen zu lassen. Letztlich ist es die Story, die überzeugen muss, nicht deren verschnörkelter, kunstfertig hergestellter Einband.
Ein paar Gedanken zum Abend, bevor ich mich dem 20ten Kapitel des Handwerks widme, Elena ist stinksauer und dann ist es nicht gerade klug, ihr ein Skalpell in die Hand zu geben. Zumindest nicht klug für sie...und die, die von ihr operiert werden. Ach und Dank Stormy hab ich heute sogar den Anstoß gehabt, endlich mal wieder an ZeitLos zu basteln. Priorität hat erstmal die Dark Knight Story, weil sie online ist, aber deshalb will ich die X-Men ungern aus den Augen lassen. Demnächst werd ich mein Gedächtnis mit den ersten beiden Filmen auffrischen, ich muss n bissl Charakterstudien betreiben, bevor ich mich so unflätig in diesem Genre austobe. Lange mach ich heut nicht mehr, bin müde und geschafft vom Tag.
Ich hoffe, ihr habt eine angenehme Nacht und morgen einen schönen Sonntag!
Freitag, 22. Mai 2009
Stilfrage
Heut nur ein kurzer Beitrag von meiner Seite, heute steht noch viel an. Ist euch schon mal aufgefallen, dass in vielen Reviews oder Autorenbeiträgen vom Schreibstil dir Rede ist? Ich stolpere oft über Reviews (eigene wie auch die anderer Autoren), in denen es heißt, der Schreibstil wäre toll oder gut oder was weiß ich. Aber was definiert man als Schreibstil? Und was lässt uns einen Stil als gut oder lesenswert empfinden?
Für mich ist der Stil das Mittel, das der Geschichte eine Stimme, einen Grundtenor verleiht, eigentlich das grundlegende Werkzeug, um eine Geschichte überhaupt erzählen zu können. Ich mag das gern mit Musik vergleichen, denn da ist es im Grunde ähnlich. Ein Lied besteht nicht nur aus Text und Melodie, es benötigt einen Sänger/eine Sängerin, der/die es intoniert, ihm Ausdruck und Gefühl verleiht. Ohne Stimme und Interpreation mag es ein anrührender Text sein, eine schöne Melodie, aber zu nem Lied wirds in der Hinsicht erst, wenn beidem Leben eingehaucht wird. Und genau wie bei der Musik gibt es auch im literarischen Bereich so etwas wie Wiedererkennungswert. Es gibt Stimmen, die hört man aus einem umfangreichen Einheitsbrei heraus, die haben das gewisse Etwas, die verkaufen sich dann auch besser und sind langlebiger als 08/15 Stimmen. Aber kann man sowas wie Wiedererkennungswert erlernen?
Gesanglich ist es dann eher Schicksal, ob man mit einer entsprechenden Stimmfarbe gesegnet ist oder nicht, aber wie sieht das beim Schreiben aus? King hat mal gesagt, ein mittelmäßiger Autor könnte durch viel Arbeit ein guter Autor werden, aber nie ein exzellenter. Ist es also Zufall, ob man über einen als "gut" bezeichneten Stil verfügt oder nicht? Man kann auch hier lernen, das liegt glaub ich auf der Hand. Ich schreib nicht mehr so wie vor 7 Jahren, als ich unbeholfen aufs Papier gehämmert hab, was mir gerade in den Sinn kam, aber was macht Stil aus? Ist es Wortwahl, Satzbau, Bildlichkeit? Was sind die Zutaten zum ultimativen Stil? Und um Wiedererkennungswert zu erlangen, muss man dann nicht auch eine individuelle Eigenart an den Tag legen? Ist Stil aber überhaupt etwas, das man als "Eigenes" bezeichnen kann? Schließlich beeinflussen uns unsere Vorbilder, die Autoren, deren Bücher wir verschlingen, oder deren Stil wir als erstrebenswert betrachten. Das heißt nicht, dass man zwangsläufig kopiert, man ist unterbewusst einfach beeinflusst, ohne dass man erpicht darauf ist, das Vorbild zu imitieren.
Es ist mehr zum Schreibstil als man auf den ersten Blick vielleicht denkt und das finde ich faszinierend. Hat man irgendwann einen eigenen Stil etabliert und können Leser diese persönliche Signatur herauslesen oder kann man daraus ausbrechen und anderen Geschichten eine andere Stimme verleihen? Klar, ich denke, eine humoristische Romanze lässt sich anders erzählen als ein Thriller, ein Drama anders als eine Horrorgeschichte, aber inwiefern wirkt sich das auf den eigenen Stil aus? Ein Lied kann schließlich auch von verschiedenen Stimmen interpretiert werden und dennoch gut klingen, anders, aber deswegen nicht schlechter.
Morgendlicher Gedankenmüll, der mir durch den Kopf geistert. Kommt gut ins Wochenende!
Eingestellt von Stoffi um 08:54 8 Kommentare
Labels: Gedanken, kurz und bündig, Schreiben
Mittwoch, 20. Mai 2009
Insomnia
is when I search for the light
pick up my pen and start to write
I struggle, fight dark forces in the clear moonlight
Without fear
Von Schaffenskrise also keine Spur, wohl aber von Motivation, es zu teilen, was ich produziere. Ich weiß nicht, woran's liegt, es ist sicher nur eine Phase, aber ich hab zeitweise keine Lust mehr, irgendwas zu veröffentlichen. So auch im Moment. Das liegt nicht an Feedback, Sommerlöchern oder Faulheit, sondern daran, dass mir der ganze Zirkus drumherum ziemlich auf den Wecker geht. Ich stells doch nur online, damit Neugierige und Interessierte lesen und mir vielleicht ihre Gedanken dazu mitteilen. Mehr nicht. Ich bin zu müde, vielleicht auch zu alt, um zu werben, um andere übertreffen zu wollen oder jeden Scheiß zu lesen, der meinen Weg kreuzt, nur um auf mich aufmerksam zu machen. An Tagen wie heute mag ich auf den großen roten Knopf drücken und irgendwie alles offline nehmen, den Vorhang fallen lassen, dem Zirkus den Rücken kehren und die sich darin tummelnden Kinder und Sensationslustigen sich selbst überlassen.
Warum ichs dann nicht einfach mache? Fragt mich was Leichteres. Ich hab keine Ahnung. Wahrscheinlich ist es der Gedanke an Leser, die ich kennen und mögen lernen durfte, die mich mit jeder noch so kleinen Zeile begeistern oder zu Diskussionen anregen, die sich unterhalten fühlen, die lachen, weinen oder sich schrecklich aufregen, wenn sie jene Zeilen lesen, die ich irgendwann vor einiger Zeit verfasst hab. Auch die, die nur lesen und nie von sich hören lassen. Es ist ok, es ist mir eine Freude, wenn sich andere die Zeit nehmen, überhaupt den Unsinn zu lesen, den ich fabriziere. Es ist schön, gelesen zu werden. Mehr will ich nicht und vielleicht bleib ich deshalb noch in den unendlichen Weiten der FF-Archive vertreten.
Warum hören FF-Autoren auf, zu veröffentlichen? Ich habe Fälle "miterlebt", bei denen persönliche Gründe eine Rolle gespielt haben, andere mussten aus beruflichen Gründen ihre Geschichten aus Archiven entfernen, wieder andere wurden gezwungen, weil sie sich zur persona non grata gemausert haben, manche...sind einfach so verschwunden, ohne ein Wort des Abschieds. Nicht mehr zu veröffentlichen bedeutet nicht zwangsläufig, nicht mehr zu schreiben. Ich glaube, man lernt mehr über die Essenz des Schreibens, die persönliche Wichtigkeit dessen für die eigene Person, wenn man dem Rummel den Rücken kehrt, wenn man sich nicht mehr messen muss. Ich weiß, was das Schreiben mittlerweile für mich bedeutet, ich schreibe nicht, um zu veröffentlichen, ich schreibe, um zu lernen, mich weiterzuentwickeln, um ein Ventil für das Unaussprechliche zu finden, Ängste, Erinnerungen, Erfahrungen zu verarbeiten. Natürlich auch in Fanfictions.
Teilen ist eine schöne Sache. Aber manchmal ist es besser und richtiger, egoistisch zu sein. Ich bin gespannt, wann ich diesen Schritt wage.
Allen Schlaflosigkeitgeplagten da draußen eine schöne Nacht!
Eingestellt von Stoffi um 22:32 12 Kommentare
Labels: Gedanken, ich, Motivation, Musik, Schreiben
Montag, 18. Mai 2009
Der Teufel steckt im Detail
Ich gestehe: ich bin ein Detailliebhaber. Sowohl wenn ich Geschichten/Bücher lese, Filme schaue oder selbst zum Stift greife (was mir manches Mal zum Verhängnis wird). Es sind Details, die einer Geschichte, sei sie auf Papier oder die Leinwand gebannt, Leben einhauchen. Ich mag es nicht sonderlich, wenn zu sehr daran gespart wird, weil manch einer meint, Details wären nur dazu da, um nur relevante Passagen einer Story zu unterstreichen. Klar, zu viele Details sind auch wieder anstrengend, aber hier eine Kleinigkeit, dort ein Attribut, da ein kleiner Vergleich und ne Beschreibung, das macht das Leseerlebnis noch stimmiger, noch lebendiger und so geht es mir auch bei Filmen. Ich liebe so kleine versteckte Hinweise.
Kennt ihr Stephen Kings "The Mist"? Also die Verfilmung, die Ende 07/Anfang 08 ins Kino kam? Ich weiß, die King-Verächter werden jetzt die Augen verdrehen, weil ich schon wieder mit ihm anfang, aber er soll hier nur als Exempel dienen. In diesem Film nämlich sind so viele Hommagen an King versteckt, dass einem das Fanherz nur höher schlagen kann. Sei es das Porträt von Roland, der mit vor der Brust gekreuzten Revolvern in einem Feld aus Rosen vor dem Dunklen Turm steht, das der Protagonist des Films zu Beginn malt, oder aber Kings Bücher in dem kleinen Supermarkt, der als Zufluchtsstätte für die Einwohner der Stadt dient...es sind Details, in denen Anerkennung und Liebe steckt und das verleiht erst die richtige Würze.
Ein Beispiel aus The Dark Knight kennen einige unter euch sicherlich schon, aber ich amüsiere mich immer wieder darüber, seit ich den Film zum ersten Mal gesehen habe:
Liegt nahe, dass kein anderer als der Joker in diesem Truck herumgekurvt ist, oder? *lach* Ich mag subtilen, makaberen Humor wie diesen und finde es schön, dass trotz aller Action und allen Explosionen auf sowas nicht verzichtet wurde.
Man kanns wie gesagt natürlich auch übertreiben und so viele Details einfließen lassen, die man als Filmzuschauer vielleicht gar nicht alle wahrnehmen kann, wie z.B. in Herr der Ringe geschehen, oder aber literarisch gesehen á la Thomas Mann einen Satz über fünf Seiten gehen lassen. Das mindert nicht die Qualität des Textes, aber überfordert den geneigten Leser schnell und ich merk selber, wie schwer es ist, sich rechtzeitig auf die Finger zu klopfen, um nicht zu sehr im Detail zu schwelgen.
Gleich mache ich mich zur Geburtstagsfeier auf, nachdem ich heute früh in einem Sprint von ein paar Stunden Kapitel 18 komplettiert habe. War ein harter Brocken irgendwie, aber auch eine schwierige Szene für Elena. Die nächsten beiden Kapitel werden wieder sehr jokerlastig sein und ich freue mich diebisch darauf, auch wenn wieder fiese Dinge auf dem Dienstplan stehen werden. Muha, muha. Reviewantworten musste ich heut ein wenig zwischen Tür und Angel verfassen, ich hoffe dennoch, dass ich zur Zufriedenheit der Leserschaft darauf eingegangen bin. Morgen wirds wie gewohnt wieder herumgeschickt. Nach diesem kurzen Zwischenstopp hier bin ich auch schon wieder weg und wünsche euch einen sonnigen Montag!
Sonntag, 17. Mai 2009
Ein Date mit dem Sonnengott
...hatte ich heute, hab das bombastische Wetter genossen und mich wie ein plüschiges Steak brutzeln lassen. Schreibtechnisch ging einiges, wenngleich ich aus Akkuschongründen meinen Schleppi doch hauptsächlich aus gelassen hab. Ich hab heut eigentlich nicht viel zu erzählen, außer dass die Umfrage sich mal wieder dem Ende neigt und ich doch ein bisschen erstaunt über das Ergebnis war. Aber dazu morgen mehr, sofern ich überhaupt zum Bloggen komme. Onkelchen hat Geburtstag und wer weiß, wann ich da wieder heimkomm *hust*
Apropos Geburtstag: wenn mich mein wertes StudiVZ nicht trügt, hat heute keine geringere als Kathy Geburtstag! Alles, alles, alles erdenklich Gute wünsche ich dir und hoffe, das mit deinem eigenen Geburtstagsgeschenk hat geklappt!? Jedenfalls wünsche ich dir ein neues Lebensjahr voller Erfolg, Spaß und Kreativität! *drück*
Zuletzt muss ich noch feststellen, dass ich den Eindruck hab, manche Leute WOLLEN Kritik einfach in den falschen Hals bekommen. Aber wie heißt's so schön? Wer lesen/zuhören kann, ist klar im Vorteil! Nevermind, ich hätt eben doch nichts zum Emmy sagen sollen, aber es gibt so Sachen, die brennen mir auf der Zunge, die kann ich nicht einfach ignorieren. Wer ein Problem damit hat, darf sich mir gern mitteilen und muss nicht erst ningelnd umherziehen und auf anderen Plattformen mit dem Finger auf die böse Tante Stoffi zeigen *lach*. Das find ich dann eher peinlich, aber gut. Um es noch einmal zu betonen: Ich hab absolut nichts gegen die Idee, die ist schön und die respektier ich auch, aber die Umsetzung KANN so einfach nicht fair sein und daher find ichs einfach unpassend, "die besten" Stories auszeichnen zu wollen. Die "beliebtesten" ist doch nicht beleidigend gemeint, Herrgott. Es ist nur in jedem Fall richtiger, so einfach ist das. Ich bin gespannt, was dabei rauskommt und ob es wirklich Überraschungen gibt. Wenn ja, umso besser, dann war ich unnötig skeptisch...Und wer meinen Standpunkt immer noch nicht begriffen hat und sich in irgendeiner Weise angegriffen fühlen sollte, kann sich gern mit mir in Verbindung setzen, ich beiß nicht ;)
So...haben wir das auch wieder geklärt. Ich bin wieder auf dem Sprung! Macht euch einen sonnigen Abend!
Samstag, 16. Mai 2009
Die bunte Welt der Charaktere
Wenn ich etwas in den vergangenen sieben Jahren, in denen ich schon schreibe, lieben gelernt habe, dann ist es der Ausbau von Charakteren. Die Kunst besteht meiner Meinung nach darin, die eigenen Charaktere einander nicht zu sehr anzugleichen, will heißen, nicht die Kopie der Kopie der Kopie in jeder neuen Story wieder aufzuwärmen. Dass Charaktere Gemeinsamkeiten, vielleicht sogar gravierende Ähnlichkeiten haben, ist zwar legitim, aber wenn ich eine neue Geschichte mit einem neuen Protagonisten lese, will ich nicht das Gefühl haben, dass derselbe Charakter bloß einen neuen Namen verpasst bekommen hat. So seltsam der Mensch auch ist, aber wenn ihn etwas ausmacht, dann sind es seine charakteristischen Eigenarten, Marotten, Stärken, Schwächen, seine Vergangenheit, seine Erziehung, sein Umgang mit anderen Menschen. Und die sind beileibe nicht alle gleich. Am deutlichsten stelle ich das an meinen drei momentanen Protagonistinnen fest. Am gravierendsten ist wohl der Unterschied zwischen Erin und Elena, und ich war erleichtert, als ich Stormys Worten entnehmen konnte, dass die beiden wirklich ein bisschen wie Tag und Nacht sind. Ich wollte mit Elena nicht zwingend ein Komplementär zu Erin erschaffen, aber es ist schlicht und ergreifend so, dass es ihre Rolle in der Geschichte nicht vorsieht, das "Opfer" eines intriganten Psychospiels zu sein, wie es Erin eher ist, sondern Elena bringt genügend Eigenarten mit, um aktiv das Geschehen zu beeinflussen. Sie sieht völlig anders aus als Erin, ist von ihrer ganzen Wesensart her anders. Während Erin eher (und nicht zuletzt wegen ihrer Stummheit) zurückhaltend und harmoniebedürftig ist, geht Elena schon wesentlich aggressiver zuwerke. Sie scheut keine Konflikte, sucht sie vielleicht sogar, ist nicht auf den Mund gefallen und schon leicht aufbrausend/cholerisch, wenn die falschen Leute die falschen Wörter in den Mund nehmen. Es ist nicht leicht, für sie Sympathie zu empfinden und obwohl ich weiß, dass es wichtig ist, dass der Leser den Protagonisten gut leiden oder zumindest nachfühlen kann, kann und will ich sie nicht anders schreiben. Ich würde sie so nur verfälschen, wie sie meinen Gedanken entsprungen ist und das will ich eigentlich nicht. Wenn's nicht so gut ankommt, tut mir das leid, aber ist mir ehrlich gesagt auch *hust* Schnuppe, denn die liebenswerten, halb perfekten Charaktere, in die man sich 1:1 hineinversetzen kann, gibt es zuhauf, da muss man halt was anderes lesen.
Es heißt, jeder eigens geschaffene Charakter hat etwas von seinem "Schöpfer", und sei es nur eine Eigenart, vielleicht ein Teil des eigenen Aussehens oder ein Detail wie ein Kleidungsstück, Ausdrucksweise, Vorlieben, Ängste, Antipathien, etc. ...aber ich muss sagen, dass mir ein Charakter noch nie so unähnlich war, wie es Elena ist. Aus ihrer Sicht zu schreiben ist ein bisschen so eine Art Kennenlernprozess. Ich schaue in sie hinein und beobachte, und bin immer wieder von neuem erstaunt, was sie mir so preisgibt. Man glaubt, man erschaffe Charaktere, aber im Grunde entdeckt man sie nur, wird von ihnen überrascht, übertölpelt, ist vielleicht sogar entsetzt, wenn sie ihre dunklen Seiten zeigen. Kontrolle ist auch hier eine Illusion. Zumindest für mich. Ich mache mir nicht vor, länger irgendwelche Stränge in den Händen zu halten, die Puppen tanzen von allein und ich werd vom Marionettenspieler zum Zuschauer degradiert. Es ist wundervoll und es funktioniert mit eigenen Charakteren wie auch mit entliehenen, sobald man die Charaktere verinnerlicht hat. Sogar Bruce Wayne, mit dem ich persönlich eher weniger Sympathie verbinde, ist mir mittlerweile sehr lieb geworden, vom Joker ganz zu schweigen.
Das war nicht immer so. Gerade wenn ich an die Anfänge zurückdenke...oh Gott, so sehr mir meine HdR-Babies auch am Herzen liegen, aber gerade bei "Haltet den Dieb!" ist Charakterisierung irgendwie...nicht wirklich ausgeprägt *lach* Komisch, dass mir die Story und deren Fortsetzung bisher die meisten Reviews eingebracht hat. Ich schien mal sowas wie massentauglich gewesen zu sein, schwant mir. Gut, es war auch ein größeres Fandom als die, in denen ich mich jetzt vorübergehend bewege, aber trotzdem werde ich wohl nie mit der Story zufrieden sein. Ich schäme mich nicht dafür, um Himmels Willen, jeder fängt mal an und ich weiß, dass ich noch sehr viel dazulernen kann und hoffentlich auch werde, aber ich weiß auch nicht, ob eine Überarbeitung was bringen würde. Denn meiner Meinung nach haperts schon am Plot, an der Charakterisierungstiefe...will heißen, ich müsste nicht nur ein paar Szenen umschreiben, sondern die ganze Story und dazu fehlt mir sowohl Lust und Zeit. Manchmal wünschte ich mir mehr Selbstdisziplin und Perfektionismus, Stormy kann mir da gern ne Scheibe abgeben. Na ja, ich glaub, das "Original" würd ich sowieso online stehen lassen. Nicht wegen der Reviews, sondern weils irgendwie auch schön ist, zu sehen, wie man angefangen hat. An den geschriebenen Geschichten sieht man (so hoffe ich jedenfalls) einen Entwicklungsprozess und da gehören auch die Peinlichkeiten der Vergangenheit dazu, ist doch ganz normal.
Ich merke jetzt jedenfalls, wie mir Charakterisierung wichtiger wird, genauso wie Dialoge. Beides ist meines Erachtens keine Stärke von mir, aber wenn ich schaue, wie intensiv sich eine meiner Meinung nach brillante Autorin wie Stormy damit auseinander setzt, wird jemandem wie mir klar, wo noch die eigenen Defizite liegen. Und die kann man eigentlich nur "beheben", wenn man sich dem stellt und übt, übt, übt. Es ist nicht schlimm, Schwächen zu erkennen und einzugestehen. Viel schlimmer ist es, wenn man sich für unfehlbar hält und kritikunfähig ist, obwohl man bestenfalls im qualitativen Mittelmaß rangiert. Daher...scheut bitte nicht davor zurück, zu meckern und mir auf die Finger zu hauen. Ich will lernen, mich verbessern. Und Leser sehen einfach viel mehr als man selbst, weil man ab einem gewissen Punkt betriebsblind wird.
Ach herrje, jetzt hab ich schon wieder so viel gelabert, bitte entschuldigt. Wenn sich mein Gedankenkarussell einmal dreht, lässt es sich schwer bremsen. Bevor ich mich dem 18ten Kapitel des Handwerks widme, ehe ich nachmittags zwei kleine bekloppte Schildkröten in deren Gartengehege geleite und später vielleicht meine schon lange nicht mehr gesehene Tante wiedersehe, wünsche ich euch einen schönen, hoffentlich nicht so wolkenverhangenen Samstag!
Eingestellt von Stoffi um 10:32 2 Kommentare
Labels: Charaktere, Gedanken, Schreiben
Donnerstag, 14. Mai 2009
Liebäugelei
In knapp 1 1/2 Monaten hab ich Geburtstag und da ich schon von allen Seiten mit Fragen bombardiert werde, was ich mir denn wünsche, hab ich mich mal ein wenig auf amazon.de-Suche begeben, weil ich doch nie weiß, was ich mir wünschen soll. Prinzipiell hab ich alles, was ich brauch, aber ihr kennt das ja sicher, wenn Freunde und Verwandte bohren und nachhaken, weil ihnen selbst nichts einfällt. Und eben stolpere ich über ein wahres Schmuckstück: Den zweiten Band der Graphic Novel zum Dunklen Turm von Stephen King, man klicke hier.
Das sind so Fundstücke, bei denen das Fanherz ganz hoch schlägt. In der gebundenen Ausgabe natürlich teurer als in der broschierten, aber verdammt, ich hab doch auch den ersten Band schon hier und ich könnt mir auf die Finger hauen, weil ich schon wieder drumherum kreise wie ein Geier auf Beutefang. Die Umsetzung ist wirklich fabelhaft und auch für Leute zu empfehlen, die die Romane nicht kennen (eins sei gesagt, da ist euch was entgangen!), auch wenn die chronologische Reihenfolge der Romane nicht ganz eingehalten wird. Weil erst in Band 4 von Roland Deschains Vergangenheit erzählt wird, die sehr viel über seine Wesensart und seine Laufbahn erklärt, hat man in der Graphic Novel vorgegriffen und diese vergangene Episode an den Anfang gesetzt. Ist somit schon besser, gerade für Nichtkenner der Dark Tower Reihe in die Handlung einzusteigen, andererseits ist dann der "Wow"-Effekt ein bisschen weg, den man nun einmal beim Lesen erst in Band 4 hatte, als sich dann viele offene Stränge zusammengefügt haben. So unter anderem Aspekte seiner Vergangenheit wie seine Freunde Cuthbert und Alain, oder clevere Details wie den Klavierspieler Sheb, der einem schon in "Schwarz" (engl. "The Gunslinger") begegnet, als Roland im Städtchen Tull einkehrt, in Band 4 zeigt sich erst, dass Roland Sheb schon als 14-jähriger Junge begegnet ist. Ich liebe solche Verknüpfungen, bei denen man beim Lesen diesen "Ha"-Effekt hat, weil man sich entsinnt, dass da schon mal was war, und es ist auch bezeichnend für Kings Weitsicht, trotz des Umfangs seines Mammutwerks auch die Details nicht aus dem Auge zu verlieren. Ich denke, Band 2 der Graphic Novel setzt dort ein, wo der normale Leser eigentlich in die Welt von Roland aus Gilead eintaucht.
Verdammt...aber wozu hat man denn bald Geburtstag? Na, mal sehen, ich kanns ja mal unterschwellig anbringen. Ich weiß, dieser Eintrag wird allen King-Verschmähern (anyone?) und Nichtkennern des Dunklen Turms nichts als Fragezeichen bescheren, aber ich muss mich gerad freuen, dass ich dieses Prachtstück gefunden hab.
Angeblich ist der Film zu der Buchserie schon in der Mache...aber ich frag mich, wie sie die Komplexität der Reihe auf die Leinwand transportieren wollen. Kingverfilmungen reißen mich eh nicht so vom Hocker (außer Shining von Kubrick...mrau!), aber ich glaub, ne Dark Tower Verfilmung kann mich nur enttäuschen, selbst wenn sie von nem Talent wie JJ Abrams in Angriff genommen wird. Die Reihe ist schlichtweg zu groß. Wie viele Filme wollen die da drehen? Ein Dutzend? Ich mein...allein der letzte Band hat an die 1000 Seiten, das istn bissl utopisch, das gut hinbiegen zu wollen. Da ist so vieles schon in meinem Kopf eingebrannt und wenn das dann anders umgesetzt, weggelassen oder verhunzt wird, verzeih ich das nicht so schnell. Bücher öffnen einem dann doch ganz andere Möglichkeiten als Filme. Buchverfilmungen und ich...nee, wir werden in diesem Leben keine Freunde mehr. Wobei es viele gute gibt, das will ich ja nicht abstreiten, man denke z.B. nur mal an den Herrn der Ringe. Und bald schau ich mir auch "Illuminati" an, wobei ich da aber den Roman nicht gelesen hab. Hab auch gehört, dass der Film sich da nicht unbedingt an alle Vorgaben im Buch hält, aber das war ja schon beim Sakrileg so. Ich lass mich überraschen.
Schreibtechnisch fließt's weiterhin rege, Kapitel 17 ist in der Mache und mich hat ne passende Wendung ereilt, mal sehen, ob die sich in den nächsten 2, 3 Kapiteln umsetzen lässt. Heut ist erstmal Kapitel 1 online gegangen. Mal sehen, was noch so geht.
Macht euch einen schönen Rest-Donnerstag!
Eingestellt von Stoffi um 16:35 6 Kommentare
Mittwoch, 13. Mai 2009
"Dass wir Gutes tun, schließt nicht aus, dass wir auch zu Bösem in der Lage sind."
Eigentlich ist diese Aussage, die ich mal wieder unser aller Lieblingsmilliardär Bruce Wayne in den Mund gelegt hab, der Leitsatz zum Blutigen Handwerk. Gewissen ist ne schlimme Sache und ich kann den Joker voll und ganz verstehen, dass er sich dessen entledigt hat. Elena quälts zurzeit ganz schlimm und Kapitel 17, das ich gerad in der Mache hab, stellt sie da ganz arg auf die Probe. In diesem Kapitel darf ich den Joker wieder willkommen heißen, schließlich war es in Kapitel 15 und 16 viel zu ruhig ohne sein Zutun, was jedoch nicht heißt, dass die Kapitel langweilig zu schreiben gewesen wären. Gerade die 16 mausert sich momentan zu meinem bisherigen Favoriten, wer hätte gedacht, dass ich so viel Spaß mit Bruce Wayne haben würde? Und Elena hatte seit langem mal wieder die Chance, wirklich Frau sein zu dürfen. Bevor ich aber tapfer voranpreschen und weiterhin recht schnell Kapitel verzapfen kann, werde ich meinen Zitatevorrat aufstocken müssen, sowohl fürs Handwerk, als auch für ZeitLos, denn da ist gestern endlich das erste Kapitel fertig geworden.
Mir ist aufgefallen, dass es seit meinen größeren HdR-Stories zur Gewohnheit für mich geworden ist, den Kapiteln Anhängsel zu verpassen. In Mad Season & Back 2 Good warens Liedtexte, bei Scar Tissue eigene Haiku, beim Handwerk sinds Filmzitate und bei ZeitLos "normale" Zitate. Mal sehen, wann das wieder aufhört *lach*, hält immerhin schon 5 Jahre an.
Des Weiteren hab ich gestern mal meine Lese-To-Do-Liste editiert, da sie mir einfach zu lang geworden ist. Da musste ich schon mit kritischem Auge drübergehen und sehen, wovon ich mich eher trennen kann, denn manches reißt mich doch nicht so vom Hocker wie anfänglich vermutet. Außerdem will ich das, was ich verfolge, übersichtlich halten. Das betrifft vorerst nur die Genre, in denen ich momentan auch lese, es gibt Kategorien, da komm ich gerade weder schreib- noch lesetechnisch ran, man möge es mir verzeihen.
Ich les nicht gern vieles parallel, auch bei Büchern nicht und da tut mir gerad ein bisschen Genrevielfalt ganz gut, sodass ich Kükchens Meisterwerk für Dark Knight hab, Stormys Weathered-Serie (was mit sagenhaften um die 1000 Seiten wohl auch für 4 Stories reicht *lach*) für die X-Men und so ganz nebenbei harre ich auf die Veröffentlichung von Snoopys eigener Fantasyserie Venatrix, weil sie mich mittlerweile so neugierig drauf gemacht hat, dass ich keine Folge von "The Mentalist" schauen kann, ohne nicht noch ungeduldiger zu werden. (auf ihrem Blog findet ihr einen entsprechenden Trailer und Infos, die Appetit auf mehr machen!)
Ja und das muss erstmal reichen. Ich will nicht überall nur ein "Super, olé, olé" da lassen, sondern der Story das geben, was sie verdient und ich denke, da hab ich schon qualitativ die Spreu vom Weizen getrennt und mir jeweils das meiner Meinung nach Beste auf dem "Markt" kategoriebezogen herausgepickt. Außerdem find ichs n bisschen schwach, wenn bei gut gemeinten kritischen Anmerkungen nicht mal n Danke kommt, so vergrault man Leser, anstatt sie für sich zu gewinnen, aber das nur am Rande.
Meine Liste ist jedenfalls beachtlich geschrumpft, was nicht heißt, dass ich den vorläufig von ihr gestrichenen Geschichten keine Chance einräumen will. Was es mir erschwert, bei so vielen am Ball zu bleiben, ist einfach die Anzahl an Kapiteln, die ich aufzuholen hab. Außerdem merke ich gerad, dass ich wirklich gefesselt werden will und das kriegt nun mal nicht jede Geschichte und jeder Autor hin. Und da halte ich es wie mit dem Appell an meine Leser: es soll nicht zur Pflicht ausarten, sondern Spaß machen und nur weil ich lesetechnisch bei vielen Geschichten einfach pausiere, heißt das nicht, dass entsprechende Autoren nie wieder etwas von mir hören werden.
Natürlich bin ich offen für Empfehlungen, denn ich krieg auch nicht alles mit, da entgehen mir bestimmt auch so manche Perlen, aber in meinem momentanen Lesepensum ist nicht viel Platz, was unter anderem einfach auch an meiner produktiven Phase liegt.
Apropos produktiv, da wartet noch ein Kapitel auf mich. Ich werd mich mal ransetzen und weiter Melone mümmeln. Habt noch einen kreativen Nachmittag!
EDIT: Jetzt gibts auch was auf die Ohren. Eine Zusammenstellung jener Lieder, die bei der Arbeit am Blutigen Handwerk rauf und runter rasseln. Rechts in der Sidebar unter "Soundtrack" könnt ihr gern mal reinhorchen. Nun bin ich aber weg!
Eingestellt von Stoffi um 16:16 2 Kommentare
Labels: Blutiges Handwerk, Formales, Lesen, Musik
Dienstag, 12. Mai 2009
"Man kann manche Dinge nicht bleiben lassen, obwohl man weiß, dass sie nicht gut für einen sind."
Wo Bruce Recht hat, hat er Recht und manchmal hab ich den Eindruck, das trifft auch aufs Schreiben zu. Verdammt, ich hab letzte Nacht bis 2:30 Uhr wach gelegen und geplottet bis zum Gehtnichtmehr, obwohl ich wusste, dass die Nacht um 6 wieder vorbei sein würde. Und trotz Müdigkeit und zombiegleichem Lebensgefühl hab ich wieder in die Tasten gehauen. Kapitel 15 ist fertig, die 16 zur Hälfte und ich liebe die 16 jetzt schon irgendwie...es ist mal ein so richtig...na ja...ich will nicht zu viel versprechen, aber meines Erachtens "fröhliches" Kapitel. Ein Lichtblick und Elena hat den auch gerad verdient, in Anbetracht dessen, was ihr noch blühen wird. Jedenfalls kann ich mich in diesem Teil mal wieder von meiner humoristischen Seite zeigen, die Schlagabtäusche zwischen Bruce und Elena haben mich beim Schreiben wie ein Honigkuchenpferd grinsen lassen. Da knistert es fast schon ein bisschen zwischen den beiden, obwohl ich mich für total unfähig halte, sowas zu schreiben, aber ich glaub, sie haben eine solche Eigendynamik entwickelt, dass ich sie einfach machen lassen sollte. ZeitLos bleibt gerad ein bisschen außen vor, aber das ist nicht schlimm, das reservier ich mir für abends, da passts atmosphärisch einfach besser.
Weiterhin hab ich ENDLICH die wohlverdienten Antworten auf eure Reviews fertig und schon rumgeschickt, ich hoffe, es ist überall angekommen. Beim nochmaligen Lesen hat es mich gleich nochmal umgehauen. Danke, dass ihr euch die Zeit nehmt und reinlest, aber an dieser Stelle will ich gleich nochmal sagen: nur weil ihr den Blog verfolgt, müsst ihr euch bitte nicht genötigt fühlen, irgendwas zu lesen. Das hier ist mein Arbeitstagebuch, mehr nicht, vielleicht Infoplattform für interessierte Leser, aber keine "Da ihr schon mal hier seid, lest gefälligst auch" - Seite. Nur, damit wir uns nicht missverstehen ;)
Nach einer sehr bergreichen Radtour über 30km brennen meine Oberschenkel richtig fies, ein gutes Zeichen, sie hochzulegen, ne heiße Zitrone zu schlürfen und zu schauen, dass ich Kapitel 1 von ZeitLos fertig krieg. Kommt gut durch den Dienstag!
Eingestellt von Stoffi um 18:45 6 Kommentare
Labels: Blutiges Handwerk, Danke, ich, ZeitLos
Montag, 11. Mai 2009
There's too much panic in this town
Jamiroquai's "Deeper Underground" hat sich heute in meine Soundtrack-Playlist fürs Blutige Handwerk geschlichen, wenn da genug Musik drauf ist, stell ich sie gern mal hier rein. Es ist Musik, mit der ich bestimmte Szenen der Story assoziiere und 'Deeper Underground' passt gerad so schön ins Geschehen des 15ten Kapitels. Die Nummer 14 habe ich heute erfolgreich abgeschlossen, wobei mir Bedenken kommen, ob ich zumindest für dieses Kapitel das Rating auf 18 hochschieben soll. Mal sehen, ich pack ungern eine ganze Story unter ein Rating, nur weil ein Kapitel fiese Szenen enthält. Da muss ich erstmal sehen, wie sich das Handwerk weiter entwickelt. Heute kam mir eine grandiose Idee, um zwei Plotteile miteinander zu verbinden. Immerhin hat der gute Jim Gordon in Kapitel 14 endlich seinen ersten Auftritt, vorher gabs da nur jede Menge Joker, Bruce und auch Alfred. Krass, dass schon so "viele" Kapitel stehen. Muss ich mir da schon über ein Ende Gedanken machen? So lang wie Scar Tissue wird die Story glaub ich nicht, man muss nix unnötig in die Länge ziehen, bei Scar Tissue hab ich die charakterliche Tiefe definitiv gebraucht, gerade weil erst in der zweiten Hälfte der Story der richtige Veränderungsprozess meiner kleiner Erin einsetzt. Wie sagte schon Max in 8mm? "If you dance with the devil, devil don't change...devil changes you!" Yeah! Und so ist es mit meinem persönlichen Lieblingsteufel aus The Dark Knight.
Mein anderes Teufelsgesicht aka Nightcrawler war mir in den letzten Tagen eine brave Muse, auch für ZeitLos steht erstmal das Konzept für die nächsten Kapitel. Kapitel 1 will ich heute endlich fertig schreiben, aber das Handwerk hat erstmal Priorität, zumal es im Gegensatz zu ZeitLos auch schon online steht und ich da keine Vorsprungprobleme haben will. Apropos Vorsprung: Die letzte Umfrage endete mit einer recht ausgewogenen Stimmenverteilung. Danke an alle, die abgestimmt haben, das war mal ein interessantes Ergebnis, das sich wie folgt niederschlägt:
- 3 Stimmen (21%) posten tendentiell nach Vollendung eines Kapitels, haben max. 1,2 Kapitel Vorsprung
- 5 Stimmen (35%) haben einen Vorsprung von 1-5 Kapiteln
- die goldene Mitte von 6-10 Kapitel hat gar keiner gewählt
- 4 Stimmen (28%) haben mehr als 10 Kapitel Vorsprung
und immerhin 2 der abgegebenen Stimmen (14%) posten eine Geschichte erst nach Vervollständigung!
Danke für die rege Beteiligung, es ist doch sehr interessant, wie unterschiedlich das gehandhabt wird. Die einen können es gar nicht erwarten, ihre neusten Ergüsse online zu stellen, andere überlegen und revidieren, warten vielleicht sogar, bis die Geschichte fertig ist. Der Großteil erlaubt sich einen soliden Kapitelvorsprung. Da gehen die Handhabungen in recht unterschiedliche Richtungen. Heute gibts wieder eine neue Umfrage, diesmal eine, wo, denke ich, prinzipiell jeder mitmachen kann. Diesmal möchte ich gern wissen, wie lange ihr schon Fanfictions schreibt (im Kindergarten haben wir glaub ich alle unsere bunten Tierabenteuer niedergeschrieben *g*). Mag eine leserfeindliche Umfrage sein, aber selbst nur für die Leser hab ich ne Antwort vorbereitet *lach* Ich überleg mir demnächst eine mehr leserbezogene Frage, versprochen. Wie immer gilt: ich freue mich über eure Beteiligung!
Jetzt mach ich mir erstmal einen Tee und gönne mir wieder ein wenig Lesegenuss, ich hab noch ein Date mit Sabretooth *schauder*. Apropos Lesegenuss: Heute darf ich ganz herzlich Kuschelkueckchen zum 19ten Geburtstag gratulieren (ich hoffe, dein myfanfiction-Profil erzählt keinen Quatsch :P)! Ich hoffe, du hast Gelegenheit, zu feiern, obwohl heute Montag ist! Hau weiterhin in die Tasten und beglücke uns mit deinen Geschichten!
Macht euch allen einen schönen Montagabend!
Eingestellt von Stoffi um 17:47 3 Kommentare
Labels: Blutiges Handwerk, Charaktere, Musik, Sonstiges, Umfrage, ZeitLos
Sonntag, 10. Mai 2009
Know your limits
Ja, unsere Grenzen haben wir wohl alle, sonst wären wir wohl keine Menschen. Aber ich stelle mir Staunen fest, wie stark sich diese Grenzen ausreizen und verschieben, vielleicht sogar überwinden lassen, wenn es ums Schreiben geht. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich hab so ein paar Sachen, die ich noch nie probiert hab, bzw. von denen ich nicht glaube, dass ich sie gut genug beherrsche, um mich daran versuchen können. Ich spreche nicht von Tabus, denn das sind Grenzen, die man sich n Stück weit selbst auferlegt und mit denen man seine Möglichkeiten einschränkt; sondern schlicht und ergreifend von Aspekten des Schreibens. Sei es eine Art des Schreibens, ein Genre oder veränderte Rituale/Gepflogenheiten.
Ich zum Beispiel habe noch nie eine Co-Fanfiction geschrieben, also noch nie mit einem anderen Autor an einer längeren Fanfiction zusammengearbeitet, aber es ist etwas, das mich interessieren und reizen würde. Einmal habe ich mit einer Freundin eine Fußball-Story geschrieben, immer abwechselnd hat sie ein Kapitel beigesteuert und dann wieder ich, usw. Aber es war nur zum privaten Vergnügen, wurde nie abgeschlossen und auch nicht veröffentlicht. Immerhin haben wirs auf 45 Kapitel gebracht, eine beachtliche Leistung für eine blöde Spontanidee. Aber ein Partnerprojekt, wie es zum Beispiel Stormy und Luthien am Start haben oder Katie und Blossom, um nur zwei Beispiele zu nennen, hab ich noch nie geschrieben. Ich find das auch schwieriger als es aussieht. Man sollte sich stilistisch halbwegs ähneln, damit der Leser nicht nur n paar Sätze rauspicken muss, um zu wissen, dass das der andere geschrieben hat. Harmonie ist da wichtig, und nicht nur beim Formalen, man sollte gut zusammenarbeiten können, sich gegenseitig motivieren und antreiben, aber nicht unter Druck setzen können (wir erinnern uns - das soll alles Spaß machen und nicht zur Pflicht ausarten), außerdem mit der gleichen Energie bei der Sache sein. Und ich weiß nicht, bislang war ich eher ein Einzelkämpfer auf dem FF-Schlachtfeld und weiß nicht, ob es mir gelingen würde, so ein Projekt sicher nach Hause zu bringen. Aber es ist etwas, das verlockend klingt, mal sehen, das kann sich ja noch ändern.
Eine andere Grenze sind für mich längere Originalfiktionen. Ich bewundere Menschen wie snoopy, die so viel Kreativität besitzen, eine ganz eigene Welt zu erschaffen und sozusagen ein eigenes Buch zusammenschustern können! Klar, Fanfiction erfordert auch Mühe, Recherche, Ausdauer und kreative Eigenleistung, aber was ganz eigenes...uh, das ist wieder was anderes. Kleinere Sachen hab ich da auch schon geschrieben, Kurzgeschichten, Gedichte...aber etwas Großes...Fehlanzeige. Ich bin mir nicht sicher, ob ich jemals ein eigenes Werk fabrizieren werde, das über ein Kapitel hinausgeht. Einfach weil eine Idee dafür schon originell und innovativ sein sollte, niemand braucht den zehntausendsten Abklatsch von Arzt- oder Frauenromanen. Eine Zeitfrage ist es außerdem. Daher gilt mein Respekt allen (Hobby-)Autoren, die sich an sowas rantrauen.
Aber dass Grenzen existieren, heißt nicht zwangsläufig, dass man sie nicht überwinden wird. Ich hätte mir nie träumen lassen, jemals eine Real Person Story zu schreiben, später dann erschien es mir unmöglich, von meinem eigentlichen Steckenstoffpferd, dem Humor, zum Thrillergenre überzuwechseln und doch fühle ich mich jetzt heimisch darin. Wie heißt es so schön? Sag niemals nie!
Ich empfinde das Schreiben als unendlichen Entwicklungsprozess. Es wird immer etwas geben, das man nicht perfekt beherrscht. Die, die meinen, schon vollkommene Autoren zu sein, haben mein Mitgefühl, denn dann haben sie aufgehört, an sich zu arbeiten. Herausforderungen helfen dabei, ganz neue Facetten oder auch Probleme freizulegen, geben mir die Chance, mich zu verbessern und zu sehen, was wirklich noch besser werden kann und muss. Lernen macht auf diese Weise unglaublich viel Spaß und natürlich passiert das zu großen Teilen über Lektüre. Ich ertappe mich dabei, wie ich mich beim Lesen von Büchern oder auch FFs frage: Warum gefällt mir dieser Stil besonders gut oder warum gefällt er mir nicht? Allein durch so ein wenig Analyse sammelt man Anhaltspunkte, nimmt Dinge mit, achtet beim Schreiben gewissenhafter auf diverse Aspekte. Das sieht man rückblickend, wenn man auf die eigenen älteren Stories schaut und sie mit den jüngsten vergleicht. Und wenn man dann einen positiven Unterschied feststellen kann, ist das wie Weihnachten. Es bedeutet Arbeit, es bedeutet Mühe und auch Misserfolge einstecken zu können, aber jeder, für den Fanfiction oder das Schreiben nicht nur eine Modeerscheinung ist, der man sich nur wenige Monate widmet, nimmt das in Kauf.
Mir persönlich machts Spaß. Klar, manchmal ist es frustrierend, wenn man sich mal an etwas heranwagt und dann kaum Resonanz drauf kommt oder vielleicht sogar negative Kritik, aber aufgeben wäre da die falsche Reaktion. Übung macht den Meister und wenn man sich schon die Mühe macht, sich hinzusetzen und eine eigene Geschichte zu schreiben, dann sollte man auf jeden Fall einem Entwicklungsprozess aufgeschlossen gegenüber stehen.
Soviel zunächst von mir, ich gehe nun die nächste Grenze an, Zeit, mich ein wenig den X-Men zu widmen. Habt einen schönen Sonntagabend!
Eingestellt von Stoffi um 17:42 7 Kommentare
Samstag, 9. Mai 2009
Dos and Don'ts
Ja, ich hab schon wieder mein Kleid gewechselt, aber das dürfte jetzt erstmal so bleiben, denn: Der Sommer ist da! Zumindest hier im Blog, wenn schon das Wetter ein bisschen unentschlossen ist. Ich finds schön und danke an dieser Stelle Phoebs, die mich mit ihren Blog-Layoutexperimenten auf verschiedene Seiten für Bloggertemplates gebracht hat, wo ich auch dieses hübsche Gewand gefunden hab. Gewitterwolken sind da nicht zu sehen, weil ich schlechte Laune hab, aber weil ich Sommerregen liebe und die Farbgebung einfach hübsch fand. Außerdem musste ich dafür nicht mein grünes Joker-Bildchen aus dem Header verbannen.
Gestern Abend ist nicht mehr viel geworden, wie ich schon erwartet hatte, dafür hat die Woche zu sehr geschlaucht. Nach meinem 30km Radtourprogramm bin ich aber wieder wach und fit genug, um in die Tasten zu hauen. Worüber ich gestern Abend stattdessen ein bisschen gegrübelt hab, ist, was in den Köpfen mancher Autoren vor sich geht. Ich meine...ist es angebracht, ein so großes Ego zu haben und das jedem unter die Nase zu reiben, nur weil man Fanfictions schreibt? Ist es ok, sich für einen Leserpreis (um nicht zu sagen Beliebtheitspreis) selbst zu nominieren?? Am besten danach noch für sich selbst abzustimmen? Anderer Leute Geschichten nur unter der Bedingung zu lesen, dass man sich damit deren Reviews erkauft? Ist das nicht irgendwo alles...Selbstbetrug?
Ich erinnere mich da an ein Gespräch, das ich mit einer Autorin geführt hab, als ich selbst noch im HdR-Genre unterwegs war, ist also schon ein ganzes Weilchen her. Und ich muss heute noch daran denken, wie sie gemeint hat, dass sie Geschichten, die stilistisch und qualitativ besser waren als ihre zwar gelesen, aber nicht kommentiert hat. Als Grund dafür hat sie genannt, dass solche Leute ja genug Leser hätten und wüssten, dass sie gut sind. Mir kam das wie ne Ausrede vor und in meinem Kopf blinkte permanent ein Schild auf: "Die ist neidisch!" 'Schlechtere' Sachen hat sie aber kommentiert, um naseweis Schwächen aufzudecken. Klar, fehlerhafte Geschichten haben Kritik verdient, aber haben exzellente Geschichten nicht gleichermaßen ein Lob verdient? Rechtfertigen so ein Getue und Missgunst wirklich, dass Geschichten zwar gelesen, aber nicht mit verdientem Feedback bedacht werden? In meinen Kopf will sowas nicht rein, da komm ich irgendwo nicht mehr mit, ist schon n bisschen arg kindisch. Jedenfalls ist mir aus jahrelanger Tätigkeit im FF-Bereich aufgefallen, was für verkorkste Charaktere wir FF-Autoren sein können. Sich mit Auszeichnungen brüsten, am besten noch Fanpages für sich selbst erstellen, Leser rekrutieren, als wärs ne Pflicht, zu lesen, sich selbst bei Wettbewerben nominieren - oder aber eine schwächere Konkurrenz, um sicher zu gehen, dass bessere Geschichten und Autoren keine Stimmen bekommen und man selbst bessere Gewinnchancen hat, permanent andere ausbooten, andere Autoren diffamieren oder kopieren, vielleicht sogar Diebstahl betreiben...muss das sein? Es ist doch ein Hobby, oder? Es soll Spaß machen. Es ist gruselig, was da für ein Konkurrenzdenken entspringt und wie die eigentlich wichtigste Sache ins Hintertreffen gerät - das Schreiben an sich.
Auch deshalb betrachte ich Veranstaltungen wie die FF-Oscars oder neuerdings Emmys mit sehr gemischten Gefühlen. Es heizt diese Besessenheit, der/die Beste sein zu wollen, ins Unerträgliche an, wobei es der mit den loyalsten (oder am meisten zum Nominieren angestachelten) Fans ist, der gewinnt, nicht aber zwingend jemand, der in einem Genre brilliert. Überhaupt - wo ist bei solchen Veranstaltungen denn die Vergleichsbasis? Wie kann man sich erlauben, aus einem Fandom mit tausenden Geschichten eine als die Beste zu deklarieren? Ich habs schon oft gesagt, aber ich sags wieder - will man wirklich qualitativ differenzieren und Autoren für ihre Leistung ehren, muss das unter anderen Voraussetzungen passieren, eine Challenge vielleicht, ein Wettbewerb, der bestimmte Vorgaben oder ein Thema gibt, eine anonyme Onlinestellung der Beiträge und die Option, dass Leser dann für das Beste voten können. Aber auch das wird nie passieren und auch dort wird es Knaller geben, die ihren Leuten zuflüstern, welcher Beitrag der ihrige ist, damit fleißig für abgestimmt wird...ach, es ist eigentlich traurig.
Klar möchte jeder Leser haben und freut sich auch über Feedback, das ist doch logisch, aber kann man das nicht auch alles erreichen, indem man einfach schreibt und das dann online stellt? Muss so ein ganzes Theater wirklich sein, ein Brustgetrommel wie bei paarungswilligen Gorillamännchen? Manchmal nervt es mich so sehr, was für ein Trara gemacht wird, dass ich mich von entsprechenden Leuten/Archiven lieber abwende, bevor mir noch was Böses rausrutscht. Da sieht man einfach, wie das Ellbogengerangel selbst schon die Hobbyebene erreicht hat und das werd ich glaub ich nie verstehen. Das Leben bietet uns doch schon genug Situationen, in denen man sich beweisen und unter Druck setzen muss, warum es nicht einfach entspannt angehen, sich über Feedback freuen, das kommt, und selbst lesen und kommentieren, was einem gefällt? Menschen sind komisch. Ich stell's Tag für Tag von Neuem fest.
Ändern wird sich daran nichts mehr und das ist eigentlich schade, insbesondere für Autoren, die noch nicht das Wesentliche aus den Augen verloren haben. Warum ich mich darüber so auslasse? Weil es mir schon seit 7 verdammten Jahren, die ich FFs schreibe, unglaublich auf den Keks geht. Verzeiht mir also bitte, wenn es heute wieder soweit war, darüber den Kopf zu schütteln.
Ich werf mir jetzt nen Fisch in die Pfanne, bevor ich mit Elena das Gleiche mache und dann noch das elfte Scar Tissue Kapitel fürs Update fertig mach.
Habt einen schönen Tag!
Eingestellt von Stoffi um 12:17 14 Kommentare
Labels: Argh, Gedanken, Layout, Motivation, Schreiben
Freitag, 8. Mai 2009
Nachtschicht
Leute, bevor ich zu tagebuchähnlichem Gedankenmüll komme, muss ich euch hier mal sagen: Ihr seid verrückt!! Habt ihr auch nur die geringste Ahnung, wie mir gestern und heute die Augen rausgekullert sind?! Klar, ihr habt Interesse vermeldet, aber das heißt ja noch nichts. Dass da aber gleich so ne Resonanz auf den Prolog kommt, hätte ich nie gedacht, ohne Mist! Oo Ich wollte euch eigentlich jetzt schon allen eine Antwort und explizitere Dankesworte zukommen lassen, aber ich bin heute zu geschafft und zu müde, um mich genug konzentrieren zu können. Grund dafür ist wohl, dass sich das Schlafdefizit langsam bemerkbar macht. Bis 2 Uhr morgens an ner Szene hocken und dann um 6 wieder aufstehen ist für jemanden wie mich, der im Schnitt schon 7 Stunden Schlaf braucht, ne schlechte Idee, aber komischerweise bin ich nachts hellwach, wenn ich noch schreib und kann mich dann nicht loseisen, bis entsprechende Szenen im Kasten sind.
Gestern Abend habe ich mich da z.B. ganz explizit der Kurt-Ororo Szene des ersten Kapitels von ZeitLos gewidmet. Ich hab ein bisschen nachgelesen, was da so teilweise in den Comics passiert und glaube, ich halte mich wirklich an den Filmcanon...teilweise sind da Sachen dabei, die mir nicht so in den Kram passen wollen. Jedenfalls fand ich da einige Szenen bei X2 schon sehr prickelnd, auch wenn da nirgends explizit erwähnt wird, dass da zwischen den beiden überhaupt was läuft. Aber die Interaktion der Charaktere, dieses leise Knistern, diese emotionale Dynamik, die hinter kleinen Gesten wie dem Streicheln über die Wange steckt...von sowas krieg ich nicht genug und das als erklärter Romanzen-Nichtmöger (mild ausgedrückt). Vielleicht, weils gerade bei diesen unterschiedlichen Charakteren nicht so schnell in übliche Klischeekisten ausartet. Ich wünschte, ich hätte die Szene zu bieten, damit die von euch, die den Film nicht kennen, wissen, was ich meine, aber ich find sie leider nicht im O-Ton im Netz. Ich mag Nightcrawler einfach sehr gern. Sieht aus wie ein Teufel, wie ein Ungeheuer, aber ist so sanftmütig und ruhig...ich glaub, ich komm nicht drumherum, ihm einen größeren Part in ZeitLos zuzuschreiben. Ich steh einfach auf Typen mit Narben, glaub ich so langsam *lach*
Der Titel dieses Blogeintrags ist Programm, denn so heißt Kapitel 14 des Blutigen Handwerks, ich will mal sehen, wie weit ich heut damit komme, die Müdigkeit ist nach dieser Powerwoche wie gesagt da, aber der Tag ist ja noch nicht rum.
Ich danke allen, die sich dazu haben hinreißen lassen, den Prolog des Handwerks zu lesen (ganz besonderer Dank an die Reviewer, ihr seid verrückt!!), wenn ich solche Worte lesen darf, weiß ich wieder, warum ich überhaupt teile, was in meinem Kopf herumspukt! Antworten werden natürlich nachgereicht!
Kommt gut ins Wochenende!
Eingestellt von Stoffi um 17:13 6 Kommentare
Labels: Blutiges Handwerk, Charaktere, Danke, Feedback, ZeitLos
Donnerstag, 7. Mai 2009
"Es ist gefährlich, sich in meiner Nähe aufzuhalten."
Wo Elena Recht hat, hat sie Recht und das wird nicht nur Bruce bald zu spüren bekommen. Hach, es läuft immer noch prächtig, ich sitz gerad an der Vollendung von Kapitel 13, nachdem ich mir eine Schreibpause gegönnt und die Zeit zum Basteln genutzt habe. Herausgekommen ist ein Cover für ZeitLos, ich weiß, da ist erst der Prolog fertig und ein Teil des ersten Kapitels, aber manchmal kann man so schwer an sich halten und da muss erstmal der Gimp herhalten. Hab noch nie so viele Menschen - pardon - Mutanten in ein Bild gequetscht. Das ist dabei rausgekommen:
Ich hab außerdem noch n bisschen was an der Sidebar umstrukturiert, neu sortiert, mit neuen Inhalten gefüllt. Die Cover von Scar Tissue und dem Blutigen Handwerk rechts sind mit einem Direktlink zur jeweiligen Story verknüpft, da jetzt auch das Handwerk online ist, hab ich diesen längst in Erwägung gezogenen Punkt umgesetzt.
Ich habe im Moment eine klare Aufteilung zu den beiden Sachen, an denen ich schreibe. Vormittags ist das Handwerk dran, sofern ich zum Schreiben komme, spät abends/nachts dann ZeitLos, auch wenn ich versucht war, es heute andersrum zu handhaben. Liegt daran, dass gerade einer meiner Lieblingscharas der X-Men - Kurt Wagner aka Nightcrawler - eine hübsche Szene hat, die mich gestern am Einschlafen gehindert hat. Ich glaube, ich sammle in dieser Woche ein großes Schlafdefizit an. Aber man muss nen Lauf nutzen, sag ich mir immer.
Darum fasse ich mich auch heute wieder etwas kürzer und da die Sonne gerade aus den Wolken bricht, wackle ich glaub ich ne Runde raus. Genießt den Tag!
Eingestellt von Stoffi um 17:39 3 Kommentare
Labels: Bild, Blutiges Handwerk, kurz und bündig, Layout, Veröffentlichung, ZeitLos
Mittwoch, 6. Mai 2009
Film ab!
Ein produktiver Tag geht zu Ende. Seit langem hab ich ein Handwerk-Kapitel an einem Tag geschrieben, vom Prolog abgesehen, aber der ist ja auch nur halb so lang. Und es ist recht düster geworden. Wie solls auch anders sein, wieder war der Joker mit an Bord und das verspricht boshaften Humor ohne Ende und jede Menge Ironie, kein Wunder, dass ichs genossen hab. Eigentlich wollte ich heute zwei Stormy-Kaps schaffen, aber bin mental gerad zu ausgebrannt, aber wenigstens eins hab ich geschafft. Ach und für alle Neugierigen unter euch hab ich den Trailer zu meinem X-Men Baby hochgeladen. Anschauen könnt ihr den hier. Ist ein bisschen ruhiger, aber ich denke, er deutet genug an :)
Viel zu melden gibts heut nicht, ich war fleißig und werd daran anknüpfen. Morgen kommt dann das Blutige Handwerk hoch, mal schauen, ob das Sommerloch wirklich schon seine Pforten öffnet.
Ich bin wieder weg und froh, Elena endlich wieder zum Skalpell greifen lassen zu können. Denn wie sagte Sweeney Todd so schön? "Finally, my arm is complete again!"
In diesem Sinne, macht euch nen schönen Abend.
Eingestellt von Stoffi um 19:47 3 Kommentare
Labels: kurz und bündig, Veröffentlichung, Video, ZeitLos
Dienstag, 5. Mai 2009
"Ich habe Unsterblichkeit gesucht und die Hölle gefunden."
Heute kein Zitat aus dem Blutigen Handwerk, aber dafür aus...ja, verdammt, ich habs getan...ich hab ne X-Men Story angefangen und die Passage entstammt dem Prolog. Argh! Mist aber auch. Die Hoffnung, ich würde die Idee heute für doof befinden, hat sich nicht bestätigt. Stattdessen geistern mir die verrücktesten Szenen im Kopf herum.
Es war wieder ein sehr produktiver Tag, Kapitel 11 vom Handwerk steht und die Nummer 12 verspricht gruselig zu werden. Es gibt Settings, mit denen verbind ich persönlich einfach Schauriges, ohne dass es eine rationale Begründung dafür gibt. Aber die haben Ängste sowieso nicht. Jedenfalls trifft Elena eine folgenschwere Entscheidung, die sie schon bald bereuen wird. Aber daran setze ich mich morgen während der "Tagschicht", der Abend ist erstmal für die Vollendung des Prologs reserviert, was nicht mehr als zehn Minuten in Anspruch nehmen dürfte. UND: Schlagt mich, aber mir schwebt ein Trailerchen für das X-Men Teil vor...Mann, gerad der Prolog fertig und ich mach mir schon wieder Gedanken. Ich fürchte mich ehrlich gesagt davor, mich an den X-Men zu vergreifen, zumal ich sehe, wie andere darin brillieren und eine Charakterkenntnis an den Tag legen, vor der ich nur den Hut ziehen kann *zu Stormy schiel* Das schüchtert dann doch ganz schön ein, aber ich glaub, sowas gibts in jedem Genre. Anhand besserer Stories sieht man, was man selbst noch lernen und verbessern kann und das macht gerade den Reiz am Schreiben aus, sich neuen Herausforderungen zu stellen und zu schauen, wo man sich noch entwickeln kann oder auch muss.
Ich schreib erstmal den Prolog zu Ende und bastle vielleicht am Video, mal sehen, wie viel Muße nach einem langen Tag noch übrig ist. Morgen Nachmittag ist eigentlich fürs Lesen reserviert, sofern mir nicht häusliche Pflichten (Rasenmähen *bäh*) oder ein blöder, stofftierefressender Plotbunny einen Strich durch die Rechnung machen.
Ich wünsch euch was!
Eingestellt von Stoffi um 20:46 7 Kommentare
Labels: Argh, Blutiges Handwerk, Gedanken, Idee, Video
Montag, 4. Mai 2009
Verdammt noch mal!
Kurzer Nachtrag; eigentlich ist es nicht meine Art, einen Doppelpost an einem Tag zu setzen, aber ich komm gerad ausm Kino und...VERDAMMT...mich hat ein beschissener, fieser kleiner Plotbunny gebissen! Verflixt und zugenäht! Ich will das doch gar nicht, hab doch genug Geschichten zu erzählen...aber kennt ihr das, wenn ihr ganze Dialogzeilen und Szenarien in eurem Kopf habt, nur weil ein schreiender, halbnackter Wolverine durchs Bild rennt? Die Idee basiert noch nicht mal zwingend auf X-Origins, eher schwebt mir da was für nach X2 vor, aber...Mensch, nee, ich muss mir auf die Finger hauen! Erstens, weil ich mich mit dem Genre viel zu schlecht auskenn, auch wenn ich die Filme x-mal (haha, Wortwitz) gesehen hab und zweitens weil...ich mich nicht traue und nicht weiß, ob das das richtige Genre für mich wär. Verdammt...aber ich glaub, ich mach mir trotzdem mal n paar kurze Notizen zur Storyline, vielleicht schau ichs mir morgen an und verwerf das Ganze als Schwachsinn. Bis dahin widme ich mich brav dem Blutigen Handwerk, bei dem mir Depeche Modes "Wrong" gehörig Soundtrack bietet. Was freu ich mich auf das Konzert in nem Monat!!
Und dann sollte ich noch lernen, Menschen zu ignorieren, die mir tierisch auf den Sack gehen, aber irgendwie kann ich das nicht. Dafür schwelt zu viel Temperament unter der plüschigen Hülle.
Egal! Habt einen schönen Abend und jetzt bin ich wirklich weg! Verdammt, verdammt, verdammt!! *fuchtel*
Eingestellt von Stoffi um 19:33 7 Kommentare
"Ein Mörder rettet keine Leben. Er beendet sie."
Ich kann's nicht lassen, Zitate aus dem Blutigen Handwerk auch heute wieder Pate für den Blogtitel stehen zu lassen. Dieses stammt aus dem 10ten Kapitel, das ich *Trommelwirbel* eben vollendet habe *Trommelwirbel aus*. Ich denke, noch diese Woche wir die Story online gehen, komme, was wolle. Donnerstag hab ich so im Auge, mal sehen, ob ich das schaffe. Ich hoffe nur, der Schreibfluss hält weiterhin so brav an, dann schaff ich wirklich viel in den nächsten Tagen.
Gestern hat übrigens die zweite Umfrage geendet, die Beteiligung war diesmal sogar noch größer als bei der ersten, mein Dank gilt hierfür natürlich allen Bloglesern und Stimmenabgebern. Falls ihr die Ergebnisse nicht mehr einsehen konntet, hier noch eine Zusammenfassung:
0% Lesen gar keine Fanfictions
11% lassen sich dazu hinreißen, gelegentlich zu lesen und Feedback zu geben
16% lesen so ziemlich alles, was sie in die Hände kriegen können und lassen dann auch was da
66% haben eine Handvoll Stories, die sie regelmäßig verfolgen und kommentieren
5% sind stille Leser (danke übrigens an dieser Stelle, dass einer drauf geklickt hat, jeder weiß, dass es prozentual gesehen weitaus mehr stille Leser gibt, daher danke für die Ehrlichkeit ;))
Und weil's so schön ist, hab ich heute wieder eine neue Umfrage im Gepäck, diesmal bevorzugt für die Autoren unter euch mit einer Frage, die auch mich gerade beschäftigt: Wie viele Kapitel Vorsprung habt ihr durchschnittlich, wenn ihr eine Story veröffentlicht? Viel Spaß beim Mitmachen, ich freu mich über jeden Klick.
Gestern hielt ich es für eine gute Idee, meinen Schleppi mit raus in den Garten zu nehmen und mir ein wenig die Sonne auf den Pelz scheinen zu lassen. Mit dem Ergebnis, dass ich nun einem Hummer nicht unähnlich sehe. Aber gut, die nächsten Tage versprechen Kühlung und ein kühler Kopf ist auch das, was Elena im Blutigen Handwerk gerade gebrauchen könnte, denke ich. Ich machs ihr nicht leicht. Muha. Entschuldigt diesen kleinen diabolischen Ausbruch.
Heute Abend gibts dann endlich wieder Kino - jetzt schau auch ich mir Wolverine an, damit Stormy sich nicht länger das Spoilern verkneifen muss. Eieiei, Hugh Jackman...ich steh ja sonst nicht so auf Muskelprotze, aber hey, bei dem ist das verdammt gut proportioniert. Und wenn man dann noch diverse Kapitel zu lesen bekommt...mrau!
Genug der Plauderei, bald gibts mehr von mir, euch einen guten Wochenstart!
Eingestellt von Stoffi um 14:21 3 Kommentare
Labels: Blutiges Handwerk, ich, Statistik, Umfrage, Veröffentlichung
Samstag, 2. Mai 2009
"Scheint so, als hätten die Ihre Spendengala zur Kostümparty umfunktioniert."
Ich hoffe, ihr seid alle gut in den Mai gekommen. Bei mir legt sich gerad wieder der Geburtstagsstress, sodass ich nach und nach dazu komme, ausstehende Dinge zu erledigen. Stormy sei an dieser Stelle gesagt, dass ich nicht widerstehen konnte und schon weitergelesen habe, an die wohlverdiente Review will ich mich noch im Laufe des Tages setzen!
Ansonsten...traue ich mich gar nicht zu sagen, dass Kapitel 9 vom Blutigen Handwerk gestern fertig geworden ist und ich die 10 bereits in der Mache habe. Die Story ist irgendwie...anders als Scar Tissue, aber macht auf ihre ganz spezielle Weise schrecklich viel Spaß. Elena hab ich mit ihrer leicht zynischen, teils aufbrausenden Art wirklich ins Herz geschlossen und ihre Interaktionen mit dem guten Bruce Wayne haben mich schon einige Male dümmlich grinsen lassen. Man mag es als Nachteil interpretieren, von der allwissenden Perspektive auf die erste Person umgeschwenkt zu haben, weil man auf andere Figuren nicht mit der gleichen Intensität eingehen kann. Andererseits finde ich das gerade faszinierend, wenn man den Fokus auf eine Person setzt und den Leser dadurch der gleichen Unwissenheit der Hauptperson aussetzt. Elena weiß z.B. natürlich nicht, dass Bruce Wayne nachts seine Fledermausklamotte rausholt und sich in die Häuserschluchten Gothams stürzt, sie weiß nicht um die Vertuschung von Harvey Dents Morden und am wenigsten kann sie den Joker durchschauen. Aus ihrer Sicht zu schreiben bedeutet, sich auf ihre Wahrnehmung und Gefühlswelt voll und ganz einzulassen. Es erlaubt mir, sie so explizit darzustellen wie sonst niemanden. Natürlich ist die erste Person eine Einschränkung, man kann nur über Elenas vage Vermutungen erahnen, was die Menschen, mit denen sie spricht und interagiert wirklich denken oder was sie zu ihrem Handeln bewegt, aber noch sehe ich da keine wirklichen unlösbaren Probleme auf mich zukommen. Der Plot steht immer stabiler, die nächsten 4 Kapitel sind in meinem Kopf schon fertig, es läuft und das gut.
Zwecks Veröffentlichung weiß ich immer noch nicht so recht, ob ich mich an der bloßen Kapitelzahl orientieren oder schlicht und ergreifend ein Datum ins Auge fassen soll. Hilfe, ich bin so unentschlossen!
Jetzt such ich mir erstmal was zu essen und dann mach ich mich wieder an die Arbeit. Genießt einen hoffentlich sonnigen Tag!
Eingestellt von Stoffi um 12:37 4 Kommentare
Labels: Blutiges Handwerk, Charaktere, Feedback, juhu
